Sport
Start frei für die Paralympics
11.03.2010 | 18:28 Uhr 2010-03-11T18:28:00+0100Sportler mit einer Behinderung messen sich bei ihren olympischen Spielen in Kanada
Frank Höfle kann ganz schlecht sehen. Trotzdem aber wird er in den nächsten Tagen in Kanada um Medaillen kämpfen. Frank Höfle läuft sehr gut Ski. Er nimmt an den Paralympics teil. Bei der Eröffnungsfeier in der Nacht zum Samstag darf er die deutsche Fahne tragen.
Die Paralympics sind die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderungen. Sie haben zum Beispiel Probleme mit den Beinen oder können wie Frank Höfle schlecht sehen.
Frank Höfle hatte als Kind einen Unfall mit einem Traktor. Seitdem ist er links blind und taub. Mit dem rechten Auge sieht er, aber nur ganz schlecht. Obwohl vieles für ihn schwieriger ist, ist er sehr erfolgreich. Er hat schon viele Preise im Skilanglauf und auch im Biathlon geholt. Bei den Paralympics will er nun noch einmal zeigen, was er kann. Er hofft auf Medaillen. Für ihn ist das sehr wichtig, denn er wird nicht noch einmal bei den Paralympics starten.
Weil bei den Paralympics Sportler mitmachen, die Behinderungen haben, werden sie häufig von anderen Sportlern unterstützt. Frank Höfle zum Beispiel hat einen Begleitläufer, der ihm den Weg weist.</p><p>Bei den Paralympics machen mehr als 500 Sportler aus 44 Ländern mit. Die Wettkämpfe sind in Kanada. Dort waren auch die Olympischen Winterspiele im Februar. Eröffnet werden die Spiele für Sportler mit Behinderungen in der Nacht zum Samstag. Dass Frank Höfle dann die deutsche Mannschaft ins Stadion führen und die deutsche Fahne tragen darf, ist für ihn etwas ganz Besonderes. Frank Höfle ist deswegen ganz aus dem Häuschen. Er sagte: „Ich bin total überrascht, damit habe ich gar nicht gerechnet, dass mir die Ehre nochmals zuteil wird. Es gibt so viele Athleten in unserer Mannschaft, die auch in Frage gekommen wären. Die Fahne bei der Eröffnungsfeier zu tragen, ist fast wie ein Medaillengewinn, es ist ein Erlebnis, das man nie im Leben vergisst.“
Die Paralympics gehen bis zum 21. März. 64 Wettbewerbe werden bis dahin ausgetragen.

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