Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Deutsche Bank

Deutsche Bank streicht 1900 Stellen

31.07.2012 | 14:11 Uhr
Deutsche Bank streicht 1900 Stellen
Die Deutsche Bank streicht 1900 Stellen, die meisten davon im Investmentbanking.Foto: dapd

Frankfurt.  Die Deutsche Bank baut massiv Arbeitsplätze ab: Allein im Investmentbanking sollen nach Angaben der Bank 1500 Stellen wegfallen, insgesamt will die Bank 1900 Arbeitsplätze abbauen. Damit drei Milliarden Euro eingespart werden. Die Aktionäre will die Bank nur im Notfall um frisches Kapital bitten.

Die Deutsche Bank streicht 1900 Stellen. Allein 1500 Arbeitsplätze sollen im Investmentbanking wegfallen, teilte Deutschlands größtes Geldinstitut am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Die Deutsche Bank will nach eigenen Angaben 3,0 Milliarden Euro einsparen.

Ihre Aktionäre nur im Extremfall um frisches Kapital bitten. "Die Bank beabsichtigt, alle verfügbaren Kapitalhebel zu nutzen, bevor sie in Betracht zieht, bei Investoren Aktienkapital aufzunehmen", teilte die Bank am Dienstag in Frankfurt mit. Bis Ende des ersten Quartals 2013 will der deutsche Branchenprimus ein Kapitalpolster (Core Tier 1-Quote) von etwa zehn Prozent der risikogewichteten Aktiva aufbauen, indem sie ihre Bilanzrisiken senkt und das Wachstum aus eigener Kraft vorantreibt. "Darüber hinaus setzt sich die Bank zum Ziel, die Kernkapitalquote im Laufe des Jahres 2013 und darüber hinaus weiter zu stärken", hieß es in der Mitteilung.

Die Anleger reagierten erleichtert auf die schwindende Gefahr einer großen Kapitalerhöhung: Die Deutsche-Bank-Aktie legte um 3,4 Prozent zu. (dapd/afp)


Kommentare
01.08.2012
10:39
Deutsche Bank streicht 1900 Stellen
von grundwissen | #2

Dazu die Artikelüberschrift des WAZ-Konzerns an anderer Stelle: "Sommerferien treiben Arbeitslosenzahlen nach oben"! Aha, so einfach kann die Welt sein!

01.08.2012
09:58
Deutsche Bank streicht 1900 Stellen
von Pit01 | #1

DIe NRZ von heute spricht von 2.000 Mitarbeitern. Das ist die " Kleinigkeit" von 100 Jobs. Welche Angabe ist denn richtig?

Aus dem Ressort
Massen-Entlassungen bei Hänsel-Textil in Iserlohn
Hänsel-Textil
Nach mehr als 105 Jahren vor Ort steht das Iserlohner Unternehmen Hänsel-Textil vor der Umstrukturierung. Die Stoff-Produktion in Iserlohn soll veräußert werden - 50 Mitarbeiter müssen deshalb gehen. Eine Transfergesellschaft soll ihnen helfen.
Druck auf Putin - EU verhängt Sanktionen gegen Russland
Ukraine-Konflikt
Der Druck auf Wladimir Putin wächst: Mit einem für EU-Verhältnisse ungewöhnlich schnellen Schulterschluss haben sich alle 28 EU-Regierungen auf Wirtschaftssanktionen gegen Russland geeinigt. Der Zugang Russlands zu den EU-Finanzmärkten soll erschwert werden.
Bahn zahlte Kunden nach "Ela" sechsstellige Summe aus
Unwetter
Das Unwetter von Pfingstmontag war höhere Gewalt, trotzdem müssen Bahnunternehmen ihren liegengebliebenen Fahrgästen einen Teil des Ticketpreises erstatten. Die Bahn in NRW hat bislang eine sechsstellige Summe an ihre Kunden ausgezahlt - und noch immer kann man Anträge stellen.
Aquatherm plant die Zukunft der Rohrfertigung
Wirtschaft
Der Attendorner Weltmarktführer für Rohrleitungssysteme aus Kunststoff plant ein 15-Millionen-Invest. Im Industriegebiet Biggen soll auf 15000 Quadratmetern eine neue, hochmoderne Produktionsstätte entstehen.
Elf Schweinemasten wegen Antibiotika im Tierfutter gesperrt
Landwirtschaft
Weil Kontrolleure ein verbotenes Antibiotikum im Tierfutter entdeckt haben, sind elf Schweinemastbetriebe in NRW vorerst gesperrt, drei davon im Kreis Kleve. Das betroffene Futter stammt aus den Niederlanden. Die Behörden prüfen nun, ob verunreinigtes Fleisch bereits in den Handel gelangt ist.
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?