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Sozialgefälle

Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen

25.10.2012 | 11:43 Uhr
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
Einkommen Vollzeitbeschäftigter steigen um 3,2 Prozent (dapd)

Hamburg.   Seit Jahren hat sich das Sozialgefälle in Deutschland verstärkt. Durch die gute Beschäftigungslage und die Tariferhöhungen hat sich die Situation der unteren Einkommensgruppen nun verbessert - während die reicheren Schichten stagnieren. Wegen der Finanzkrise ist aber sehr unsicher, ob sich der Trend fortsetzt.

Die Einkommensschere in Deutschland hat sich einer Studie zufolge wegen des besseren Arbeitsmarktes erstmals seit Jahren wieder etwas geschlossen. Die verfügbaren Einkommen der unteren 40 Prozent der Bevölkerung legten im Jahr 2010 im Vergleich zu 2009 real um etwa zwei Prozent zu, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seiner am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung feststellte. Die mittleren und oberen verfügbaren Einkommen stagnierten dagegen. "Der jahrelange Trend einer Erhöhung der Einkommensungleichheit scheint gestoppt", fasste DIW-Ökonom Markus Grabka zusammen.

Grund dafür ist demnach die Erholung am Arbeitsmarkt. "Der ärmere Teil profitierte von höheren Tariflohnsteigerungen und einem Anstieg der Zahl von Personen mit Erwerbseinkommen um 700.000", sagte Grabka. "Der reichere Teil der Bevölkerung musste dagegen Rückgänge bei den Einkommen aus Vermögen hinnehmen." Ob sich die Schere noch weiter schließt, bleibt ungewiss. "Die Konjunktur trübt sich derzeit ein und die aktuell noch gute Arbeitsmarktentwicklung könnte von der Euro-Krise gebremst werden", sagte der Experte.

Armutsrisiko bleibt gleich

Trotz der Einkommenszuwächse hat sich das Armutsrisiko aber kaum verringert. 14 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen müssen mit höchstens 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen - das entspricht etwa 990 Euro monatlich - und gelten damit als armutsgefährdet. Im Krisenjahr 2009 hatte es mit 15 Prozent noch einen Negativrekord gegeben.

Die leichte Verbesserung beschränkt sich allerdings auf Westdeutschland. "In Ostdeutschland lebt noch immer jede fünfte Person unterhalb der Armutsrisikoschwelle", sagte DIW-Forscher Grabka. "Insgesamt scheint es Deutschland aber gelungen zu sein, die sozialen und ökonomischen Risiken der Wirtschafts- und Finanzkrise einzugrenzen."



Kommentare
26.10.2012
18:21
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
von silera | #7

In einer Studie hat man festgestellt , das die Sonne sich um die Erde dreht. Das Zentralgestirn ist unsere Erde , von ihr ging der Urknall aus ,und sollte es im Weltall irgendwo Leben geben so stammt es von der Erde, denn nur hier war der Garten Eden.

25.10.2012
16:40
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
von wkah | #6

Wenn es sich hierbei um Fakten handelt, hat das DIW noch ein paar Fakten:

Im Durchschnitt arbeiten Geringverdiener mit Vollzeitjob laut DIW-Studie 45 Wochenstunden - und damit zwei Stunden mehr als alle anderen Vollzeitkräfte. Insgesamt erhielten demnach im Jahr 2010 rund 22 Prozent aller Beschäftigten einen Niedriglohn. Mehr als die Hälfte übte eine Tätigkeit aus, für die eine Lehre oder ein Hochschulabschluss nötig ist.

25.10.2012
15:07
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
von doddl2 | #5

@#1 - #4: Fakten bleiben auch dann Fakten, wenn man nicht daran glauben will.

1 Antwort
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
von meinemeinungdazu | #5-1

Verarsche bleibt Verarsche! Träumen Sie weiter.

25.10.2012
14:54
Das DIW...
von worldsaway | #4

...ist eine Lobbyeinrichtung der Unternehmen, eine PR-Organisation die sich als "Institut" bezeichnet und die Lobbyisten die dort tätig sind bezeichnen sich als "Forscher". Nächstes Jahr ist Bundestagswahl und das DIW hat die Aufgabe Muttis Wiederwahl sicherzustellen, also wird die PR-Maschinerie so langsam auf Touren gebracht. Es werden in den nächsten Monaten sicherlich noch viele derartige "Studien" folgen. An sich wäre das kein Problem wenn die Medien diese kritisch betrachten und hinterfragen würden, anstatt die Pressemeldungen einfach nur abzudrucken. Das totale Versagen der Medien als 4. Gewalt macht es den Lobbyisten sehr leicht mit derartiger Manipulation das gewünscht Wahlergebnis zu produzieren.

1 Antwort
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
von meinemeinungdazu | #4-1

Sie haben absolut recht.

25.10.2012
12:56
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
von meinemeinungdazu | #3

Was für eine Studie? Wer hat sie manipuliert? Wer will die Bürger verarschen? Ist es bereits Einflussnahme auf die Wahlen? Wenn mann das weniger Netto der Rentner und meisten Arbeitnehmer berücksichtigt, ebenso die erheblich gestiegenen Kosten in den Bereichen Strom, Gas, Wasser, Sprit, Öl sowie der kommunalen Kosten und Steuern und einiger wichtigen Lebensmittel betrachtet, kann die Schere zwischen Arm und Reich nur weiter geöffnet worden sein. Von einer Schließung merkt jedenfalls meine Familie nichts, gar nichts. Es ist absichtliche Täuschung der Bürger. Sie sollten nicht darauf hereinfallen.

25.10.2012
12:19
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
von wkah | #2

Erklärt uns jetzt morgen ein Wirtschaftsinstitut

"Die Erde ist eine Scheibe"

25.10.2012
12:13
Einkommensschere schließt sich erstmals wieder - ein bisschen
von AndyST | #1

Soll der Mob beruhigt werden mit dieser Meldung?
Das ist doch wohl ein Witz, oder?

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