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Facebook meldet Fortschritte bei Werbung auf dem Handy

24.10.2012 | 11:14 Uhr
Foto: /CP/Sean Kilpatrick

Für das dritte Quartal meldete Facebook einen Verlust von 159 Millionen Dollar (122 Millionen Euro). Trotzdem reagierten die Anleger nach der Veröffentlichung der Zahlen euphorisch. Denn die Kommunikationsplattform fasst nach eigenen Angaben endlich Fuß bei der Werbung auf Mobilgeräten. Die Facebook-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 9,7 Prozent.

New York/Berlin (dapd). Für das dritte Quartal meldete Facebook einen Verlust von 159 Millionen Dollar (122 Millionen Euro). Trotzdem reagierten die Anleger nach der Veröffentlichung der Zahlen euphorisch. Denn die Kommunikationsplattform fasst nach eigenen Angaben endlich Fuß bei der Werbung auf Mobilgeräten. Die Facebook-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 9,7 Prozent.

Eine Atempause für das Unternehmen, hat die Aktie doch seit dem Börsengang im Mai mehr als 40 Prozent an Wert verloren. Das lag auch daran, dass Facebook sich bisher damit schwertat, mit Werbung auf den kleineren Handybildschirmen Geld zu verdienen. Dort ist weniger Platz für Anzeigen, zudem könnten Nutzer sie eher als störend empfinden als auf einem regulären Bildschirm. Doch inzwischen greifen 60 Prozent der Nutzer über ihr Mobiltelefon auf das Netzwerk zu, Tendenz steigend. Das setzt Facebook unter Zugzwang.

"Ich will den Mythos zerstreuen, dass Facebook auf Mobilgeräten kein Geld verdienen kann", sagte Unternehmenschef Mark Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Börsenexperten am Dienstagabend. Vor einem Jahr sei das möglicherweise zutreffend gewesen, aber damals habe Facebook sich noch nicht so angestrengt, fügte er hinzu.

14 Prozent der Werbeeinnahmen kommen inzwischen von Werbung, die auf Mobilgeräten angezeigt wird, wie das kalifornische Unternehmen mitteilte. Das entspricht bei Werbeeinnahmen von 1,09 Milliarden Dollar gut 152 Millionen Dollar. Es ist das erste Mal, dass Facebook seine mobilen Werbeeinnahmen gesondert angibt - wohl auch, um Analysten zu beweisen, dass das Unternehmen in diesem Bereich zulegt.

Verlust trotz höherer Umsätze

Doch das Unternehmen hat trotz steigender Umsätze wieder rote Zahlen geschrieben. Facebook verzeichnete von Juli bis September einen Verlust von 159 Millionen Dollar. Als Grund verwies es auf hohe Steuern und allgemein höhere Kosten. Im vergangenen Jahr, vor dem Börsengang, machte Facebook zu dieser Zeit noch 227 Millionen Dollar Gewinn.

Dabei wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um knapp ein Drittel auf 1.26 Milliarden Dollar. Damit lag Facebook etwas über den Erwartungen von Experten. Die Werbeeinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent an. Sie machen mit 86 Prozent den Großteil von Facebooks Einnahmen aus. Zusätzlich zahlen Spielehersteller wie Zynga Facebook einen Abschlag, wenn sie Nutzern virtuelle Spielgegenstände verkaufen.

Geht Facebook die Puste aus?

Das Netzwerk wächst jedoch deutlich langsamer als im vergangenen Jahr. Damals hatte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr noch mehr als verdoppelt. Auch die Einnahmen pro Nutzer stagnieren bei 1,29 Dollar weltweit. Das liegt vor allem an schrumpfenden Einnahmen von europäischen Nutzern. In Asien legten die Werte leicht zu, im Facebooks Heimatmarkt USA steigen sie ebenfalls. Dort spült ein Nutzer 3,40 Dollar pro Jahr in Facebooks Kasse. In Europa sind es dagegen nur 1,37 Dollar. Das Netzwerk hat weltweit 1,1 Milliarden Nutzer.

(Präsentation der Facebook-Quartalszahlen:

http://url.dapd.de/W1XOfW )

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