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Facebook-Aktien fallen deutlich unter ihren Ausgabepreis

21.05.2012 | 16:03 Uhr
Facebook-Aktien fallen deutlich unter ihren Ausgabepreis
Die Facebook-Aktien fallen zeitweise um 13 Prozent. Foto: ap

New York.   Kein guter Start für Facebook an der Börse: Die Aktien des sozialen Netzwerks sind deutlich unter den Ausgabepreis gefallen. Am Montag lag ihr Wert zweitweise fast 14 Prozent darunter. Schon beim Debüt am Freitag waren die Börsianer enttäuscht.

Mit einem deutlichen Kursverfall am zweiten Handelstag hat die Facebook-Aktie auch am Montag die Hoffnungen vieler Investoren enttäuscht. Nach dem pannenreichen Start und einem Schlusskurs am Freitag von gerade einmal 23 Cent über dem Ausgabepreis von 38 Dollar blieb Ende vergangener Woche der erwartete Raketenstart aus. Er wurde auch am Montag nicht nachgeholt. Im Gegenteil: Der Preis für die Aktien des sozialen Netzwerks fiel am Vormittag zeitweise um über 11 Prozent auf bis zu 33 Dollar.

Nasdaq-Chef Robert Greifeld zeigte sich ob des holprigen Börsenstarts von Facebook beschämt. "Dies war nicht unsere beste Stunde", sagte Greifeld am Sonntag vor Journalisten. Dennoch sei der erste Handelstag des sozialen Netzwerks erfolgreich gewesen, sagte er Berichten von "Wall Street Journal" und anderen Medien zufolge.

Anleger mussten stundenlang auf Bestellbestätigung warten

Greifwald räumte Probleme mit Bestellungsbestätigungen ein. Anleger wussten teilweise stundenlang nicht, ob ihre Kauforder durchgeführt worden war. Außerdem hatte sich der Start des Börsengangs am Freitag um rund eine halbe Stunde verspätet. Es gebe aber keine Hinweise, dass der verspätete Beginn zum enttäuschenden Abschneiden der Facebook-Aktien beigetragen habe, sagte Greifeld. Auch die US-Börsenaufsicht SEC hat angekündigt, den Vorfall zu prüfen.

Durch den Börsengang hatte das Unternehmen mindestens 16 Millarden Dollar (etwa 12,6 Milliarden Euro) eingenommen. Bereits am Freitag waren nach einem Bericht des "Wall Street Journal" Stützungskäufe der am Börsengang beteiligten Banken erforderlich gewesen, um ein Abfallen des Kurses unter den Ausgabepreis zu verhindern. Facebook ist mit mehr als 900 Millionen Mitgliedern das größte soziale Netzwerk weltweit.

Medienrechtler geißelt Facebook als Datenkrake

Probleme könnte Facebook auch eine neue juristische Auseinandersetzung bereiten. US-Internetnutzer reichten eine Sammelklage wegen der angeblichen Verletzung ihrer Privatsphäre ein, wie deren Anwälte am Freitag mitgeteilt hatten. Demnach geht es um Schadensersatzforderungen von bis zu 15 Milliarden Dollar (rund 11,8 Milliarden Euro). Die Kläger werfen Facebook vor, unrechtmäßig Aktivitäten von Nutzern im Internet beobachtet zu haben.

Der Medienrechtler Phillip Hofmann bezeichnete Facebook anlässlich der Vorstellung des Grundrechtereports 2012 am Montag in Karlsruhe als "Datenkrake", die nahezu vollständige Sozialprofile von ihren Nutzern erstellt. Klicke ein nicht bei Facebook registrierter Nutzer auf irgendeiner Internetseite auf einen Facebook-"Gefällt mir"-Button, würden seine Wege danach im Internet 90 Tage verfolgt und die Daten für ein späteres Profil gesammelt. (dapd/afp)



Kommentare
22.05.2012
19:49
Facebook-Aktien fallen deutlich unter ihren Ausgabepreis
von buntspecht2 | #6

Was ist an diesem Verein eigentlich sozial kann mich jemand aufklären ?

22.05.2012
08:50
Facebook-Aktien fallen deutlich unter ihren Ausgabepreis
von Hansiwurstl | #5

"Stützungskäufe" - *lol*

einerseits erzählen se uns immer was von der quasi natürlichen Regelungsfunktion des Marktes und daß die Börse der echteste Markt überhaupt sei und dann manipulieren se, wo es geht...

1 Antwort
Markthändler
von Finnjet | #5-1

Auf den Märkten im Mittelalter gab es schon die berüchtigten Pferdehändler, dazu auch noch jede Menge Gaukler.
In der Neuzeit haben die nur andere Namen/Bereichnungen...

22.05.2012
08:45
Facebook als Datenkrake (2/2)
von Plem | #4

Und den Leuten, die sich so gerne "sozial" vernetzen, würde ich wünschen, sie bekämen als Ersatz dafür ein wirklich sicheres Portal, ein "Safebook". Das wird dann aber nicht kostenlos zu haben sein; 50.000 Server weltweit kosten schon eine ganze Stange Geld. Im Gegenzug kann dann aber auf den ganzen kommerziellen Wahnsinn, wie ihn Zuckerberg mit Facebook veranstaltet, verzichtet werden.

PS: Wer sich gegen das unbeabsichtigte Bedienen eines "Gefällt mir"-Buttons absichern will, dem empfehle ich die Filterliste von Malte Kraus, erhältlich unter:

https://monzta.maltekraus.de/adblock_social.txt

Einmal in das Adblock-Plus-Plugin für den Mozilla Firefox Browser eingebunden, eliminiert sie sämtliche "sozialen" html-Elemente. Die Buttons sind dann nicht mehr vorhanden, egal welche Seite Sie besuchen.

22.05.2012
08:45
Facebook als Datenkrake (1/2)
von Plem | #3

Mir ist es vollkommen egal, wie die Leute ihr Geld in den Sand setzen; wichtig ist nur, daß wir sie nicht irgendwann "retten" müssen wie seinerzeit die Banken. Das wäre wirklich der Gipfel!

Das wirklich Schlimme an Facebook ist dieser geradezu triebtäterhafte Drang zum Abgreifen und Sammeln von Daten, so wie es von Herrn Hofmann im letzten Absatz des Artikels beschrieben wird. Facebook und auch andere "soziale" Portale lassen ihre Nutzer darüber abstimmen, wie und in welchem Umfang ihre Daten verwertet werden. Aber ich frage mich nun, wie man etwas zur Abstimmung stellen kann, was gesetzlich verboten ist? Unsere offiziellen obersten Datenschutzbeauftragten sind an Naivität kaum noch zu übertreffen, was ihren originären Auftrag angeht. Im Grunde genommen müßte Facebook hier in Deutschland komplett abgeschaltet werden, wenn den Datenschutzbestimmungen Genüge getan werden soll.

22.05.2012
01:52
Facebook-Aktien fallen deutlich unter ihren Ausgabepreis
von nothdurft | #2

Alles heisssssssssssssssse luft. , die kann man bald für 5 € erwerben.

1 Antwort
Facebook-Aktien fallen deutlich unter ihren Ausgabepreis
von Jorgio | #2-1

Du irrst Dich, die bekommst du bald unter 1 € , mehr ist heiße Luft nicht wert- ein Kunstprojekt dieser Art hat Käufer gefunden, das zeigt die allgemeine Dummheit, all die jenigen die damit Geld verloren haben tun mir nicht leid, wer bald auch nicht mehr so lange lachen dürfte ist der Zuckerberg, den sein Konto wird immer mehr schrumpfen, naja vielleicht stößt er die Aktien noch diese Woche ab, da bleibt wenigstens noch etwas !

21.05.2012
19:47
Facebook-Aktien fallen deutlich unter ihren Ausgabepreis
von a_ha | #1

Ach, was. Das wundert mich jetzt aber.
Wo heiße Luft doch so teuer ist....

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