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Abi-Jahrgang 2012

Sie haben schnell die Welt gerettet

01.07.2012 | 23:02 Uhr
Sie haben schnell die Welt gerettet
Die Abiturienten der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in der Schwelmer Eventhalle. Erst gab es Zeugnisse, dann folgte ein buntes Programm. Foto: Caroline Gustedt

Die Schulzeit ist beendet, die Welt gerettet, denn für das Motto des Abiballs 2012 der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule hatten die Schüler eine sprachliche Anleihe bei Tim Benzko getätigt: „Wir müssen nur noch schnell die Welt retten...“ Gleichermaßen stilvoll wie unbeschwert entließ Schulleiter Christoph Uessem „seine Schüler“ ins Leben.

Die Schulzeit ist beendet, die Welt gerettet, denn für das Motto des Abiballs 2012 der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule hatten die Schüler eine sprachliche Anleihe bei Tim Benzko getätigt: „Wir müssen nur noch schnell die Welt retten...“ Gleichermaßen stilvoll wie unbeschwert entließ Schulleiter Christoph Uessem „seine Schüler“ ins Leben.

Die kathedralenartige Architektur der Schwelmer Eventhalle bot den 73 Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Angehörigen und Lehrern den passenden Rahmen für ein abwechslungsreiches Programm, dessen Höhepunkt die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse war. Schulleiter Christoph Uessem und Oberstufenleiterin Dr. Ulrike Czeska sind stolz auf einen Schülerjahrgang, der mit außergewöhnlich vielen leistungsstarken Schülern etwas Besonderes ist: „Wir hatten erfreulicherweise nur wenige Nachprüfungen. Das ist ja für die Schüler immer ein immenser Stress und für die Schule ein großer Aufwand. Toll ist, dass wir in diesem Jahr neun Mal einen Abi-Durchschnitt mit einer Eins vor dem Komma haben“, freut sich Ulrike Czeska über die Ausbildungserfolge.

Trotz hervorragender Leistungen haben mehrere Schüler die Erfahrung gemacht, dass selbst das nichts nützt, um in einen der begehrten dualen Studiengänge aufgenommen zu werden. Für eine Schülerin hat es bei Türenhersteller Dorma in Ennepetal geklappt, eine andere wird über den Dienst im Justizvollzug zur Diplom-Verwaltungswirtin ausgebildet. Andere haben die harten Assessmentcenter etwa bei Peek & Cloppenburg durchlaufen und bekamen eine Absage: „Ich glaube, ich war denen nicht gut genug angezogen“, zitiert Czeska die Einschätzung ihrer Schülerin im Nachhinein.

Dieser Jahrgang sei aber auch im Umgang sehr angenehm gewesen: „Hier hat es eine hohe Sozialkompetenz und viel Hilfsbereitschaft gegeben“, betont Uessem. Für Corinna (19) ist die Marschrichtung nach dem Abi schon lange klar: „Auf jeden Fall etwas Kaufmännisches. Ich mache eine Banklehre in Sprockhövel. Später werde ich vielleicht noch studieren.“ Michelle hingegen: „Ich gehe einen Monat lang nach Südafrika, um in einem Reservat zu arbeiten. Im Nationalpark werde ich helfen, Zäune zu reparieren, mich um kranke Tiere kümmern. Nach der Rückkehr möchte ich Anglistik studieren, um später in die Medienarbeit zu gehen.“ In einem Kindergarten in Asbeck wird es bald Unterstützung durch Sina geben: Sie wird ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machen und will möglicherweise Pädagogik studieren. Auch Morten will ein FSJ machen. Er sagt: „Mir hat die Schule Spaß gemacht!“ Deshalb plant er ein Lehramt-Studium mit Deutsch, Geschichte und Musik. Auch für Nils war die Abi-Phase recht entspannt: „Eigentlich habe ich nur für Deutsch ein bisschen mehr gelernt.“

Caroline Gustedt


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