Amazon startet digitale Kindle-Leihbücherei in Deutschland
12.10.2012 | 10:43 Uhr 2012-10-12T10:43:39+0200
München. Amazon bietet Besitzern seines E-Book-Readers Kindle eine digitale Leihbücherei in Deutschland an. Kunden sollen ein Buch pro Monat leihen dürfen - ohne feste Rückgabefrist. Erst beim Download des nächsten Buches muss man das vorige zurückgeben. Voraussetzung ist die Prime-Mitgliedschaft
Der US-Onlinehändler Amazon startet noch im Oktober eine digitale Leihbücherei in Deutschland. Dort können Kunden jeden Monat kostenlos eines von über 200.000 sogenannten E-Books ausleihen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Voraussetzungen dafür sind jedoch ein Kindle-Lesegerät oder ein Tablet-Computer von Amazon wie der neue Kindle Fire HD sowie eine Mitgliedschaft beim Service Amazon Prime. Diese kostet jährlich 29 Euro. Mit anderen E-Book-Readern funktioniert die Ausleihe nicht.
Die Leihbücherei soll "im Laufe des Oktobers" in Deutschland starten, wie Amazon mitteilte. Unter den 200.000 elektronischen Büchern, die Amazon-Kunden dort ausleihen können, sind den Angaben zufolge 8500 deutschsprachige Titel. Für die Ausleihe gibt es keine Rückgabefrist. Erst wer ein neues E-Book ausleihen möchte, gibt das bis dahin ausgeliehene wieder zurück. Die digitale Leihbibliothek gibt es seit November bereits in den USA. Neben Deutschland soll sie nun auch in Großbritannien und Frankreich starten. (afp)

07:27
ist sicherlich ein Zukunftsmodell. Da kommt keine Stadtbücherei mit. Aber nur dann, wenn man frei in der Wahl der Lesegeräte ist.
Maximal 12 Bücher ausleihen im Jahr kosten bei Amazon 29,00 €. Da ist es in der Stadtbücherei billiger.
"....Dort können Kunden jeden Monat kostenlos eines von über 200.000 sogenannten E-Books ausleihen,,,,,"
13:03
Dann kauf ich mir eben zwei Lesegeräte, ein Kindle und das von Weltbild, zusammen ca. 130 €. Dann habe ich soviele Bücher die nichts kosten, das glaubt man garnicht. Wenn ein neues Buch auf beiden nicht zu bekommen ist, kauf ich halt mal wieder eins, wenn es denn unbedingt sein muß (wulff, kachelmann usw. hahaha).
Zwei Lesegeräte sind natürlich auch eine Option..
Aber Weltbild? Brrr.. Das ist doch dieser religiöse Verlag, der der katholischen Kirche gehört..
Der Skrupellose nutzt einfach entsprechende frei verfügbare Software, entfernt den Kopierschutz und wandelt kurzerhand in sein Wunschformat um.
12:26
Ich habe nun die Bestätigung, Lese Apps sind von dem Angebot ausgenommen.
Ich möchte dann an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es auch außerhalb der Amazon-Welt möglich ist, e-books auszuleihen..
Für unsere Region z.B. in der "onleihe-Ruhr"
http://www3.onleihe.de/verbund_ruhrgebiet/frontend/welcome,51-0-0-100-0-0-1-0-0-0-0.html
Allerdings gibt es hier wieder die Einschränkung, dass die geliehenen e-books nicht auf Amazons Kindles funktionieren..
Aber auf allen anderen Geräten..
11:59
@AnetteP
Ich sprach auch ausdrücklich von der Entwicklung, die ich bedenklich finde.
Für viele, die einfach nur lesen möchten und sich nicht mit Digitalem Rechtemanagement, Extra-Software am Rechner, auseinandersetzen möchten, ist der Kindle erste Wahl, wenn es um das elektronische Lesen geht.
Dazu kommt, dass Amazon seine Geräte subventioniert und sie so günstiger sind, als vergleichbare "freie" Geräte.
Und diese Leute haben dann keine (legalen) alternativen Angebote mehr, weil das Format (.mobi) ein anderes ist, als bei allen anderen Händlern (.epub).
E-Reader werden immer beliebter, Amazon mit seinem Kindle-Store ist auf dem besten Wege ein Monopolist zu werden, zumal es schon reichlich amazon-exklusive Titel gibt.
Ich persönlich werde mir keinen Kindle zulegen, ich habe einen Epub-Reader (Dessen Android OS lässt sich Jailbreaken, somit lässt sich dann auch die Kindle App installieren).
Aber wie viele Leute haben schon Lust sich damit technisch auseinander zu setzen?
11:25
Da Amazon kein Monopol auf elektronische Bücher und schon gar nicht ein Monopol auf Büchern in Papierform hat sehe ich überhaupt nichts bedenkliches an ihrem Vertriebssystem.
11:19
Da scheint Amazon wohl die gleiche Masche reiten zu wollen wie Apple. Kunden abhängig machen. Hoffentlich durchschauen die Kunden dies.
11:16
Verstehe ich das richtig?
Tablets anderer Hersteller mit Kindle App und Nutzer von Kindle for PC/Kindle for Mac sind von diesem Angebot ausgenommen?
Ich bin Amazon Prime Kunde, kaufe auch regelmäßig e-Books, habe aber nicht vor, mir einen Kindle zuzulegen.
Das ist eine meiner Meinung nach ganz bedenkliche Entwicklung.
Amazon ist nicht nur Vertrieb, Amazon ist auch Verlag. Amazon bestimmt für jedes Land, welche Inhalte, auf welchen Geräten gelesen werden dürfen..