Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Facebook

Mark Zuckerberg stellt Facebooks neue Suchfunktion vor

15.01.2013 | 20:32 Uhr
Mark Zuckerberg stellt Facebooks neue Suchfunktion vor
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat eine neue Suchfunktion in dem Sozialen Netzwerk vorgestellt.Foto: rtr

Menlo Park.  "Freunde, die in meiner Stadt leben" oder "Fotos, die meine Freunde 2009 eingestellt haben": Solche Anfragen will Facebook künftig verstehen und den Nutzern entsprechend gefilterte Ergebnisse anzeigen können. Unternehmensgründer Mark Zuckerberg stellte die neue Funktion vor.

Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook macht es einfacher, die vielen Informationen seiner mehr als eine Milliarde Nutzer zu durchstöbern. Gründer Mark Zuckerberg stellte am Dienstag im kalifornischen Menlo Park eine neue Suchfunktion vor. Anstelle der regulären Internetsuche solle diese Funktion Antworten auf spezielle Fragen liefern, sagte der Facebook-Chef. Als Beispiel für Anfragen nannte er "Fernsehserien, die meinen Freunden gefallen" und "Fotos meiner Freunde aus 2009". Damit greift Facebook verstärkt den Konkurrenten Google auf dessen Territorium an.

Bei den Ergebnissen sollen die Privatsphären-Einstellungen der Nutzer berücksichtigt werden. Es würden nur Ergebnisse angezeigt, die entweder als "öffentlich" markiert oder mit dem jeweils Suchenden geteilt wurden, betonte Facebook. Somit sollen Nutzer nur die Ergebnisse sehen, die sie bereits an anderer Stelle in ihrem Facebook-Netzwerk auffinden könnten. Zunächst können Informationen über Kontakte, Fotos, Orte und Interessen durchsucht werden, weitere Kategorien sollen später folgen.

"Neuer Weg für Menschen, Informationen auf Facebook zu finden"

Es sei "ein neuer Weg für Menschen, Informationen auf Facebook zu finden", erklärte Zuckerberg. Um die Funktion zu nutzen, geben Nutzer ihre Suchanfrage in einen größeren Suchschlitz am oberen Ende der Facebook-Webseite ein. Die Antworten werden dann aus den Informationen von Freunden und Facebook-Kontakten herausgefiltert, erklärte Zuckerberg. Die Anfragen können kombiniert werden, beispielsweise um Freunde zu finden, die in einer bestimmten Stadt leben. Bei Suchanfragen außerhalb der Facebook-Welt (zum Beispiel "das neue Album von Rihanna") springt die Microsoft-Suchmaschine Bing ein.

An der Funktion werde noch herumgeschraubt, sagte Zuckerberg. Sie steht daher vorerst nur wenigen englischsprachigen Nutzern aus den USA zur Verfügung. Nach und nach soll sie für weitere Regionen freigeschaltet werden.

Facebook war im Mai vergangenen Jahres an die Börse gegangen und sucht seitdem verstärkt nach Wegen, mit seinem beliebten Netzwerk Geld zu verdienen. Suchmöglichkeiten nach Filmen oder Restaurants, die die eigenen Kontakte empfehlen, könnten auch für Werbekunden interessant sein. Zuckerberg stellte allerdings keine schnellen Einnahmen in Aussicht, sondern sagte nur, die Suche könne ein zukünftiges Geschäftsfeld sein. Die Börsianer hatten offenbar mehr erwartet: Die Facebook-Aktie verlor nach der Präsentation 2,74 Prozent auf 30,10 Dollar.

Das Online-Netzwerk hatte schon lange die Vorzüge einer "Sozialen Suche" betont, bei der die Informationen der eigenen Freunde ausgewertet werden. Doch die Suchfunktion bei Facebook war bisher sehr eingeschränkt. Die neuen Möglichkeiten könnten nun Suchanfragen der Nutzer von Google oder Bewertungsportalen wie Yelp abziehen - zum Beispiel, wenn sie lieber nach einem Restaurant suchen, dass ihre Freunde mögen. Mit Google streitet Facebook bereits seit Jahren um den Zugang zu Nutzerinformationen. Der Suchmaschinenbetreiber baute zudem mit Google+ ein eigenes Online-Netzwerk auf. (dpa)


Empfehlen
Themenseiten
Kommentare
Kommentare
Aus dem Ressort
Shitstorms verursachen keinen Gewinneinbruch bei Unternehmen
Shitstorms
Kaum ein Internet-Phänomen fürchten Unternehmen mehr als den Shitstorm. Wenn Tausende User über Facebook oder Twitter ihrer Wut auf das Unternehmen freien Lauf lassen, geraten Konzernlenker ins Schwitzen. Doch einen neue Studie zeigt, dass die Aufregung um Shitstorms ziemlich ungerechtfertigt ist.
Professor aus Wetter entwickelt multimediales Lernkonzept
Statistik-App
Hans-Joachim Mittag aus Wetter hat gemeinsam mit Informatikern an der Fern-Universität Hagen eine App entwickelt, mit der Statistik praxisnah erlebt werden kann und die zum Lernen motivieren soll. Damit sollen Formeln besser verstanden werden.
Innenministerium verteidigt Überwachung sozialer Netzwerke
Überwachung
Der Bundesnachrichtendienst und die Bundeswehr wollen künftig auch soziale Medien wie Facebook und Twitter beobachten, um internationale Trends frühzeitig zu entdecken. Diese Art der Überwachung würde sich im Rahmen des Grundrechts bewegen, rechtfertigt das Bundesinnenministerium.
Auch Olsberg bekommt schnelles Internet mit LTE-Technik
Internet
Als letzte Region im Hochsauerlandkreis bekommt nun auch Bigge-Olsberg die LTE-Technik für das Smartphone und Tablet. Ab sofort können Fotos und Musikdateien in ähnlich schnellem Tempo verschickt werden wie über das Festnetz. Mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde erhöht sich die Geschwindigkeit.
Google erfüllt rund jeden zweiten Löschantrag
Google
Google gibt erstmals Einblick in seinen Umgang mit den vielen Anfragen zur Löschung von Internet-Links in Europa. Demnach werden mitnichten alle Forderungen durchgewunken, knapp jeder dritte Antrag wird abgewiesen.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos
Erinnerungen an 25 Jahre Game Boy
Bildgalerie
Spielkonsole
Merkel macht Selfies mit Schülern
Bildgalerie
Kanzlerin
Handys im Wandel der Zeit
Bildgalerie
Technik
Chaos Computer Club
Bildgalerie
30C3