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Barroso drängt Zypern zur Einigung auf Sparziele

08.10.2012 | 14:13 Uhr
Foto: /dapd/Steffi Loos

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso drängt die politische Führung in Zypern zur Eile: Regierung, Opposition, Gewerkschaften und Unternehmer müssten sich rasch auf Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen verständigen, erklärte Barroso am Montag in Nikosia.

Nikosia (dapd). EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso drängt die politische Führung in Zypern zur Eile: Regierung, Opposition, Gewerkschaften und Unternehmer müssten sich rasch auf Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen verständigen, erklärte Barroso am Montag in Nikosia. So sollen die Sparziele erreicht werden, die von der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) vorgegeben wurden.

Wenn alle Beteiligten den Ernst der Lage verstünden, könnten sie eine Einigung erzielen, sagte Barroso auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem zyprischen Präsidenten Dimitris Christofias. Zypern hatte im Juni um internationale Hilfe für seine angeschlagenen Banken gebeten. Danach wurde die Kreditwürdigkeit des Landes stark herabgestuft, so dass sich die Regierung kein Geld mehr auf dem freien Markt verschaffen kann.

Christofias hatte die Sparmaßnahmen im Umfang von etwa einer Milliarde Euro in der vergangenen Woche den Parteivorsitzenden vorgestellt. Oppositionsparteien kritisierten die Maßnahmen als ineffizient und zu stark auf Steuererhöhungen ausgerichtet. Außerdem fehlten ihrer Ansicht nach Mittel zur Belebung der Wirtschaft.

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