Energiekonzern RWE warnt vor steigendem Strompreis
25.10.2012 | 10:33 Uhr 2012-10-25T10:33:51+0200
München. Das Geschäft des Energieriesen RWE soll sich grundlegend ändern. Zukünftig sollen keine neuen Atomkraftwerke gebaut werden. Als Ersatz sollen erneuerbare Energien dienen. So möchte RWE verstärkt Solarparks bauen. Durch die Energiewende rechnet der Konzern im nächsten Jahr mit steigenden Stromkosten.
Der Energiekonzern RWE wird unter seinem neuen Chef Peter Terium keine neuen Atomkraftwerke mehr bauen. Damit beendet der Niederländer die Pro-Atom-Strategie seines Vorgängers Jürgen Großmann. "RWE steigt aus dem Neubau von Kernkraftwerken aus. Das hat strategische Gründe", sagte Terium der "Süddeutschen Zeitung". Der Konzern sei mit Verspätung bei den erneuerbaren Energien eingestiegen. "Jetzt holen wir auf", sagte Terium, der seit Juli an der Spitze von RWE steht.
Der Verkauf der britischen Atomtochter Horizon, die RWE gemeinsam mit dem Konkurrenten E.on betreibt, steht laut der Zeitung kurz vor dem Abschluss. Als Favorit für den Kauf gelte ein Konsortium um den japanischen Hitachi-Konzern.
Das Geschäft von RWE soll sich grundlegend ändern
Horizon wollte in Großbritannien nach bisheriger Planung mindestens zwei Atomkraftwerke bauen. Der Preis wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt.
Das Geschäft von RWE werde sich grundlegend ändern, sagte Terium. So wolle der Konzern etwa verstärkt Solarparks bauen. Die Technik werde immer günstiger. "In Südeuropa kann sie schon wettbewerbsfähig sein. In Deutschland fehlt nicht viel", erklärte er.
Die Netzentgelte sollen im nächsten Jahr um bis zu 23 Prozent erhöht werden und den Strompreis weiter verteuern. Neben den Zusatzkosten von etwa 60 Euro pro Jahr wegen der gestiegenen EEG-Umlage könnten einem Durchschnittshaushalt demnach weitere Ausgaben von zirka 30 Euro jährlich entstehen.
"Dass wir die Solartechnik lange komplett abgelehnt haben, war aus heutiger Sicht ein Fehler", sagte Terium. Auf Kritik an seinem Vorgänger Großmann verzichtete er jedoch. "Wäre ich damals in seiner Position gewesen, hätte ich auch sehr deutlich für unsere Interessen in der Kernenergie gestritten", erklärte Terium. Die Energiewende in Deutschland bezeichnete der Manager als richtige Entscheidung, drängte aber auf eine bessere Umsetzung. "Wir haben auf den ersten Metern vielleicht nicht immer alle Schritte richtig gemacht. Das muss noch besser werden. Sonst wird es schwierig."
Stromproduzent rechnet mit steigenden Strompreisen
Zugleich rechnet Deutschland größter Stromanbieter mit einem drastischen Anstieg der Strompreise im kommenden Jahr. Die Stromrechnung für den Durchschnittshaushalt könne "2013 um zehn Prozent und mehr steigen", sagte Terium der "Süddeutschen Zeitung". Für eine Durchschnittsfamilie könne dies eine Zusatzbelastung von 60 bis 90 Euro bedeuten.
Verantwortlich für den Preissprung seien die höhere Förderung erneuerbarer Energien, die steigenden Netzkosten und die weitgehende Befreiung der energieintensiven Industrie von den Netzkosten. Terium betonte, die Stromrechnung werde auch "so schnell nicht wieder sinken".
Staat ist bei drohendem Strompreis-Anstieg gefordert
Bei durch den Preisanstieg drohenden sozialen Problemen sieht der Niederländer aber vor allem den Staat gefordert. Dies sei primär eine Aufgabe der Sozialpolitik. "Wir als Unternehmen können und sollen gar nicht wissen, wer bedürftig ist", sagte er.
Terium bekräftigte gleichzeitig den unter seiner Führung vorgenommenen Schwenk des Essener Energieriesen - weg von der Atomkraft, hin zu erneuerbaren Energien. "RWE steigt aus dem Neubau von Kernkraftwerken komplett aus. Das hat strategische Gründe", sagte der Manager. (dapd)

00:58
zu @ 4 Grüß Gott ,feder 24.
Sie haben nach einer Quelle für meine Behauptung gefragt bezgl. der Tatsache ,dass die Gestehungskosten für eine KW/h Solarstrom schon heute die sog. Marktreife erreicht hat?
Na dann schlagen Sie bitte mal im "EEG -Gesetz nach und realisieren Sie bitte ,dass dort ab dem 1.01. 2012 es etwas mehr als 21,5 Cent pro Kilowatt/h für den Erzeuger gibt.
Ich selbst muss über meinen Energie-Versorger schon 23,21 Cent pro Kilowatt/h bezahlen.
Wir sind nun jetzt also schon in der Situation ,dass die eigene Herstellung von Strom auf dem eigenen Dach ,bzw. genossenschaftlich organisiert , ein gutes Geschäft ist.
Das EEG -Gesetz ist ein genialer Geniestreich gegen die Konzerne und ihre Monopolmacht.
Weiter so
Und die ständige Befreiung von sog. "Strom - intensiven Betrieben " durch die Regierung Merkel ,dies wird zunehmend zu einem Bumerang für die Konzerne .
Merken SIe dies?
Nur die soziale Frage bezüglich des Energiepreises muss natürlich organisiert werden
10:42
Zitat:..Dezentralisierung ist angesagt..
Genau so ist es bei den neuen Strom Netzen, deren Plan in der FAZ veröffentlicht wurde.
Auffallend sind die neuen Leitungstrasse in Südwesten die von Frankreich über den Schwarzwald in den Bereich Stuttgart und im Südosten von Österreich nach Ostbayern führen.
FrankreichAKW-Cattenom; Österreich Alpenspeicher, die mit AKWStrom aus Tschechien gefüttert werden und als GRÜN-Strom in D landen. Alles Dezentral als Folge der Wende
18:51
Dezentralisierung ist angesagt, nicht die Zentralisierung. RWE hat keine Erfahrungen mit den neuen Energien. Das gibt es kein "VoRWEggehen". Darum ist das Vorhaben Quatsch. Die Bürger setzen jedenfalls auf mehr Dezentralisierung.
18:08
Zitat aus Antwort zu #3:
#2: "Rücklage für die Entsorgung" bezieht sich nur auf die AKW, nicht den Müll.
Aus Wikipedia (Weitereführende Quellen dort):
..Gemäß §21 des deutschen Atomgesetzes ist der Verursacher von radioaktiven Abfällen verpflichtet die Kosten für die Erkundung, Errichtung, sowie den Unterhalt von Anlagen zur geordneten Beseitigung des Abfalls zu tragen.[9] Zu diesem Zweck haben die Energieversorgungsunternehmen Rücklagen zu bilden, deren Höhe sich Ende 2009 auf etwa 28 Milliarden Euro belief.[10]
Zu Atommüll zählt auch das Geschehen mit abgebrannten BE wie Castorlagerung usw.. bzw. Reste der Wiederaufarbeitung, die in D gestoppt ist.
In der Bundesrepublik Deutschland hat der Gesetzgeber 1976 dem Bund die Verantwortung zur Einrichtung von Anlagen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle auferlegt (§ 9a Abs. 3 des Atomgesetzes, AtG).
http://www.bmu.de/atomenergie_ver_und_entsorgung/endlagerung_/allgemeines/doc/2738.php
zwar formal korrekt (danke für Richtigstellung), aber auf 500000 Jahre schwer preislich zu bestimmen. Die Rücklagen sind steuerfrei (8Mrd entgangene Steuern bis 2010). Nicht eingeschlossen Sanierung von Asse (weitere Steuergeld-Mrd) durch Müllabgabe an Kernforschungszentrum KA.
17:08
Das hört sich so an, als ruft der Bankräuber : "Haltet den Dieb!"
16:38
Zu Beitrag #3:
Es ist natürlich zunächst , zu den niedrigen Solarkosten, #1 angesprochen.
16:34
Zitat: aus: #2:
Die Gestehungskosten einer Kilowatt/h Strom aus einer Solaranlage ist jetzt schon in Deutschland niedriger als diejenigen Kosten ,die entstehen wenn man die gleiche Menge Strom mit herkömmlichen ,fossilen Quellen herstellt.
So,so , wo steht, das? Bitte Quelle nennen:
Der Solarstrom kostet den EEG Zahler wenn er aus 2004er Anlagen(laufen bis2024!) ca. 50 cent, aktuelle Anlagen ca. 20Cent je kWh! Kann alles in Wikipedia nachgelesen werden.
Braunkohlengrundlaststrom kostet den Großhändler ca. 5 Cent je kWh..,
der jetzt noch produzierte AKW Strom liegt gleich, darin ist eine Rücklage für die Entsorgung gestztlich festgelegt, was die Grünen auch nicht wissen wollen.
Hans Eichel, der SPD "Sparhans", wollte als Finanzminister auch schon mal an diese milliardenschwere Rücklagen. Ist ihm aber nicht gelungen!
#2: "Rücklage für die Entsorgung" bezieht sich nur auf die AKW, nicht den Müll.
15:58
die Konzerne haben ein Geschäftsmodell von 1850: Ausgraben und verheizen, die Folgen bezahlt die Weltgemeinschaft. Kein Cent im Strompreis bezahlt Umweltschäden und Atommüll, kein AKW ist versichert gegen den Super-GAU.
Es wird unerträgliche Propaganda gegen die erneuerbaren Energien betrieben, um Angst zu schüren, damit Neurath und Brokdorf lange weiterlaufen sollen.
11:45
der Nachfolger des notorischen Atom - Fetischisten Großmann ,also der Niederländer Terium an der jetzigen Manager -Spitze bei RWE.
Seine Aussage ,dass die Photovoltaik bisher lediglich in den südeuropäischen Ländern schon wettbewerbsfähig sein kann und bei uns in Deutschland würde nicht mehr viel fehlen ;dies ist objektiv falsch.
Die Gestehungskosten einer Kilowatt/h Strom aus einer Solaranlage ist jetzt schon in Deutschland niedriger als diejenigen Kosten ,die entstehen wenn man die gleiche Menge Strom mit herkömmlichen ,fossilen Quellen herstellt.
Spannend wird sein, wie es der Niederländer schaffen will, den bisherigen ,exorbitanten Gewinn des Konzerns -wegen dessen faktischer Monopolstellung bei der Herstellung von Strom - in die neue Solarzeit herüber retten will.
Das Eigentum und die Strukturierung bei den Firmen ,die die Strom -Verteilungsnetze betreiben ;dies wird strategisch immer wichtiger.
Staat merkst Du was?
banana republika erwache!