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Stadt Oberhausen will RWO-Ultras zum Idiotentest schicken

23.03.2016 | 05:33 Uhr
Stadt Oberhausen will RWO-Ultras zum Idiotentest schicken
Die Stadt Oberhausen will mehrere Ultras zur MPU schicken.Foto: Leonie Bergami

Oberhausen.  Die Stadt Oberhausen will 15 Ultras des Regionalligisten Rot-Weiß-Oberhausen zum Idiotentest schicken. Ihnen droht der Verlust der Fahrerlaubnis.

Die Ankündigung der Stadt Oberhausen, 15 Ultras von Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU, auch Idiotentest genannt) schicken zu wollen, hat hohe Wellen geschlagen. Den Ultras droht der Verlust der Fahrerlaubnis.

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„Idiotentest“: Was man alles über die MPU wissen sollte

Wer den eingezogenen Führerschein zurück haben will, muss oft zur Medizinisch-psychologischen Untersuchung. Ein Überblick über die MPU.

Zum laufenden Fall äußert sich Ordnungsdezernent Frank Motschull auf Nachfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Sobald das Verfahren abgeschlossen sei, wolle man die Wirkung der Schreiben bewerten.

Stadt Oberhausen äußert sich vorerst nicht zum Schreiben

Hintergrund: In dem besagten Schriftstück wird den 15 RWO-Ultras ein extrem hohes Aggressionspotenzial attestiert. Der Deutschlandfunk zitiert aus dem Schreiben: „Diverse polizeiliche Ermittlungen gegen Sie sind anhängig und aufgrund der Gruppierung auch in Zukunft zu erwarten. Hier derzeit bekannte Verfahren: Landfriedensbruch und versuchter Totschlag/Gefährliche Körperverletzung.“ Die Ultras dagegen argumentieren, dass 13 von 15 Betroffenen nie rechtskräftig verurteilt worden seien. Zudem sei keiner vorbestraft. Nur bei zwei Personen befänden sich in den erweiterten polizeilichen Führungszeugnissen Einträge wegen gefährlicher Körperverletzung.

Das Thema ist sensibel, vorschnelle Äußerungen zum Sachverhalt möchte auch Rot-Weiß Oberhausen nicht abgeben. Der Verein kündigte aber an, sich bei einem separaten Termin äußern zu wollen.

Verlust der Fahrerlaubnis als Erziehungsmaßnahme

Ganz so neu ist ein drohender Verlust der Fahrerlaubnis in Zusammenhang mit Straftaten, die nicht unmittelbar im Straßenverkehr begangenen worden sind, nicht.

Seit einigen Jahren verteilt auch die Polizei in Oberhausen bei jungen Intensivtätern eine „Gelbe Karte“. Bei diesem Modellprojekt droht jungen Gewalttätern der Verlust der Fahrerlaubnis. Das Projekt sei ein Grund dafür, dass die Zahl dieser Intensivtäter 2014 zurückgegangen ist, argumentiert die Polizei.

Rechtsgrundlage sei in diesen Fällen die Fahrerlaubnisverordnung, die verlangt, dass Führerscheinbesitzer (oder Antragssteller) nicht erheblich gegen Strafgesetze verstoßen haben dürfen. Das beschränke sich dabei nicht nur auf Verstöße im Straßenverkehr.

Dirk Hein

Kommentare
24.03.2016
18:26
Stadt Oberhausen will RWO-Ultras zum Idiotentest schicken
von Fassblender | #27

Wer denkt sich nur so einen Quatsch aus und wird man dafür etwa auch noch bezahlt?

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http://www.derwesten.de/nrz/staedte/oberhausen/stadt-oberhausen-will-rwo-ultras-zum-idiotentest-schicken-id11676658.html
2016-03-23 05:33
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