Das aktuelle Wetter Oberhausen 18°C
Betuwe

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schienenbonus

11.06.2012 | 08:21 Uhr
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schienenbonus
Die Pläne zum Ausbau der Betuwe-Güterzugstrecke füllen zig Ordner.Foto: Thorsten Lindekamp

Oberhausen. Die Bürgerinitiative (BI) „Betuwe - so nicht“ ruft zur Beteiligung an einer Petition gegen den so genannten Schienenbonus auf. Dieser Bonus gibt an, dass für die Bahn ein um fünf Dezibel höherer Lärm-Grenzwert gilt. Anwohner also mehr Krach vor ihrer Haustür aushalten müssen. Dagegen läuft die BI Sturm und fordert Bürger auf, eine Online-Petition zu unterschreiben.

„Der umstrittene Schienenbonus bei der Berechnung des nötigen Lärmschutzes an Bahnstrecken muss endlich entfallen“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Sprecher Manfred Flore sagt: „Wir haben uns an den Petitions-Ausschuss des Deutschen Bundestages gewandt, damit der Unsinn des Schienenbonus endlich aus der Bundes-Immisionsschutzverordnung verschwindet.“

Güterverkehr wird anwachsen

Mit dem Ausbau der Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen, sprich mit der Erweiterung der Strecke um ein durchgehendes drittes Gleis, werde der Bahn- und Güterverkehr erheblich anwachsen. Die Menschen in den Stadtgebieten entlang der Strecke seien also von den Folgen steigenden Bahnlärms stark betroffen sein. „Ein für den Gesundheitsschutz der Anwohner notwendiger Schutz vor diesem Bahnlärm kann nur erreicht werden, wenn für die Stadtgebiete entlang der Strecke Emmerich-Oberhausen der Schienenbonus ausgesetzt wird“, heißt es in der Mitteilung.

Die Initiative verweist auf eine Bahnstrecke im Rheintal, wo die deutsche Bahn in den vergangenen Jahren rund 40 Millionen Euro für Lärmsanierungsmaßnahmen ausgegeben hatte, unter anderem auf 11,5 Kilometern Schallschutzwände errichtete. Es bestehe kein Hinderungsgrund, so fordert die BI, die Maßstäbe für die Rheintalbahn nicht auch in der Region des Niederrheins an der Betuwe-Linie anzuwenden.

Die Online-Petition findet man https://epetitionen.bundestag.de, die Petitions-ID lautet 24149.


Kommentare
11.06.2012
16:06
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schienenbonus
von dcarleitermann | #5

Hallo Schantall, auch auf den Autobahnen soll angemessen und mit zulässigen Geschwindigkeiten gefahren werden. In Oberhausen Hbf gab es vor Jahren einen Schienenspezialwagen für die Feuerwehr. Einsatzort dort wo normale Feuerwehren nicht eingesetzt werden konnten. Für alle Gefahrenpunkte gibt es sogenannte Ziellösungen. Auch bei den Feuerwehren. Diese haben sich immer den Begebenheiten angepasst. Zuletzt bei der Höhenrettung. Und in Oberhausen verursacht auch die Straßenbahn Lärm. Nachzulesen im letzten Bericht zum Lärmschutz.Richtig ist
das durch das Verkehrsunternehmen Bahn hunderte Millionen Euro in den Haushalt landen. Davon muss ein großerTeil in den Lärmschutz investiert werden. Nicht nur in Lärmschutzwänden sondern auch in Fahrzeuge,Achsen und Bremsen. Dies wäre z.B. für Unis ein großes Forschungsprojekt. Ein Modell wie bei den Flughäfen wäre nicht schlecht, je höher der Lärm desto größer die Rechnung beim bezahlen der Schienenbenutzung.

1 Antwort
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schienenbonus
von Schantall | #5-1

Lärm in gewissem Maß gehört nun mal zu einer Großstadt, wie "Landluft" zum Landleben.
Forschung und Entwicklung leiserer Fahrzeuge sind sicher der richtige Weg. Und der Ansatz mit den lämabhängigen Trassengebühren ist sicher zielführend.

11.06.2012
16:00
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schienenbonus
von Osterfelderin | #4

Warum regen sich die Anwohner denn so auf?!

Erst günstige Grundstücke kaufen und dann alle Pläne umwerfen,...

Immer diese Wutbürger! Schrecklich sowas!

11.06.2012
14:40
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schienenbonus
von Schantall | #3

Hier erkennt man leicht, welche Sachkenntnis die Vorschreiber mitbringen. Außer gehässigem Gezanke und Polemik kommt nicht viel.

Güterzüge „rasen“ nicht, sie fahren schlichtweg mit einer angemessenen und zulässigen Geschwindigkeit.

Und ob die Feuerwehr ein Zweiwegefahrzeug hat oder nicht war bisher doch kein Thema. Oder gibt es derzeit keine Gefahren durch Straßen- , Schienen- und Wasserfahrzeuge?
Ob es überhaupt Sinn macht, so ein Fahrzeug zu besitzen zweifele ich stark an.

Aber ich bin auch der Meinung dass Lärm da verhindert werden muss, wo er entsteht. Also bei den Fahrzeugen die auf den Schienen rollen. Hier gilt es anzusetzen!

Und zum Schluss: Die "Bahn" ist so wie wir sie haben wollten. Ein Unternehmen dass zur Melkkuh geworden ist um jedes Jahr hunderte Millionen in den Staatshaushalt einzahlt!

11.06.2012
12:25
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schienenbonus
von dcarleitermann | #2

Wer ist eigentlich die Bahn? Die Bahnen sind private Unternehmen. Stahlhütten, Ruhrkohle AG, VTG, chemiche Industrien, Autoindustrien sind vielfach Betreiber von privaten GÜterbahnen. Hierzu kommen noch Verleihfirmen die private Güterwagen vermieten. Alles zusammen sind die Bahnen nichts anderes als private Unternehmen die Schienenfahrzeuge betreiben oder vermieten. Also im Prinzip nichts anderes als Fuhrunternehmen mit Lastkraftwagen. Der Bund ist in der Pflicht Lärmschutmassnahmen zu ergreifen und umzusetzen. Gleiches gilt auch für eine evtl. Gefahrenabwehr. Z.B. ist die Berufsfeuerwehr Oberhausen nicht mit Zweiwegefahrzeuge für Gefahreneinsätze im Schienennetzt ausgerüstet.

11.06.2012
11:51
Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schienenbonus
von zetunde | #1

Die Entlastung des LKW-Verkehrs hin zur Schiene hat kaum Gegner. Wieso hat die Deutsche Bahn AG "bessere Rechte" (angeblich sind doch vor dem Gesetz alle gleich) als alle anderen Verkehrsteilnehmer. Normale Züge sind kaum noch zu hören, belasten weder Umwelt noch Menschen. Güterzüge rasen quitschend und lärmend durch Landschaft und Städte.. Wieso keine gelbe, grüne usw. Plakette für Güterwagen. Grün darf z.B. - hat moderne Technik usw., man könnte sich alle Lärmschutzwände sparen, auch wenn alle 30 min. für 20 Sekunden so eine Güterzug vorbeirast, halleluja

Aus dem Ressort
Ein Wegbegleiter in schwierigen Zeiten
Menschen
Pastor Gerd Wittka ist einer von zwei Seelsorgern im Johanniter-Krankenhaus in Oberhausen. Auf unprätentiöse Art steht der katholische Geistliche den Kranken und dem Klinikpersonal bei. Er kennt den tröstenden Wert solch einfacher Worte wie: „Ich bleibe bei Ihnen. Ich lasse sie nicht allein.“
Ein Oberhausener wurde auf Facebook übelst verleumdet
Verleumdung
Kevin Silberkuhl wurde auf Facebook von einer unbekannten Person der Vergewaltigung bezichtigt. Die Polizei sagt, das ist ein Fake. Kevin Silberkuhl selbst sagt, da hasst mich einer so sehr, da will mich einer in Haft bringen.
Fachgeschäft setzt Impulse für die City in Oberhausen
Handel
„Ars Vivendi“ an der Elsässer Straße in Oberhausen ist ein Fachgeschäft für Accessoires, Interior und Mode. Jetzt zieht das Familienunternehmen in ein doppelt so großes Ladenlokal. Familie Randebrock will mit diesem Bekenntnis zum Standort Impulse für die Oberhausener City setzen.
Jugendliche in Oberhausen dürfen Sportschützen sein
Training
Der Schützenverein BSG Holten bot im Rahmen des Action Guide einen Schnupperkurs für junge Erwachsene an, um sie für den Schießsport zu begeistern. Bei dem Fünf-Tage-Training wurde neben den richtigen Schießtechniken auch Theorie und Grundregeln vermittelt.
Innenminister Jäger verbietet Rocker-Symbole im Internet
Rocker
NRW geht stärker gegen Rocker vor. Nachdem Bandidos und Hell's Angels in großen Teilen von NRW bereits das Tragen ihrer Kutten untersagt wurde, sind die Symbole der Rocker nun auch im Internet verboten. Das gab Innenminister Jäger bekannt. Es solle keinen rechtsfreien Raum geben, sagt der SPD-Mann.
Fotos und Videos
Pauluskirche in Oberhausen
Bildgalerie
Kirchenserie
Schluck für Schluck
Bildgalerie
Wassertest