Das beliebte Party-Getränk „Hugo“ erzürnt Boss
24.10.2012 | 12:42 Uhr 2012-10-24T12:42:00+0200
Metzingen. Angeblich klagt der Modekonzern Hugo Boss gegen Wirte, die das Modegetränk „Hugo“ ausschenken. Das Unternehmen weist das zurück: „Alles Unsinn“, sagt eine Sprecherin. Worum es geht: Einige Getränkehersteller wollen sich offenbar die Marke „Hugo“ rechtlich schützen lassen. Dagegen allerdings wehrt sich der Konzern.
Ein großes Glas, Prosecco, Soda, Holundersirup, Zitrone, reichliche Eiswürfel und zum Schluss ein paar Blättchen frische Minze – fertig ist ein frischer „Hugo“. Das harmlose Mix-Getränk, vor allem in Österreich beliebt, sorgt allerdings für Streit. Der deutsche Modekonzern Hugo Boss sei über die Verwendung seines Namens für einen Drink gar nicht amüsiert, heißt es. Schließlich ist der Name seit langem markenrechtlich geschützt.
Schon bald wurde im Internet und unter Gastronomen von Anwaltsbriefen berichtet, die Wirten und Getränkeherstellern angeblich untersagen sollten, den Markennamen zu verwenden. „Ich rate allen, den Namen Hugo nicht mehr anzuschreiben und ihn nirgends zu verwenden“, mahnte die zuständige Abteilung der österreichischen Wirtschaftskammer alle Wirte und Getränkehersteller.
„Ziemlicher Quatsch“
Hugo Boss als Spaßbremse? „Das ist alles ein ziemlicher Quatsch“, stellt Hjördis Kettenbach, Sprecherin des Modekonzerns, klar. Kein Wirt bekomme Probleme mit Boss, wenn er weiterhin „Hugo“ auf der Karte habe und verkaufe. Das Ganze hat man zunächst in der Konzern-Zentrale Metzingen nicht besonders ernst genommen, „doch langsam wird es ärgerlich“, so Kettenbach.
Holunder ist eines der am weitesten verbreiteten Sträucher in NRW. Jetzt stehen die Büsche gerade in voller Blüte. Aus den Holunderblüten lässt so manches Getränk verfeinern. Hier gibt's das Rezept für "Hugo", das Trendgetränk dieses Sommers.
Worum es eigentlich geht: „Es gibt einige große Getränkehersteller, die sich die Marke Hugo eintragen lassen wollen. Das sagen wir: nein. Die Rechte an der Marke haben wir und geben sie nicht her.“ Das Unternhemen werde sein Logo schützen und keine Kopie des bekannten Schriftzugs hinnehmen.
Verhandlungen laufen
Mit den Getränkeherstellern würden derzeit Gespräche geführt und man sei auf dem Weg der Einigung. Die Verwendung des Namens „Hugo“ werde nicht verboten, sondern nur dessen Eintragung als geschützte Marke, erklärt Kettenbach. Wie das aussehen könnte, darüber müsse man sich nun mit den Herstellern einigen. Die Gäste in den Kneipen und Cafés werden also auch in Zukunft ohne Furcht vor den Boss-Anwälten in Ruhe ihren „Hugo“ schlürfen können.

17:10
Also vor zwei Wochen auf einer Geburtstagsparty kam mir das Getränk Hugo das erstmal vor die Nase bzw. ins Gespräch. Kannte ich bis dahin nicht, aber an was auch immer ich gedacht habe, Hugo Boss war es nicht.
15:08
Nein, man kann nicht jeden Begriff schützen lassen. Zb. das Wort "Sonne" kann man nicht schützen lassen. Aber Zb. "Hotel zur Sonne", das geht
14:05
Was ist denn jetzt mit dem allwissenden Forumstroll Hugo ???
11:51
Mein Hund heißt Hugo und er meint ich bin sein Boss,watt nu...
:)
10:01
Jaja, sprach der alte Oberförster -
Hugo war sein Name …
08:58
Ich kenne Hugo das Dschungeltier und der Boss sitzt im Büro . Also lasst den Hugo - Hugo sein und ändert euren Firmennamen ;-)
08:20
Es besteht nun absolut keine Gefahr ein Getränk mit einer Modemarke zu verwechseln. Das Problem sind die Gesetze. Es kann jeder, sofern er dafür bezahlt, jeden Begriff schützen zu lassen. Ob der Begriff ihm zusteht oder allgemeingut ist spielt dabei überhaupt keine Rolle. Wer zahlt hat Recht. Das verleitet Hersteller dazu anstatt sich Marktanteile durch gute Produkte zu sichern, die Pfründe durch Anwälte zu erhalten.
Hier ist der Gesetzgeber gefordert. Das Markenschutzrecht als auch des Urheberrecht bedürfen dringend einer Reform. In seiner jetzigen Fassung nützt es nur den Anwälten.
Da haben Sie vollkommen recht.
Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass der Gesetzgeber - also uns Volksverräter - einen Teufel dagegen tun werden...
Welche "Berufsgruppen" sitzen denn im Bundestag? Richtig, Anwälte und Lehrer...
15:11
und demnächst darf ich mein Kind nicht mehr Willi, Frank oder Hugo taufen lassen, dann muss ich Lizenzen von mehrenen tausend EUR zahlen?
Langsam gehen mir die geldgeilen Anwälte auf den Geist!
12:57
Gab doch mal ne Zeche "Hugo" in Gelsenkirchen. Vielleicht kann die RAG ja mal den Modekonzern verklagen und so noch etwas "Kohle" fördern.
Außerdem, der "Boss" das war doch Helmut Rahn, dessen Erben sollten mal prüfen ob der Modekonzern den Namen nicht widerrechtlich verwendet.
Werde jetzt erstmal schnell googln ob mein Vorname für irgendein Produkt verwendet wird, werde den Hersteller dann sofort verklagen...
War der Boss nicht Bruce Springtsteen?
12:55
... versucht aber auch, jeden Mist als Markennamen eintragen zu lassen. Kaum ist etwas nur leicht in Mode, versucht jemand, sich das schützen zu lassen.
Interessant ist allerdings, was ein Getränk mit dem Markennamen Hugo Boss zu tun haben sollte. Wenn da Schriftzüge kopiert werden - ok. Aber ansonsten ist doch kein Bezug zu diesem Teil des Markennamens einer Modefirma zu erkennen.
Moin Partik,
Da Modekonzerne a la Hugo Boss auch andere Produkte vertreiben oder lizensieren, wie z.B. Parfüm, müssen Sie auch in anderen Produktbereichen auf Namensklarheit achten.
Stimmt, in PArfüm ist ja auch Alkohol und es lässt sich trinken. Da besteht schon eine Verwechslungsgefahr.