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Hotel am Stausee wieder im Rennen

09.12.2010 | 20:42 Uhr
Hotel am Stausee wieder im Rennen
Die Ruine des ehemaligen Hotel Seestern soll bald Geschichte sein. Auf dem Areal soll ein neues Hotel entstehen.

Haltern am See. Mit einem Ja zum Aufstellungsbeschluss hält der Rat der Stadt das geplante Hotel mit Ferienhausanlage am jetzigen Standort des Seesterns weiter im Rennen. Vor einer Woche hatte der Stadtentwicklungsausschuss kein grünes Licht für die Verhandlungen mit dem Investor gegeben. Damals stießen sich alle Fraktion – bis auf die FDP – an den Dimensionen der Anlage und des Hotels. Zu groß, zu hoch, zu verdichtet, lautete die Kritik.

Warum es überhaupt zu dieser Diskussion gekommen sei, fragte Ratsmitglied Manfred Ernst (CDU). „Diese Dinge waren nicht abgesprochen.“ Es habe kein Planungsziel gegeben, dass dort 39 Ferienhäuser entstehen. Sorge, dass diese zum Dauerwohnen genutzt würden, wenn sich das Hotel wirtschaftlich nicht trage, äußerten Grüne und WGH. Darum dürfe man sich die Planungsziele nicht vom Investor diktieren lassen, so Ratsfrau Maaike Thomas (Grüne). „Wir sind bereit, in ein ergebnisoffenes Verfahren einzusteigen, auch wenn einige Punkte für uns nicht akzeptabel sind“, argumentierte SPD-Fraktionsvorsitzender Heinrich Wiengarten und drängte auf eine Prüfung des Hotels nach „einem Betreibermodell für Menschen mit Behinderungen“. Einzig die FDP plädierte dafür, „Investoren mit offenen Armen zu empfangen und über Details später zu sprechen“, so Ratsherr Kai Surholt. Das täten auch die anderen Fraktion, konterte Manfred Ernst. „aber das geht nicht um jeden Preis; wir müssen schon langfristig Ziele diskutieren.“

In der Abstimmung gaben sich die Ratsvertreter kompromissbereit. Auch angesichts der Tatsache, dass die Bauruine „Seestern“ an der Hullerner Straße endlich beseitigt und der Standort gastronomisch weiterentwickelt werden müsse. Vier Punkte sollen berücksichtigt werden:

1. Ferienhäuser und Hotel müssen gleichzeitig errichtet werden; die Errichtung der Ferienhäuser zeitlich vor dem Hotelbau ist ausgeschlossen.

2. Die verkehrliche Anbindung des Komplexes muss von der B 58 erfolgen.

3. Dauerwohnen in den Ferienhäusern muss ausgeschlossen werden. 4. Bei der Anzahl der Stellplätze für Hotel und Ferienhäuser muss die Stellplatzverordnung be­rücksichtigt werden.

Gestrichen wurde der Passus im Aufstellungsbeschluss, dass die Zahl der Ferienhäuser von jetzt 39 deutlich reduziert wird.

Irene Stock



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