Der Blick durchs Schlüsselloch
Zur Zoomansicht 10.05.2012 | 18:25 Uhr 2012-05-10T06:25+0200Die Ludwiggalerie Oberhausen zeigt die neue Ausstellung "At Home Der Blick durchs Schlüsselloch".
Wohnen im Ruhrgebiet gesehen durch die Kunst13. Mai bis 16. September 2012Es wird privat! – Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen wagt den Blick ins Wohnzimmer, in die Küche, ins Bad und auch ins Schlafzimmer. Wohnen im Ruhrgebiet, da denken immer noch viele an Arbeitersiedlung und Gelsenkirchener Barock. Wie abwechslungsreich und multikulturell Künstler die Metropole Ruhrgebiet sehen, zeigt diese Schau. Dabei ist es nicht der kulturhistorische Ansatz, der interessiert, sondern der künstlerische Blick auf, durch und hinter Schlüssellöcher. Es werden Fragen aufgeworfen wie: Gibt es den speziellen „Ruhrgebietslook“? Entspricht er Klischees? Kunst aus allen medialen Bereichen beleuchtet das Thema: Ob Fotografie, Malerei, neue Medien oder Installation, in allen Gattungen wird der geheime Blick durchs Schlüsselloch gewagt. Betrachtet werden volle Räume und leere Räume, Zimmer, die sich durch Menschen gestalten und welche, in denen die Gegenstände ein Eigenleben zu entwickeln scheinen. Anna und Bernhard Blume experimentieren in ihrem „Trauten Heim“. Julia Arztmann und Barbara Deblitz irritieren mit rätselhaften Objekten aus dem vermeintlichen Wohnalltag. Was ist mein Besitz? Wodurch definiert sich Gemütlichkeit? Wie repräsentiere ich mich? Mischa Kuballs New Pott und die Serie Nachbarschaft von Sebastian Mölleken und Oliver Blobel untersuchen das Thema Heimat. Laurenz Berges und Jörg Winde konfrontieren mit Verlassenheit und Leere. Ob Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Abstellkammer, der private Lebens-Raum hat zur Entwicklung zahlreicher innovativer Sichtweisen geführt.Es werden Filme und Musikvideos zum Thema Wohnen im Ruhrgebiet gezeigt. Der Verein Kultur im Turm arbeitet an einer eigens für die Ausstellung anzufertigenden Installation. Es soll die Lust aufs Schauen geweckt werden, gerade auf das, was sonst verborgen ist. Kuratorin Nina DunkmannFotostrecke: Gerd Wallhorn WAZ/FotoPool