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Wohlklang aus lockerer Runde unterm Dach

02.10.2007 | 00:00 Uhr

GESANG. Muri sono sind 35 Frauen und Männer, die die unkomplizierte Atmosphäre untereinander schätzen.

HAMMINKELN. Singen macht Spaß. Zweifler sollten mal an einem Donnerstagabend zwischen 20 und 21.30 Uhr in der Ringenberger Musikschule vorbeischauen. Dann proben dort die Sänger des Chores Muri Sono. Wer die muntere Truppe aus rund 35 Frauen und Männern einmal gesehen, gehört und erlebt hat, der dürfte überzeugt sein: Musik und gute Laune gehören ganz einfach zusammen.

Angefangen hat die Geschichte von Muri Sono vor etwa zehn Jahren. 17 Hobbysänger taten sich zusammen, um ihrer Leidenschaft gemeinsam zu frönen. Nur der passende Proberaum fehlte noch. Die Sangeswilligen fragten bei der Musikschule Ringenberg nach. Die bot dem Chor den Raum unterm Dach an. Dort treffen sich die Mitglieder seither wöchentlich. Als kleine Referenz schwingen die Worte Musikschule Ringenberg als "Muri" im Namen mit. Sono steht für Wohlklang.

Was Muri Sono ausmacht, ist die lockere Atmosphäre untereinander - darin sind sich die Mitglieder einig. "Bei uns gibt es keine festgefahrenen Vereinsstrukturen", erklärt Jürgen Otto, der den Chor seit einigen Jahren leitet. Zwar gebe es mit Marianne Nörenberg eine Ansprechpartnerin. "Aber Vorsitzende, Kassierer und Schriftführer - das brauchen wir alles nicht." Der Chorleiter schlägt seinen Sängern Chormusik vor, die er gern mit ihnen umsetzen würde. Lange Gesichter oder Kopfnicken entscheiden darüber, ob das Vorgeschlagene tatsächlich einstudiert wird.

In ihrem Repertoire haben die Sänger von Muri Sono viel frische und fröhliche Musik. Sie singen unter anderem Pop-Oldies, Latin, Gospel und Swing. Damit treten sie bei Veranstaltungen der Musikschule oder auf Festen auf. Auch Konzerte - allein oder mit anderen Chören gemeinsam - geben die Chormitglieder regelmäßig. Bei Gottesdiensten haben sie für den gesanglichen Rahmen gesorgt. "Aber wir sind kein Kirchenchor und wollen es auch nicht sein", sagt Jürgen Otto.

Gerade bei jungen Leuten scheinen das lockere Konzept und die Musik anzukommen. Im Gegensatz zu einigen anderen Chören hat die Gruppe nicht mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Der Altersdurchschnitt liege deutlich unter 50 Jahren, sagt Marianne Nörenberg. Clara Berger ist mit 21 das jüngste Mitglied. Die Weselerin kam durch ihre Mutter in den Chor. "Ich mag die Lieder, die wir hier singen", sagt die Tochter zu der Frage, was ihr am Chorleben Spaß macht. "Und außerdem ist die Truppe einfach toll." Das Einzige, was dem Chor fehlt, sind Männer. Die sind derzeit nur zu viert. Aber Männer und Frauen sind dennoch gleichermaßen willkommen. (gasch)



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