Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Chromebooks

Google will Apple mit Chromebooks Konkurrenz machen

22.02.2013 | 09:27 Uhr
Google will Apple mit Chromebooks Konkurrenz machen
Das neue Google-Modell Chromebook Pixel nimmt mit seinem schlichten Aluminium-Gehäuse Apples MacBook-Computer ins Visier.Foto: afp

New York.  Das neue Google-Modell Chromebook Pixel hat einen Touchscreen mit extrem hoher Auflösung. Ebenso hoch ist allerdings der Preis. In den USA sind die Oberklasse-Laptops ab 1299 Dollar zu kaufen. Mit seinem schlichten Aluminium-Gehäuse nimmt es klar Apples MacBook-Computer ins Visier.

Google riskiert einen ungewöhnlichen Vorstoß in die Laptop-Oberklasse mit einem Internet-basierten Touchscreen-Notebook. Die günstigste Version des neuen "Chromebook Pixel" kostet in den USA 1299 Dollar (985 Euro). Es spielt damit fast in der Preisklasse von Apples MacBook-Modellen mit ähnlich hoher Bildschirm-Auflösung. Allerdings ist das Google-Gerät anders als die meisten anderen Notebooks: Es funktioniert mit dem Betriebssystem Chrome, bei dem Programme und Dateien direkt aus dem Internet abgerufen werden. Das Gerät ist dann weitgehend nur noch das Portal zu Googles Servern.

Das neue Google-Modell Chromebook Pixel ist in den USA ab 1299 Dollar zu haben.Foto: afp

Weil die Internet-Verbindung bei diesem Konzept eine Schlüsselrolle spielt, soll es im April auch eine Version mit eingebautem superschnellem LTE-Datenfunk geben - für 1499 Dollar. Bisherige Chromebook-Modelle waren mit etwa 250 Dollar deutlich günstiger. Allerdings bekommt man mit dem Kauf des Pixel auch einen Terabyte Netzwerk-Speicher bei Google für drei Jahre gratis.

Bisher geringe Preisanteile

Das Chrome-Betriebssystem entstand aus dem gleichnamigen Internet-Browser. Als Vorteile nennt Google, dass die Computer sofort einsatzbereit sind und sie sollen durch den hohen Schutz der Google-Server auch sicherer sein. Die radikale Idee des Cloud-Computers gewinnt aber nur langsam Anhänger, die Marktanteile sind bisher gering.

Google
Google plant eigene Geschäfte nach Vorbild der Apple-Stores

Google plant die Eröffnung eigener Geschäfte in den USA nach dem Vorbild der populären Apple-Stores. Das berichtet die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal". Demnach wird bei Google schon lange über das Vorhaben diskutiert. Wann und wo die Geschäfte eröffnet werden sollen, ist noch unklar.

Nach Microsoft mit Windows 8 setzt damit auch Google auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm im Notebook. Apple sträubt sich bei seinen Macs bisher dagegen und argumentiert, dass die Nutzungs-Szenarien bei Tablets und Personal Computern unterschiedlich seien.

Mit einem minimalistischen Gehäuse aus Aluminium zielt das Chromebook Pixel ziemlich klar auf Apple-Notebooks als Rivalen. Zudem bewirbt Google das Gerät als Laptop mit der höchsten Bildpunkt-Dichte auf dem Display. Es hat eine Auflösung von 2560 mal 1700 Pixeln bei einer Diagonale von 12,85 Zoll (32,6 cm). Das ähnliche große MacBook Pro in der Ausführung mit dem besonders scharfen "Retina"-Display kommt auf 2560 mal 1600 Pixel. (dpa)



Kommentare
Aus dem Ressort
Verurteilter Gribkowsky stützt Ex-Arcandor-Chef Middelhoff
Arcandor-Prozess
Im Arcandor-Prozess wegen Untreue in Millionenhöhe bekam Thomas Middelhoff am Donnerstag Unterstützung von Gerhard Gribkowsky. Der Ex-Banker hatte sich von Formel 1-Chef Bernie Ecclestone mit 30 Millionen Euro bestechen lassen und war deshalb zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
Infineon vor Milliarden-Übernahme in den USA
Elektro
Der Halbleiterhersteller Infineon will sich in den USA mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Für den auf Energiemanagement spezialisierten Halbleiterhersteller International Rectifier aus Kalifornien will Infineon 40 Dollar je Aktie zahlen.
Immer mehr Fußball-Bundesligisten schreiben schwarze Zahlen
Fußball
Zwei Drittel der Vereine in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga machen Profit. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young sind das fast doppelt so viele wie 2013. Entsprechend positiv bewerten die Klubs auch die wirtschaftliche Lage im deutschen Fußball - anders als viele Drittligisten.
Kassen: Fünf-Milliarden-Forderung der Ärzte unglaublich
Gesundheit
Bei den Honorarverhandlungen zwischen niedergelassenen Kassenärzten und Krankenkassen für 2015 zeichnet sich keine rasche Lösung ab.
PEN-Präsident hält weitere Schritte gegen Amazon für möglich
Amazon-Streit
Der Präsident des PEN-Zentrums Deutschland, Josef Haslinger, ist zuversichtlich, dass der Protestbrief der deutschen Autoren von der Amazon-Spitze ernst genommen wird. Im Interview spricht der Chef der deutschen Schriftstellervereinigung über das schwierige Verhältnis von Autoren und Amazon.
Umfrage
In Hagen und Berlin gab es am Dienstag Ebola-Verdachtsfälle. Beide bestätigten sich nicht. Fürchten Sie sich trotzdem vor der Krankheit?

In Hagen und Berlin gab es am Dienstag Ebola-Verdachtsfälle. Beide bestätigten sich nicht. Fürchten Sie sich trotzdem vor der Krankheit?