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"Es geht nur ums Geld !"

23.10.2008 | 20:03 Uhr

BETUWE. Gut besucht war die Bürgerversammlung der Bahn. Dort kochten die Emotionen hoch. Bürger fühlen sich ohnmächtig.

REES. "Sie sprechen nur von Kosten, Kosten, Kosten. Es geht ums Geld, aber die Menschen entlang der Strecke zählen für Sie nicht!" Empels Ortsvorsteher Cornelius Meyboom war sichtlich aufgebracht. "Und unsere Enkel werden die Fehler, die hier gemacht werden, ausbaden müssen", warnte er. Ohnmächtige Wut hatte sich breit gemacht unter den Bürgern, die zahlreich ins Bürgerhaus geströmt waren. Dort informierten Vertreter der Deutschen Bahn AG über den aktuellen Stand der Vorplanungen für die Güterferntrasse Betuwe im Bereich Rees.

Bitteres Auflachen

Bitteres Auflachen im Saal, als gegen 19.30 Uhr Stefan Ventzke von der DB Projekt Bau auf der großen Leinwand zeigte, wie es künftig an der Bahnhofstraße in Haldern mit der vier Meter hohen Lärmschutzwand aussehen wird. Ein großer grauer Block versperrte jegliche Sicht. In Haldern soll diese Wand zum Dorf hin vier Meter messen, in Empel drei und in Millingen wieder vier . "Warum in Empel nur drei?", fragte jemand in den Saal. "Laut Berechnungen reicht das", sagte Ventzke. Schließlich bringe eine vier Meter hohe Wand auch mehr Schatten für den Garten. "Dann will eh' keiner mehr im Garten sitzen", war die sarkastische Reaktion. Die Frage nach einem möglichen Glaselement brachte erneut Ernüchterung. Das sehe zwar gut aus, verstärke aber in aller Regel den Schall. "Sie machen uns alles kaputt, rechnen uns auch noch die Kosten vor, verdienen tun aber nicht wir, sondern das tut ausschließlich die Bahn", wurde den Bahn-Vertretern entgegen geschleudert. Oder: "Wenn das so kommt, kann ich mein Haus nicht mal mehr verkaufen!"

Moderator Wolfgang Notten versuchte Ruhe in den Saal zu bringen, indem er die Bürger um Sachlichkeit bat. Nicht immer hatte er Erfolg, zu aufgeladen war die Stimmung.

Einige Änderungen hatten in die Pläne Einzug gehalten, beispielsweise in Sonsfeld und am Antoniweg. "Erfreulich", kommentierte Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler. Er sagte aber ganz deutlich, dass es für die Einwohner aller drei Ortsteile innerörtliche Querungsmöglichkeiten für ihre Pkw geben müsse, damit es zu keiner Zerschneidung der Orte in Ost und West komme. Das wurde mit spontanem Applaus quittiert.

Dreifache Kosten

Nichts geändert hat sich an der Lage des Bahngleises zwischen derzeitigem Bahnkörper und Bundesstraße 8. Die Frage, ob man die Trasse nicht tiefer legen könne, wurde seitens der Bahn verneint. "Wir müssten dann alle drei Gleise tiefer legen", sagte Georg Streckert bei der DB Netz West für die Gesamtmaßnahme zuständig. Dies sei kostenmäßig nicht zu schultern.

Gleiches gilt wohl auch für einen möglichen Ausbau der geplanten Radfahr-Unterführung am Halderner Irmgardiweg für den Pkw-Verkehr. Streckert: "Die geschätzen Kosten belaufen sich derzeit auf drei bis 3,5 Millionen Euro, wenn wir auch den Pkw-Verkehr zulassen wollen, sprechen wird von der fünf- bis sechsfachen Summe. Die Vertreter der Bahn betonten im Laufe des Abends immer wieder, dass es sich nicht um abschließende Pläne handele. Man bleibe mit der Stadt im Gespräch.

MARIA RAUDSZUS



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Ob nun Moutainbiker oder Cross Country Fahrer – das Radfahren im Wald in Hochelten ist ein aktuelles Thema. Wie berichtet haben einige Moutainbiker sich Rampen im Wald abseits der Wege gebaut, was nicht erlaubt ist. Zugleich beschweren sich Bürger über rücksichtslose Radfahrer. Es gibt Bestrebungen, für Moutainbiker eine gesonderte Strecke zu schaffen. Unsere Frage der Woche: Wie stehen Sie zu Mountainbikern in Hochelten?

So haben unsere Leser abgestimmt

In Hochelten sollte es gar keine Mountainbiker geben. Das passt nicht.
19%
Mich ärgern vor allem die rücksichtslosen Fahrer.
4%
Mountainbike-Strecke fände ich gut.
70%
Die Wege für Fußgänger und Radfahrer müssen schnellstmöglich klar getrennt werden.
5%
Wenn Moutainbike-Strecke, dann muss diese auch touristisch genutzt werden.
3%
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