Bundesbank-Chef sieht Euro-Krise längst nicht überwunden
29.12.2012 | 14:40 Uhr 2012-12-29T14:40:08+0100
Berlin. Bundesbankpräsident Weidmann warnt davor, die Eurokrise voreilig abzuhaken. "Die Ursachen sind noch lange nicht beseitigt", sagte er in einem Mediengespräch. Weidmann warnte vor einer Krisenmüdigkeit. Die Politik müsse die Eurokrise nach wie vor im Blick behalten.
Bundesbankpräsident Jens Weidmann sieht die Euro-Krise noch längst nicht als überwunden an. Die Ursachen seien noch lange nicht beseitigt, sagte Weidmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dass sich allenthalben Krisenmüdigkeit ausbreite, werde zur Gefahr, "wenn die Politik mit der Krise nichts mehr zu tun haben will und erwartet, dass die Notenbank die Kastanien aus dem Feuer holt", warnte er.
Weidmann bekräftigte seine Kritik am Kurs der EZB, notfalls unbegrenzt Anleihen zu kaufen. Sein Dissens mit EZB-Chef Mario Draghi bestehe weiter. "Ich befürchte stabilitätspolitische Risiken und die Gefahr einer Vermischung von Geld- und Fiskalpolitik", betonte er. Die Notenbank könne lediglich "Solvenzrisiken zwischen den Euroländern unbegrenzt umverteilen", was eine Art Versicherung sei: "Aber die Versicherung macht das System noch nicht stabiler." Das Eurosystem dürfe sich nicht in die Nähe zur monetären Staatsfinanzierung begeben, warnte Weidmann abermals.
Weidmann betont Unabhängigkeit der Bundesbank gegenüber Regierung
Die relativ niedrige Inflation könne sich ändern, wenn die Konjunktur wieder anziehe und die Zinsen erhöht werden müssten. Deshalb halte er es auch für "brandgefährlich", wenn wieder darüber diskutiert werde, "ob man nicht ein bisschen mehr Inflation zulassen sollte".
Auch die Sparer in Deutschland würden bereits jetzt durch die Politik der EZB zur Eurorettung belastet, weil die Zinsen für Sparguthaben niedriger seien als die Inflationsrate: "Negative Realzinsen sind Folgen der Geldpolitik in der Krise, die der Sparer unmittelbar spürt."
Auf die Frage, ob seine Haltung in der Eurokrise von Bundeskanzlerin Angela Merkel gedeckt werde, sagte Weidmann: "Wir haben unsere Unabhängigkeit bekommen, um Kurs zu halten, selbst wenn die Politik nicht hinter uns steht." (rtr)

22:44
Oh ein echter Schnellmerker...kommt der auch von Goldman Sachs Group, Inc....gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter!
19:10
;o)
und die erde ist eine scheibe
;o)
19:00
,der Herr Jens Weidmann.
Seines Zeichens derzeitiger Bundesbank - Chef und Nachfolger des zurück- getretenen Herrn Weber.
Und nun fehlt noch der dritte im neoliberalen Männerbunde ,nämlich der Herr Jörg Asmussen ,also der Finanz- Staatssekretär des derzeitigen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zu Zeiten als der Peer Finanzminister in der großen Koalition war.
Alle drei Herren gestandene Monetaristen und Neos.
Und der Herr Weber war sogar der Professor von Herrn Asmussen und mit Herrn Weidmann seit den 90 igern befreundet.
Auf Neudeutsch könnte man die Verbindung dieser drei Herren auch als Seilschaft eines Trio Infernale der höheren Schule des Neoliberalismus bewerten.
Geradezu ärgerlich wie Herr Weidmann wiederholt an der derzeitigen Vorgehensweise der EZB -quasi von hinten - herum stänkert.
Wohl wissend ,dass die Zentralbanken der anglo- amerikanischen Länder die Staatsschuldverschreibungen sogar direkt aufkaufen.
Wo bleibt sie ,die Hyper - Inflation dort , Herr Weidmann????
17:59
Verstehe ich nicht. Die hochgelobte Mutti hat doch gesagt, alles ist gut...
17:44
So ist das. Das Wasser des Finanzmeeres hat sich nur scheinbar beruhigt und zieht sich gerade zurück. Das tut es vor TSUNAMIS aber immer .....
15:21
Häh?Überwunden? Die ist in vollem Gange und nicht zu stoppen. Das wird spätestens nach der BT-Wahl 2013 spürbar. Wird Zeit, daß mal jemand den "Wachturm" verteilt...
14:52
...sagt einer, der Krise nicht einmal im Ansatz richtig verstanden hat.
Stattdessen bleibt Weidmann seiner monetaristischen, weltfremden Ideologie treu.
Bis zum bitteren Ende.
Es kann ja auch nicht sein, dass seine Schmierereien sich letztlich als Blödsinn erweisen.
Seine ganze Reputation wäre dahin.
Wer ist schon Weidmann? Einfach nur Karlot fragen und die gelbe Glocke läuten.
Wer ist schon Weidmann? Karlot fragen und auf die gelbe Glocke hören!