Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Technologie

Bosch verabschiedet sich aus dem Solargeschäft

22.03.2013 | 15:20 Uhr
Bosch verabschiedet sich aus dem Solargeschäft
Die Solarzellenfabrik der Bosch Solar Energy AG in Arnstadt. Bosch nennt hohe Verluste als Hauptgrund für den Ausstieg aus dem Solargeschäft.Foto: dpa

Stuttgart/Arnstadt.  Der Technikkonzern Bosch steigt aus dem Geschäft mit Photovoltaik aus. Das teilte Bosch am Freitag in Stuttgart mit. Zuvor hatte es bereits entsprechende Medienberichte gegeben. Grund für die Entscheidung sind die Verluste, die der Unternehmenszweig machte.

Der Technologiekonzern Bosch schließt seine defizitäre Solarsparte. "Bosch Solar Energy ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, die Wettbewerbsfähigkeit des Bereiches herzustellen", teilte der Konzern am Freitag in Stuttgart mit.

Bosch hatte in seiner Solarsparte bereits Ende 2012 den Standort in Erfurt geschlossen. Neben dem Hauptsitz im thüringischen Arnstadt ist Bosch Solar Energy auch in Brandenburg an der Havel und im französischen Vénissieux vertreten. Nach vorläufigen Zahlen hat die Sparte allein 2012 Verluste von gut einer Milliarde eingefahren.(dapd/dpa)



Kommentare
24.03.2013
00:07
Bosch verabschiedet sich aus dem Solargeschäft
von prorevier | #1

Photovoltaik ist für ein Industrieland wie Deutschland einfach nur peinlich. Ein Glück, dass ein Grossunternehmen wie Bosch aus dieser veralteten perspektivlosen Technologie aussteigt. Wenn wir jetzt noch diese ruinöse Förderung los würden, könnten wir vielleicht irgendwie wieder den Anschluss schaffen.

Aus dem Ressort
Duisburger DPD-Betriebsrat für tapferen Kampf ausgezeichnet
Mitbestimmung
Wochenlang hielten Mitarbeiter von DPD in Duisburg 2009 eine Mahnwache ab. Sie protestierten damit gegen ihre Ausgliederung in eine Firma, die nicht mehr nach Tarif zahlte. Die Ausgliederung wurde später wieder rückgängig gemacht. Nicht nur dafür erhielt der Betriebsrat jetzt mehrere Auszeichnungen.
Alle Essener Burger-King-Filalen sind geschlossen
Fast Food
Die Burger King-Restaurants an der Gladbecker, Kettwiger, Aktien- und Hans Böckler-Straße sind seit Sonntag dicht. Verdutzte Kunden stehen vor verschlossenen Türen. Ein Aushang des Betreibers, dem am Dienstag der Vertrag gekündigt worden war, versucht sich etwas unbeholfen in Optimismus.
Verband sieht Bäckereie durch Mindestlohn gefährdet
Handel
Steigende Preise und Schließungen von Bäckereien: Der vom kommenden Jahr an geltende Mindestlohn von 8,50 Euro macht dem deutschen Bäckerhandwerk nach eigenen Angaben schwer zu schaffen.
Im Ruhrgebiet verfallen die Immobilienpreise
Immobilien
Eine Studie des Onlinedienstes Immowelt zeigt: Das Ruhrgebiet hinkt dem großen Immobilienrausch in Deutschland hinterher, im Durchschnitt verlieren sie in Städten wie Dortmund und Essen sogar an Wert. Doch das muss nicht automatisch ein Nachteil sein.
EVG-Streik könnte kompletten Bahnverkehr lahmlegen
Zugverkehr
Bei der Bahn sind zwar weitere Treffen der Tarifparteien vereinbart. Die Verhandlungen aber bleiben schwierig. Die Gewerkschaft EVG droht nun erneut mit Streiks. Das könne auch parallel zu Lokführerstreiks der GDL passieren.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Fotos und Videos