Das aktuelle Wetter Oberhausen 8°C
Klage

McDonalds-Mitarbeiter verklagt Berliner Band Haudegen

27.06.2012 | 11:00 Uhr
McDonalds-Mitarbeiter verklagt Berliner Band Haudegen
Harte Jungs: Die Berliner Band „Haudegen“ geriet in Oberhausen mit einem Mc Donald’s-Mitarbeiter aneinander, weil sie in der Filiale filmte.Foto: Getty Images

Oberhausen.   Der Sänger der Band "Haudegen" hat es geschafft, einen Burger bei McDonald´s nach seinen Vorstellungen zu kreieren. Doch die PR-Aktion könnte die Rockband jetzt teuer zu stehen bekommen. Ein Mitarbeiter einer Oberhausener McDonald’s-Filiale will die Berliner auf Schadenersatz verklagen.

Es hätte alles so schön sein können: Der Franchise-Gigant McDonald’s veranstaltet eine PR-Aktion, bei der Freunde amerikanischer Esskultur ihren persönlichen Lieblingsburger kreieren können. Gewinner ist das Mitglied einer Band, die ebenfalls von einem beträchtlichen Werbeeffekt durch die Kampagne profitieren könnte. So hatten sich das auch Sven Gillert (34) und Hagen Stoll (37) alias „Haudegen“ aus Berlin gedacht, die Anfang Mai ein Konzert in einer Oberhausener Diskothek gaben.

Dass McDonald’s Sven Gillert bescheinigt hatte, er habe mit seiner Burger-Kreation namens „Mc Haudegen“ den Wettstreit gewonnen, war für das Berliner Duo Grund genug, an jenem Abend nach dem Konzert bei Mc Donald’s an der Mülheimer Straße ein paar Video-Sequenzen für die eigene Homepage zu drehen. Der „Mc Haudegen“ sollte der Öffentlichkeit nicht länger vorenthalten werden.

Doch gab es einen Haken: Die Musiker hatten offenbar keine Drehgenehmigung für die Aufnahmen eingeholt – zum Missfallen eines McDonald’s-Mitarbeiters, der sie in deutlichen Worten auf dieses Versäumnis aufmerksam machte. Das Video stellte die Band trotzdem ins Internet – nun soll der Mitarbeiter nach einem Bericht des „Berliner Kuriers“ und Angaben des für die Haudegen verantwortlichen Managements Gillert und Stoll auf Schadensersatz im fünfstelligen Bereich verklagt haben. Wegen Verletzung des Rechtes am eigenen Bild.

„Lediglich eine Privatklage des Betroffenen“

In der McDonald’s-Zentrale in München will man davon nichts wissen. „Es handelt sich lediglich um eine Privatklage des betreffenden Mitarbeiters gegen die Band“, sagt Sprecher Nicolas von Sobbe. „Wir haben mit den Haudegen immer hervorragend zusammengearbeitet.“ Aber: „Wenn der Kollege nicht in dem Video auftauchen möchte, ist das sein gutes Recht.“ Auch habe es im Vorfeld immer gemeinsam abgestimmte Werbe-Aktionen gegeben, die gut funktioniert hätten. Da die Aufnahmen in diesem Fall jedoch nicht abgesprochen waren, habe man die Mitarbeiter vorher nicht um ihr Einverständnis bitten können.

Das Management der Haudegen hat bereits einen Anwalt eingeschaltet. Bis die Angelegenheit geklärt ist, wollen Sven Gillert und Hagen Stoll sich nicht persönlich dazu äußern. „Die Jungs haben versucht, sich gütlich mit dem Mitarbeiter zu einigen, aber das hat leider nicht funktioniert“, so Nico Meckelnburg, Geschäftsführer der Mec-Early Entertainment GmbH. „Wir haben immer einen guten Draht zu McDonald’s gehabt.“

Von Kristin Dowe



Kommentare
27.06.2012
12:25
Schaler Nachgeschmack
von karlo58 | #1

Passt doch !Fastfood=leerer Schnellfraß...Mitarbeiterkopf=Hirnfraß

1 Antwort
@ karlo58
von leseraa | #1-1

Was haben Sie dagegen, dass jemand sein Recht am eigenen Bild wahrnimmt?
Hirnfraß - wie Sie sich ausdrücken - hat hier nur derjenige, der meint er dürfe einfach mal in einer Lokalität (Restaurant geht mir zu weit) ein Filmchen ´für seine Eigenwerbung machen.

Aus dem Ressort
Hoteliers geben Pläne fürs Oberhausener Knast-Hotel auf
Stadtentwicklung
Ein Hotel im Gebäude der ehemaligen Justizvollzugsanstalt: Von dieser Idee waren auch die Touristiker begeistert. Aus den Plänen, die Hotel-Unternehmerin Uschi Wischermann realisieren wollte, wird jetzt leider doch nichts werden. Die dafür nötigen Investitionen wären zu hoch.
Neubau in Oberhausen-Sterkrade entpuppt sich als Höhenflug
Kik-Haus
Ist das sogenannte „Kik“-Haus in Oberhausen-Sterkrade erst abgerissen, soll im Stadtteilzentrum ein 24 Meter hoher Neubau entstehen. 17 Wohnungen sind geplant, rund 300 Quadratmeter Gewerbefläche im Erdgeschoss. Die OGM hat zudem Investoren an der Angel.
Praktikum kostet junge Oberhausenerin das Arbeitslosengeld
Soziales
Die Oberhausenerin Sabine M. ist auf Jobsuche. Die Zeit bis zur Einstellung nutzt sie und macht ein Praktikum. Obwohl es unbezahlt ist, wird ihr das Arbeitslosengeld gestrichen - zu Recht, sagt die Agentur für Arbeit. "Eigeninitiative ist wohl nicht erwünscht", bilanziert die junge Frau bitter.
Polizei findet Toten an Umspannwerk in Oberhausen
Leichenfund
In einem Umspannwerk in Oberhausen hat die Polizei am Mittwoch die Leiche eines Duisburgers (38) gefunden. Der Mann hatte sich offenbar schon vor mehreren Tagen Zutritt auf das gesicherte, umzäunte Gelände verschafft. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Rocker-Razzia – Polizei hebt Medizin-Labor in Bochum aus
Rocker-Kriminalität
Großeinsatz gegen Rockerkriminalität: Unter Federführung der Oberhausener Polizei haben Einsatzkräfte 29 Häuser und Wohnungen in Ruhrgebiet, Bayern und Österreich durchsucht. Darunter auch die Vereinsheime des Bandidos MC in Bochum und Essen. Es gab vier Festnahmen, eine davon im Ruhrgebiet.
Fotos und Videos
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Bierpreise in Bundesliga und Region
Bildgalerie
Bierpreise
Kölsche Tön
Bildgalerie
Karneval