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Bischof, Papst und Jesus

04.06.2007 | 13:45 Uhr

Franz Grave las im City-Kaufhof aus dem Bestseller "Jesus von Nazareth" von Josef Ratzinger, Papst Benedikt XVI.

Ein Störenfried bei einer Lesung aus dem Buch "Jesus von Nazareth"? Adrian, ganze vier Monate alt, quengelte nur kurz in seinem Kinderwagen und schlief friedlich ein.

Seine Mutter konnte sich danach voll auf den Essener Weihbischof Franz Grave konzentrieren, der gestern Nachmittag in der Buchabteilung des City-Kaufhofs aus dem jüngsten Werk von Papst Benedikt dem XVI. vortrug.

Harry Potter werde mit diesem Bestseller locker überrundet, gab sich der kirchliche Würdenträger leicht merkantil. Der Verfasser, Joseph Ratzinger sei ein interessanter Mann über den Rahmen der Kirche hinaus, der sich während der vielen Stationen seines Lebens mit Jesus von Nazareth beschäftigt habe.

In Zeilen gegossen seien seine Erkenntnisse und Ansichten nie bombastisch, jedoch durchgehend gewaltig und nicht immer ganz leicht zu verstehen.

Der Leser, so der Weihbischof, spüre, dass er nicht überredet werden soll, der Text stelle vielmehr eine Einladung zur Besinnung und zum Denken dar: "Der Autor möchte gar, dass ihm möglichst viele Leser schreiben."

Das Buch "Jesus" hat der ehemalige Theologie-Professor bereits als Kardinal begonnen und als Papst vollendet: Es sei das persönlichste Buch, das Joseph Ratzinger und das überhaupt je ein Papst geschrieben hat.

Dr. Michael Dornemann, Pfarrer in der City, sieht die Stärke des Druckwerks darin, dass die Menschen sich sehr nach Personen sehnen, die durch ihre Glaubwürdigkeit überzeugen. Da komme Benedikt XVI. bestens an. Sein Buch enthalte zudem wichtige Botschaften auch für die hiesigen Gemeinden, die mit ihrer Umstrukturierung beschäftigt sind. Das Buch mache Mut, weil es auf das Wesentliche hinweise.

Von Frank Eisenhardt



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