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Fotoausstellung

Kinder toben beim "Prinzessinnen-Tag" um Marilyn-Nacktfotos

13.11.2012 | 10:00 Uhr
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Die Marilyn-Monroe-Ausstellung ist seit September in der Ludwig-Galerie zu sehen.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Im Rahmen der Fotoausstellung über Marilyn Monroe in der Oberhausener Ludwig-Galerie fand jetzt ein "Prinzessinnen-Tag" statt. Viele Eltern und ihre Kinder nahmen das Angebot an. Doch so mancher Besucher fühlte sich durch tobende Kinder gestört und prangerte das Zeigen von Nacktfotos an.

Er kam sich vor wie beim Besuch eines Kindergeburtstags. Als Ingo Otto am Sonntag die Marilyn-Monroe-Fotoausstellung in der Ludwig-Galerie besuchte, tobten dort verkleidete Kinder lautstark durch die Gänge.

Das Ausstellungshaus im Schloss Oberhausen hatte zum „Prinzessinnen-Tag“ eingeladen, und viele Eltern mit ihrem Nachwuchs nahmen das Angebot an. „Die Kleinen rannten durch die Ausstellung, fassten die Fotografien teilweise auch an. Das führte dann zu einer Geräuschkulisse, die es normalerweise während einer Kunstausstellung nicht gibt“, sagt Otto.

Außerdem fragt er sich, ob sechsjährige Kinder Nacktfotos von Marilyn Monroe sehen sollten. „Neben verschiedenen Aktmotiven sind zudem Fotos dabei, die nur wenige Tage vor ihrem Tod entstanden sind.“ Den Kindern das richtig zu vermitteln, ist seiner Meinung nach äußerst schwierig.

Kunst darf auch Spaß machen

Doch nicht nur dieser Aspekt ist ihm etwas sauer aufgestoßen. „Marilyn Monroe als Prinzessin zu bezeichnen, halte ich schon für etwas weltfremd. "Jeder, der sich mit dem Leben und Sterben von Monroe auseinandersetzt, begreift sie eher als tragische Figur“, so Otto. Das pädagogische Konzept habe für ihn „vorne und hinten“ nicht gepasst.

Christine Vogt, Direktorin der Ludwig-Galerie, nimmt dazu Stellung. „Es ist unser Auftrag, Kinder und Jugendliche an die Museen heranzuführen. Das ist ja auch gesellschaftlich so gewollt.“ Dass es dann bei solchen Aktionstagen gegebenenfalls etwas lauter zugehen könne, liege in der Natur der Sache. „Kunst darf auch Spaß machen“, so Vogt. Da die Kinder auch selbst vor und hinter der Kamera aktiv werden konnten, sollten sie für die Fotografie begeistert werden. „Das war auch wirklich ein Erfolg“, sagt die Galerie-Direktorin.

Kinder könnten auch mit tragischen Figuren umgehen

Zudem entgegnet sie, dass Marilyn Monroe durchaus eine moderne Verkörperung einer Prinzessin sei. „Wenn man sich ihr bekanntestes Lied ‘Diamonds are a girl’s best friend’ oder etwa ihre Rolle in dem Film ‘Der Prinz und die Tänzerin’ anschaut, dann kann man das absolut so sehen.“

Mythos Marilyn Monroe

Zudem glaubt Vogt, dass Kinder auch mit tragischen Figuren umgehen können. Das zeigen Märchen, wie etwa die Geschichten der deutschen Autorin Cornelia Funke. „Ab Januar läuft eine Ausstellung zu ihren Werken bei uns.“

Die ausgestellten Aktbilder seien absolut harmlos und künstlerisch wertvoll. „Im Vergleich dazu ist jede Unterwäsche-Reklame auf der Straße deutlich freizügiger.“

Marcel Sroka

Kommentare
16.11.2012
18:52
Durchdachtes Event
von Chaaarly | #11

Ich bin der Meinung, dass der Prinzessinnentag ein sehr gelungenes Event war. An diesem Tag konnten auch die etwas jüngeren Gäste einen Einblick in die Kunst erlangen. Und das ist doch der Wunsch vieler Erwachsener, dass ihre Kinder nicht unbedingt vor dem Fernseher oder Computer ihre Zeit verbringen, sondern vielleicht auch mal etwas im kulturellen Bereich machen ?! Genau dazu war dieser Tag gedacht. Die Kinder konnten sich schminken lassen, Kleider und Kronen basteln und an altersentsprechenden Führungen teilnehmen . Die Fotos waren meiner Meinung nach nicht zu freizügig, da finde ich die Fotos mancher Zeitungen oder Werbungen wesentlich freizügiger. Außerdem wurde im Flyer der Ausstellung, der Tag erwähnt, so dass sich jeder vorher darüber informieren konnte und so entscheiden konnte, ob er an diesem Tag die Ausstellung besucht oder nicht, die Ausstellung läuft ja schließlich noch bis zum 13. Januar...

14.11.2012
16:18
Alan_Smithee | #9
von peerkeinstueck | #10

Das wäre ja echt der Hammer.

Dann wäre "mancher Besucher", der sich gestört fühlte, einer aus dem eigenen Laden?

Und der wird dann von den Kollegen als Kronzeuge angeführt?

Vielleicht ist die WAZ ja so nett und klärt uns auf?

14.11.2012
14:47
Kinder toben beim
von Alan_Smithee | #9

Es gibt ja auch bei der WAZ einen Fotografen namens Ingo Otto.

14.11.2012
12:54
Monroe = "Sex"-Idol!?
von rheinruhrlaender | #8

Die Leute scheinen wohl alle vergessen zu haben, das die gute ein Sex-Symbol war und da gehört auch schonmal der nackte Körper dazu.
Über den Kinderlärm sag ich schon gar nix mehr... In der Ludwig-Galerie werden solch aufgeweckte Bilder immer präsentiert, welche dann von total verkalkten Spießbürgern besichtigt werden. Ein mucks, ein Wort zuviel und es ist direkt Ruhestörung.
Diese Leute sollten nie vergessen wie aufgeweckt das leben eines jeden Künstlers ist...

14.11.2012
12:11
Kinder toben beim
von seidenpfote46147 | #7

Nicht die Bilder haben gestört sonder der Kinderlärm. Wie schon geschrieben dann an solchen Tagen dieses Orte meiden und gut ist.
Sich hinter irgendwelcher scheinheiligen Moral zu verstecken ist feige. Aber mit einer beschwerde über Kinderlärm kommt man heute ja nicht mehr in die Zeitung.
Es war eine Fotoausstaellung, die Kinder durften mal durch die linde sehen, weder war es für die Kinder wichtig was die Bilder zeigen noch die Geschichte der Person auf diesen Bildern.

14.11.2012
11:35
Kinder toben beim
von ttack | #6

Oh Gott, nackte Weiber, was für ein Frevel.... Ich habe letztens 4 jährige in der Sauna gesehen.. sind die jetzt verdorben?

13.11.2012
18:16
Nacktfotos bei Marilyn-Monroe-Ausstellung in Oberhausen erhitzen Gemüter
von Melesigenes | #5

Die Empfehlung, den Ingo Otto in die Kirche zu schicken, ist problematisch: Erstens wird er dort sowieso schon Tag für Tag stundenlang ungelebte Sünden runterbeten. Und zweitens hängt dort in der Regel ein äußerst leicht bekleideter Jesus. Unter Umständen - im katholischen Revier - stößt er sogar auf eine die Brust entblößende, weil stillende Maria. Eher würde ich empfehlen, dem Herrn Otto grundsätzlich Museumsbesuche zu untersagen, um ihn zu schützen, das zarte Seelchen.

13.11.2012
15:51
Nacktfotos bei Marilyn-Monroe-Ausstellung in Oberhausen erhitzen Gemüter
von wazgernleser | #4

Eigentlich ging es den Machern des Prinzessinnen Tages doch um ein pädagogisches Konzept. Das war aber nun absolut nicht zu erkennen. Kinder zu verkleiden, zu schminken und dann zu fotografieren ist eine Sache, die andere, die Kinder mit dem Museum und den Bilder zusammen zu bringen. Die erste Sache ist wahrlich kein großer pädagogischer Akt, der andere hat leider in keiner Weise statt gefunden. Die Kinder tollten nur lautstark durch die Räume ohne irgendein Konzept. Ein Spass zwar für die Mädchen aber wahre pädagogische Museumskonzepte sehen wirklich anders aus. Hier sollten die Verantwortlichen sich einmal Hilfe vom Folkwang Museum einholen, wo eine hervorragende Museumspädagogik geleistet wird.

1 Antwort
Kinder toben beim
von silver_surfer | #4-1

Waren sie vor Ort?

13.11.2012
15:38
Nacktfotos bei Marilyn-Monroe-Ausstellung in Oberhausen erhitzen Gemüter
von peerkeinstueck | #3

Who, the f***, is Ingo Otto?

Und warum ist seine Meinung so bedeutend, dass daraus ein Zeitungsartikel gemacht werden muss?

Und warum geht man ausgerechnet an dem Tag in die Ausstellubng, an dem besonders Familien mit Kindern eingeladen sind, um sich nachher über Kinderlärm zu beschweren?

13.11.2012
14:16
Nacktfotos bei Marilyn-Monroe-Ausstellung in Oberhausen erhitzen Gemüter
von nussknacker | #2

ja dann müssen die Kinder mit Scheuklappen durch die Strraßen wandern.

Überall Werbung mit nakten Tatsachen!

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