"Nur starke Medien garantieren Qualität"
BAYREUTHER DIALOGE. Bodo Hombach glaubt an die Kraft und die Zukunft unabhängiger Zeitungen.
BAYREUTH. Ein klares Bekenntnis zum Qualitätsjournalismus auch in wirtschaftlich schwieriger Zeit legte Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, bei den "Bayreuther Dialogen" ab. In seinem Vortrag zum Thema "Moral der Medien - Im Zwiespalt zwischen Qualität und Profit" betonte Hombach vor den Zuhörern in der Universität Bayreuth, dass Qualität und Profit sich nicht ausschließen dürfen.
Hombach warnte vor dem Trend zum Gratisjournalismus, "der keine andere Funktion hat, als den Zwischenraum zwischen Anzeigen zu füllen". "Nur Journalismus, der einen Mehrwert bietet, der im unübersichtlichen Dschungel von geschenkten Informationen, Gerüchten und interessengeleiteten Storys und Inszenierungen einen glaubwürdigen Pfad für die Leser schlagen kann, darf was kosten und wird seinen Markt behaupten." Nur wirtschaftlich starke Medien könnten unabhängig und frei sein und damit auf Dauer journalistische Qualität sichern.
Hombach verwies auf den Ehrenkodex der Zeitungen der WAZ-Mediengruppe, der jeglichen Einfluss von Wirtschaftsinteressen auf die Berichterstattung ausschließt. Anders als in der Anarchie des Internets unterlägen klassische Medien einer gewissen Kontrolle und fühlten sich moralischen Kriterien verpflichtet. Die wichtigste Funktion der Medien bleibe auch in Zukunft "die Schaffung von Transparenz und dadurch die Kontrolle der Macht und der Mächtigen". (NRZ)











