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Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris

15.12.2009 | 20:15 Uhr
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris

Oberhausen. Schon im kommenden Jahr soll man in Oberhausen und neun weiteren Ruhrgebietsstädten das „MetroRad Ruhr” leihen können. Gebühren wie beim Modellprojekt in Paris – ein Euro am Tag, 30 Euro im Jahr – wird es aber nicht geben.

Die französische Hauptstadt Paris wird gemeinhin gerne als die „Stadt der Liebe” bezeichnet. Dass sie auch die Stadt der Liebe zum Fahrrad geworden ist, wusste der Beigeordnete Peter Klunk gestern im Planungsausschuss zu bereichten. Und in Oberhausen, bislang immerhin als „fahrradfreundliche Stadt” aus dem entsprechenden Städte-Ranking bekannt, soll diese Freundlichkeit auch bald in Liebe umschlagen. Nach erfolgreichem Pariser Vorbild soll schon im kommenden Jahr die erste Stufe des Verleihsystems „MetroRad Ruhr” etabliert werden.

Erfolgreiche Bewerbung

Rückwärtsgang: Zehn Ruhrgebietsstädte, Regionalverband (RVR) und Verkehrsverbund (VRR) hatten sich Anfang des Jahres erfolgreich an einem bundesweiten Wettbewerb für Fahrradverleihsysteme beteiligt. Sie waren im August 2009 unter den Preisträgern gelandet und vom damaligen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) ausgezeichnet worden.

Die erfolgreiche Bewerbung basierte auf der Idee, künftig die letzten Kilometer von der Haltestelle bis zum Büro oder vom Bahnhof bis zum Kulturevent mit dem Fahrrad zurücklegen zu können. Kennzeichen sind dabei eine Verknüpfung von Rad und öffentlichem Nahverkehr sowie eine vereinfachte Ausleihe über Terminals vor Ort.

Vorwärtsgang: Eine Förderungsbewilligung für das Projekt über 2,5 Millionen Euro durch das Ministerium liegt inzwischen beim federführenden RVR vor. Betreiben soll das System die Firma „nextbike” aus Leipzig, die dort und in mehr als 20 weiteren Städten wie etwa in Düsseldorf bereits Erfahrungen gesammelt hat. Das Unternehmen finanziert sich unter anderem aus Werbung an den Fahrrädern und den Verleihgebühren.

Bezüglich letzterer musste Klunk ein bisschen Luft aus den Reifen lassen: Gebühren wie beim Modellprojekt in Paris – ein Euro am Tag, 30 Euro im Jahr – „werden wir hier nicht hinkriegen”.

Dennoch sieht er gute Chancen, dass das Projekt auch im Ruhrgebiet ein Erfolg werden kann. In einer ersten Bestandsaufnahme mit dem Betreiber seien 17 Standorte für Leihstationen in Oberhausen ermittelt worden, die in Frage kommen. Klunk ist optimistisch, dass man die Zahl bis 2012, wenn der Projektzeitraum offiziell endet, auf 30 ausweiten könne.

Was das Vorhaben für die Stadt zudem interessant macht, ist, dass es sie nichts kostet, außer der internen Planungskosten und der Bereitstellung des öffentlichen Platzes für die Fahrradstationen.

Wie funktioniert's?

Und wie funktioniert das System für den, der sich ein Rad ausleihen möchte? Liest sich ganz einfach: An der Leihstation kann sich der VRR-Dauerkartenkunde am Terminal mit seinem Ticket identifizieren und erhält den Code für das Zahlenschloss eines Rades. Ebenso einfach erfolgt die Rückgabe. An bisherigen nextbike-Standorten ist zudem auch eine Miete per Telefon oder Online-Zugang möglich.

Den Mitgliedern des Planungsausschusses gefiel die Idee. Regina Wittmann (Grüne) hob besonders die Verknüpfung mit dem Nahverkehr hervor und lobte, dass das System „großräumig” angelegt sei. Gut, bis in die Hauptstadt der Liebe reicht es nicht, aber die Strecke ist ja doch mehr was für Rennfahrer. . .

Michael Nicolas

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Kommentare
19.12.2009
12:28
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von Seb | #20

Oberhausen ist in den entsprechenden Rankings eine fahrradfreundliche Stadt.
Ich erlebe es teilweise auch anders. Das Problem ist aber nicht das hier irgendeine Auszeichnung untergejubelt wird, sondern die Gewichtung des Begriffs fahrradfreundlich. Ich kann ihnen versichern, so etwas bezieht sich auf die Häufigkeit von Fahrradwegen, die Verknüpfung von Fahrradwegen. Da gehts um keine Fahrrad-Kultur die in einer Stadt vorherrscht! Ich denke soweit ist noch keine Stadt, vielleicht Münster.

Dennoch gibt es viele Fahrradwege in Oberhausen. Man kommt gut von A nach B. Aber auch da kann es besser werden. Fahrradfahren ist so attraktiv weil man je nach Bedarf eher die Fußgängerampeln oder Autofahrerampeln benutzt. Das ist keine Gemeinheit im Straßenverkehr, sondern schlichtweg der Grund warum man - auch in Oberhausen - mit dem Fahrrad schnell voran kommt.
Wir brauchen also noch Ampelschaltungen die auf Fahrradfahrer angelegt sind.
Beispiel:
Wenn eine Fußgängerampel auf rot schaltet kommt ein Fußgänger nicht mehr rüber. Okay.
Allerdings ist einem Fahrradfahrer auch noch eine Gelbphase zuzutrauen.

und @machallesnieder
So ein Blödsinn. Das Ruhrgebiet ist eine Metropole. Wenn wir endlich einen Regierungsbezirk Ruhrstadt hätten, könnte der sich um den ÖPNV kümmern und alles aufeinander abstimmen. Wenn man hier mal umgestalten kann, können wir auch eine Metropole werden. Dafür muss man aber die Städte von den kommunalen Finanzfesseln befreien. Und dann manche bereiche eben auf die Regierungsbezirk-Ebene legen. Wie z.B. den ÖPNV.

16.12.2009
19:36
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von zap | #19

1.gelthandel kostet auch energie--der halbe preiß tut es auch.2. es giebt fahrradwege im pott von sau gut bis LEBEHNSGEFAHR: 3.innerorts 30km/h fahrräder vorfahrt-alles wird gut!

16.12.2009
14:10
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von machallesnieder | #18

Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
So ein Schwachsinn - dieses erbärmliche ruhrgebiet mit einer Weltmetropole vergleichen zu wollen.

16.12.2009
13:05
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von vonkannen | #17

Eine gute Idee, die nach mehr Ausbau ruft. Gerade in Freizeitdingen würde ich solche Vermietstationen benutzen. In Mülheim gibt es diese Fahrradverleihstationen an den Bahnhöfen bereits länger und ich habe sie zumindest an Wochenenden zu Ausflügen gerne benutzt.

Wer die Leihgebühren zu teuer findet, der ist gerne aufgerufen, ein Konkurrenzunternehmen mit billigerem Angebot aufzubauen. Nicht meckern, machen!

16.12.2009
12:05
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von FahrradFabi | #16

#Spiidy
giereiger (sic!) steht in #10, abzuzocken in #9. Die Bilder in #7 habe ich mir natürlich angeschaut, halte sie aber für nicht sehr representativ. Es ist kein einziges Bild aus Oberhausen dabei, auch andere Ruhrgebietsstädte lassen sich nicht finden.

#radfreak
28km/Tag ist natürlich eine weite Strecke die sie da fahren. Da ich mich aber schon beim ersten mal ärgere wenn ich an einer Straße ohne vernünftigen Fahrradweg entlang fahren muss - besonders wenn man regelmäßig (und sei es nur 1mal die Woche) die Streck fährt - können bei mir auch wenige 100km im Jahr einen gewissen Leidensdruck erzeugen. Ich wollte hier auch nicht pauschal alle Kommentare als dumm abstempeln, deshalb hab ich in #12 bewusst fast alle geschrieben. Viel Spaß bei den nächsten 10k!

16.12.2009
11:22
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von Spiidy | #15

#FarradFabi wo steht denn was von abgezockt und alle wären gierig?

Und wer will neue Radwege?
Niemand. Die gehören weg==>
Guxtu die Bilder in #7. wenn es mit dem Lesen nicht so flott klappen mag...??

16.12.2009
10:41
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von radfreak | #14

#FarradFabi Das mit der Dummheit stecken Sie sich besser an den eigenen Hut! Also um die Fahrräder zu benutzen braucht man entsprechende Verkehrswege ! Diese gibt es nur sehr begrenzt in Oberhausen andere Städte intressieren mich HIER nicht!Und Radwege wachsen in Oberhausen tatsächlich über Nacht siehe als nur einige Beispiele Weißensteinstraße Einmündung Bahnstraße kapellenstraße auf einmal ruckzuck waren die weißen Linien da . Also wenn Sie nicht ausreichende Kennnisse haben und nicht mindestens 10 000 Km im Jahr auf dem Rad unterwegs sind sollten Sie nicht soche Kommentare schreiben.

16.12.2009
10:18
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von FahrradFabi | #13

Soviel geballte Dummheit wie in fast allen Kommentaren ist typisch für das Ruhrgebiet. Alles wird wieder schlecht geredet. Wenn ihr mal eine Minute recherchiert hättet bevor ihr sinnlosen quatsch unter diesen Beitrag schreibt hättet ihr folgendes herausgefunden:

- die Sache ist nicht neu. Entsprechende Systeme gibt es bereits etliche in Deutschland. In größeren Städten gibt es manchmal sogar mehrere Verleihsysteme parallel.

- nextbike gehört auch zu den Verleihern die schon deutschlandweit Erfahrungen gemacht haben.

- die Preise in anderen Städten: In Hamburg mit dem dortigen StadtRadHamburg ist die erste Halbe Stunde umsonst, die zweite halbe Stunde 1,2 EUR und jede Stunde danach 4,8 EUR. Also ein System eher für die kurze Strecke. Nextbike nimmt dort z.B. 1EUR pro Stunde bzw. 5 EUR für einen ganzen Tag.

- geklaut wird wenig bis nix. Wer schonmal in einer Stadt war die ein Verleihsystem hat, weiß dass die Radstationen meist dort stehen wo auch viele Leute sind. Außerdem sind die Räder immer mit recht guten Schlössern gesichert. Da die Räder auch alle gleich aussehen und groß und breit den Namen des Verleihers draufstehen haben, kann man damit nicht auf die Schnelle zum Schrotthändler...

- Allgemein finde ich es verstörend wie neue Ideen hier abgewascht werden im Forum. Wartet ab, probiert es aus und urteilt dann. Ein wenig mehr Optimismus wäre vielleicht mal angebracht. Aber das wäre ja uncool... Auch diese Vorwürfe hier würde nur abgezockt und alle wären gierig sind absoluter Blödsinn.

Natürlich könnte OB (und auch der Rest des Ruhrgebiets) fahrradfreundlicher werden, aber das ist kein Grund hier jetzt über die Idee und das Projekt herzuziehen. Neue Fahrradwege kommen halt leider nicht über Nacht, Außerdem kann man ja uch noch die Strasse benutzen.

16.12.2009
09:52
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von der unheimliche | #12

Ich denke, egal in welcher Ruhrgebietstadt man hauptsächlich mit dem Rad statt mit dem Auto unterwegs sein will, lebt zwischendurch während der Fahrt sehr gefährlich. Auch wenn Radwege vorhanden sind. Innerhalb der Stadt ist es einfach nicht möglich, gefahrlos über alle Kreuzungen, Kreisverkehre und Straßen zu kommen. Daher benutzen meine Frau und ich unsere Räder nur, um kleine Einkäufe im nahe gelegenen Supermarkt zu tätigen und nicht um Freunde in der Nachbarstadt zu besuchen. Fahrradtouren beginnen immer damit, dass ich unsere Räder aufs Auto packe und zur Erzbahntrasse, irgendeinen Kanal, an die Lippe, an die Ems oder auch zum Rhein fahre. Auto abstellen, aufsitzen und los. Keine Autos, keine Ampeln, schöne Gegend. Da kann man entspannt fahren.

16.12.2009
07:45
Im Ruhrgebiet radfahren wie in Paris
von fliegepuk | #11

und warum können preise wie in paris nicht verwirklicht werden? weil hier viel emhr der räder geklaut würden als in paris und man dadurch immensen schaden hätte? oder weil man hier einfach giereiger ist? warum wird da nicht vom schreiber nachgehakt?

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