Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Immobilien

Große Nachfrage treibt Immobilienpreise in die Höhe

26.07.2012 | 12:38 Uhr
Große Nachfrage treibt Immobilienpreise in die Höhe
Immobilien in NRW sind teurer geworden.Foto: dapd

Düsseldorf.  Häuser und Wohnungen in NRW sind teurer geworden. In einigen Regionen, zum Beispiel in Düsseldorf, haben sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent erhöht. Das geht aus einem Bericht des Innenministeriums hervor. Auch für unbebaute Grundstücke müssen Bauherren deutlich mehr bezahlen.

Die Immobilienpreise in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr aufgrund der großen Nachfrage gestiegen. In einzelnen Regionen wie Düsseldorf hätten sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um bis zu sechs Prozent erhöht, geht aus dem Grundstücksmarktbericht hervor, den das Innenministerium am Donnerstag in Düsseldorf vorstellte. Demnach stiegen erstmals seit fünf Jahren die Preise für unbebaute Grundstücke, auf denen Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen sollen, um ein Prozent.

Landesweit wechselten im vergangenen Jahr 49.358 Ein- und Zweifamilienhäuser den Besitzer und damit acht Prozent mehr als 2010. Dabei wurde ein Umsatz von 9,77 Milliarden Euro erzielt, was einen Zuwachs um zehn Prozent bedeutet. Die Zahl der verkauften Mehrfamilienhäuser nahm um 14 Prozent zu, die der verkauften Eigentumswohnungen um elf Prozent. Einen Anstieg um elf Prozent gab es bei der Zahl verkaufter Baugrundstücke. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 1,47 Milliarden Euro.

Düsseldorf auch bei Wohnungen am teuersten

Spitzenreiter bei den Preisen für Bauland in mittleren Wohnlagen ist den Angaben zufolge Düsseldorf mit 480 Euro pro Quadratmeter, auch in Köln (370 Euro), Meerbusch (350 Euro) und Langenfeld (340 Euro) sind Grundstücke teuer. Bei guten Wohnlagen liegt Köln mit 850 Euro pro Quadratmeter Bauland vor Düsseldorf mit 750 Euro und Aachen mit 480 Euro. Wesentlich günstiger ist es laut Bericht in der Eifel oder in Ostwestfalen, wo der Quadratmeter erschlossenes Bauland in mittleren Wohnlagen weniger als 50 Euro kostet.

Für Wohnungen werden entlang der Rheinschiene die höchsten Preise bezahlt. Ein Quadratmeter Wohnfläche kostet den Angaben zufolge in Düsseldorf in mittlerer Lage 3.232 Euro, in Hilden 2.830 Euro und in Münster 2.822 Euro. Auch bei erstbezugsfertigen Reihenendhäusern oder Doppelhaushälften müssen Käufer in Düsseldorf am tiefsten in die Tasche greifen: Dort kostet ein Haus 325.000 Euro. Im Ruhrgebiet sind es 253.000 Euro, in Münster 212.000 Euro. (dapd)



Kommentare
26.07.2012
13:57
Völlig überteuert
von der_gehetzte | #1

Diese künstlich hochgetriebenen Preise haben doch gar keinen Bezug zur Realität mehr. Jede Blase platzt irendwann, also auch die Immobilienblase.

1 Antwort
Große Nachfrage treibt Immobilienpreise in die Höhe
von stefan48 | #1-1

ja man lernt nicht aus Italien und den USA nun geht es hier weiter

Aus dem Ressort
Mülheimer Presta-Werk bekommt von Thyssen-Krupp eine Chance
Industrie
Thyssen-Krupp will dem Presta-Werk in Mülheim „eine faire Chance“ geben, im konzerninternen Ringen um Aufträge weiter mitzuwirken. Um eine Zukunft zu haben, müsse der Standort, der aktuell 350 Mitarbeiter hat, aber wirtschaftlicher werden. Die Zukunft des Werkes hing zuletzt am seidenen Faden.
DIHK-Chef warnt, Dauerstreiks würden Wirtschaft hart treffen
Streiks
Für Pendler und Reisende ist der Lokführer-Streik mindestens nervig, für die deutsche Wirtschaft könnte er verheerend werden: DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben warnt in einem Interview, längere Streiks könnten die wirtschaftliche Entwicklung empfindlich beeinträchtigen.
Praktikum kostet junge Oberhausenerin das Arbeitslosengeld
Soziales
Die Oberhausenerin Sabine M. ist auf Jobsuche. Die Zeit bis zur Einstellung nutzt sie und macht ein Praktikum. Obwohl es unbezahlt ist, wird ihr das Arbeitslosengeld gestrichen - zu Recht, sagt die Agentur für Arbeit. "Eigeninitiative ist wohl nicht erwünscht", bilanziert die junge Frau bitter.
Patrick Pouyanné wird neuer Konzernchef des Öl-Riesen Total
Nachfolger
Nach dem Unfalltod des Total-Direktors Christophe de Margerie setzt der französische Ölkonzern erst einmal auf ein Führungstandem. An die Spitze rückt Raffinerie-Direktor Patrick Pouyanné. Bis Ende 2015 steht ihm Ex-Chef Thierry Desmarest als Vorsitzender des Verwaltungsrats zur Seite.
Google kauft für 542 Millionen ein Startup - und eine Vision
Investitionen
Der Internet-Riese investiert eine Rekordsumme für ein Unternehmen, das bisher im wesentlichen eine Vision zu bieten hat. Magic Leap arbeitet an einer Brille, die dem Betrachter den Eindruck vermittelt, mitten drin im Gesehenen zu sein.
Umfrage
Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?