An der Quelle der grünen Welle
29.05.2012 | 18:20 Uhr 2012-05-29T18:20:00+0200
Velbert. Auf der Kreuzung hat’s mächtig geknallt. Ein Pkw ist nicht mehr fahrtüchtig, der andere hat dicke Blechdellen. Und beide Fahrer sagen bei der Unfallaufnahme: „Ich hatte grün.“ Wessen Aussage stimmt, das lässt sich ab sofort auf dem Verkehrsleitrechner bei den Technischen Betrieben (TBV) nachprüfen
Auf der Kreuzung hat’s mächtig geknallt. Ein Pkw ist nicht mehr fahrtüchtig, der andere hat dicke Blechdellen. Und beide Fahrer sagen bei der Unfallaufnahme: „Ich hatte grün.“ Wessen Aussage stimmt, das lässt sich ab sofort auf dem Verkehrsleitrechner bei den Technischen Betrieben (TBV) nachprüfen. Was die Polizei denn auch tut.
„Wir können online am Bildschirm an jedem Punkt die aktuelle Situation einsehen, können jeweils die Verkehrsmenge erfassen und auswerten, und wir können mittels Aufzeichnung auch die Momentaufnahme zum Unfallzeitpunkt aufrufen“, erklärt Rainer Jadjewski. Früher, so der Verkehrsplaner weiter, habe der Rechner lediglich angezeigt, ob der Ampel-Betrieb einwandfrei gewesen sei. Aber die TBV haben seine Hauptkomponenten erneuert – die ältesten Bauteile waren noch anno 1989 – und zudem den Rechner im Neubau einquartiert. Dort stehen jetzt die drei Technik-Schränke, jeder etwa groß wie eine Kühl-/Gefrier-Kombination. Knapp 450 000 Euro hat diese technische Aufrüstung einschließlich Umzug gekostet.
Der Verkehrsleitrechner steuert nahezu alle 75 städtischen Ampelanlagen. Ausgenommen verstreut liegende Fußgängerampeln, „wo es nicht lohnt, Kabel zu verlegen“. Allerdings gibt es im Stadtgebiet 99 solcher „Lichtzeichen-Signalanlagen“, wie sie im Behördendeutsch heißen. Die nichtstädtischen gehören zumeist – grundsätzlich gilt das im Bereich von Autobahnabfahrten wie bei Möbel Rehmann – dem Landesbetrieb Straßen.NRW. Und zwei sind Kreis-Eigentum.
Der TBV-Rechner meldet Fehler, gibt per SMS Alarm, wenn eine Rotleuchte kaputt ist. Und sein Job ist es auch, die Grüne Welle zu schalten, die es eigentlich auf allen Hauptverkehrsachsen gibt. Diese wird unterbrochen, wenn in einer einmündenden Straße die flächendeckend installierten Detektoren – entweder als Kontakt-Schleife in der Fahrbahn verlegt oder als Videokamera – aktiviert werden, hat aber eindeutig „Vorfahrt“: Laut Arnd Sulimma, ebenfalls Verkehrsplaner, sind die so genannten Freigabe-Zeiten auf den Hauptachsen mit 25 bis 30 Sekunden deutlich länger als die der Nebenstraßen mit lediglich 10 bis 20 Sekunden.
Nicht zuletzt können die TBV-Leute jetzt auch selbst Änderungen „einpflegen“, wenn z. B. das Fußgänger-Grün zu kurz ist. „Die üblichen 1,2 Meter pro Sekunde schaffen viele einfach nicht mehr“, so Arnd Sulimma. „Schließlich haben wir immer mehr ältere Mitbürger.“
13:40
Ich bin ja mal gespannt ob Langenberg und Neviges auch zu Velbert gehören. Denn es wäre schön, wenn man bei einigen Ampeln (Bonsfeld, Plückersmühle) in Langenberg nicht auf 20 Km/h bei erlaubten 50 km/h runtergebremst würde. Auch das alle einmündenden Straßen, inclusive der Fußgänger rot haben, wie an der Kreuzung Hauptstrasse/Pannerstraße kann jetzt sicherlich schnell behoben werden. Das wäre doch was tolles.