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Fünf Minuten entscheiden beim Einbruch über Erfolg

16.10.2008 | 18:57 Uhr

KRIMINALITÄT. Bei den 13. Oberhausener Sicherheitstagen informieren Polizei und Wirtschaft wieder über Sicherung von Haus und Wohnung.

Es ist ein Termin, bei dem Polizeipräsidentin Heide Flachskampf-Hagemann sich Verbrechen anrechnet, die gar nicht erst begangen wurden. Bei 48 Prozent der Geschäftseinbrüche und immerhin rund einem Drittel der Wohnungseinbrüche in Oberhausen blieb es im vergangenen Jahr beim Versuch. Die Täter scheiterten an den Sicherheitseinrichtungen. "Das sind unsere Erfolge", sagte die oberste Ordnungshüterin gestern zu Beginn der 13. Oberhausener Sicherheitstage im Bero-Zentrum.

Weniger Einbrüche dank moderner Technik

Eine weitere statistische Erhebung kann Flachskampf-Hagemann dem Anlass entsprechend positiv verbuchen: Nach Jahren der Steigerung ist die Zahl der Einbrüche erstmals rückläufig. 600 Wohnungs- und 200 Geschäftseinbrüche waren im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Der Trend setze sich im noch laufenden Jahr fort, so die Polizeipräsidentin. Maximal fünf Minuten verwendeten Täter darauf, Fenster oder Türen zu öffnen, weiß sie, danach werde der Einbruchsversuch in den meisten Fällen abgebrochen.

Die beiden Kriminalhauptkommissare Reinhard Quante und Johannes Paus vom Kommissariat Vorbeugung beraten das ganze Jahr über unabhängig zu Schwachstellen und Sicherungsmaßnahmen an Haus und Wohnung. Quante hat die Sicherheitstage organisiert und weiß, dass es den klassischen Einbrecher, der tagelang ein Opfer "ausbaldowert", längst kaum noch gibt. Bei einem durchschnittlichen Wohnungseinbruch betrage die Beute rund 1200 Euro, sagt er. Da nutzten Täter einfach jede sich bietende Gelegenheit.

Bei den Sicherheitstagen im Bero zeigen zusätzlich Unternehmen aus Oberhausen und der Region, wie modernste Technik Einbrecher aussperrt.

Neben den klassischen mechanischen nehmen die Möglichkeiten elektronischer Sicherung immer mehr Raum ein. Nach der Videoüberwachung sind es derzeit elektronische Schlösser und Schließanlagen, die im Bero-Zentrum präsentiert werden.

MICHAEL NICOLAS

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