Wissen, wofür man eintritt
30.09.2010 | 18:13 Uhr 2010-09-30T18:13:00+0200Wesel.Migrantenkinder im deutschen Schulsystem - wie kommen sie klar oder nicht? Was treibt sie an, wobei vergeht ihnen der Spaß am Lernen? Auch darum geht’s am 5. Oktober im Rathaus. Lamya Kaddor hält einen Vortrag.
Lamya Kaddor (32) wurde als Tochter syrischer Einwanderer in Ahlen geboren. Das Aufwachsen in zwei Kulturen, der arabischen und deutschen, war für sie „Grundstein von Kindesbeinen an“. Sie habe zwei Herzen im Körper, die für beide Kulturen schlagen. Das lebt sie, und dafür tritt die liberale Muslimin, Religions-Pädagogin und Buchautorin ein. Als Islamkunde-Lehrerin in Dinslaken weiß sie, wie Schulalltag und -realität aussehen.
Damit die zwei Herzen munter klopfen
Lamya Kaddor ist auf Einladung von Volkshochschule (VHS) und Integrationsrat zu Gast. Ihr Vortrag beginnt um 17.30 Uhr im Ratssaal. Sie lotet die Lebenswelt junger Muslime aus und welche Möglichkeiten zu religiöser Bildung dabei das Elternhaus und die Gemeinde spielen oder spielen könnten. Sie setzt sich für einen flächendeckenden Islam-Unterricht in deutscher Sprache ein. Denn: „Junge Muslime identifizieren sich mit dem Islam, sie wissen aber nicht, was das ist, was er bedeutet.“ Es müsste aufgezeigt werden, „wie wenig Wissen sie über eine Religion haben, mit der sie sich identifizieren“. Die studierte Islam- und Erziehungswissenschaftlerin nennt als Beispiel Vorstellungen über die Ehre. „Da dachten Kinder immer, dass diese islamisch seien. Sind sie aber nicht.“
Viele Wege können zu echter Integration und Bildungserfolgen führen. Ganz wichtig für Lamya Kaddor: „Integration durch Sport.“ Womöglich auch durch radikale Schritte wie den „Umzug aus dem Stadtteil, um Kindern ein anderes Umfeld zu schaffen“. Aber das Wesentliche ist und bleibt: „Sprachförderung. Sie muss eine besondere Rolle spielen“, so Lamya Kaddor; „gerade bei der frühkindlichen Förderung.“ Damit die zwei Herzen im Körper munter klopfen.
19:14
Noch einer fehlt: Bin Laden.
13:23
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22:42
Der Mensch braucht keine Religion, um Moral zu haben.
Der aufgeklärte Mensch trägt die Moral in sich, wird mit ihr geboren. Das nennt sich Evolution.
Jede Religion stört da nur.
13:17
Geld und Religon verderben denn charakter so heißt es richtig!
10:03
Opa hatte Recht.
09:11
@Moribundis
Religion ist nicht der Ursprung des Hasses, im Gegenteil. Die letzte moralische Instanz in unserer Gesellschaft. Diese Instanz möchte man gerne ausschalten, weil diese nicht in die globalisierte Wirtschaft passt. Man möchte sich eben nicht rechtfertigen für Hungerlöhne die man Menschen in der „Dritten Welt“ zahlt. Es passt nicht wenn Firmenniederlassungen in Deutschland geschlossen werden und in einem Billiglohnland wiedereröffnet werden.
Da stürzt man sich gerne auf die Verfehlungen von Kirchenvertretern, die werden dann medial vorab verurteilt. Die Muslime sind sowieso böse, verfügen über Massenvernichtungswaffen und wollen die westliche Welt ausradieren.
Tatsache ist, die westliche Welt, gesteuert durch die Wirtschaft führt die meisten Vernichtungskriege, das ist wirklich böse.
Mein Opa hat immer gesagt: „Geld verdirbt den Charakter“ und ich glaube da ist was wahres dran.
22:55
Religion, Religion und nochmal Religion.
Wann endlich werden die Menschen begreifen, dass Religion der Ursprung des Hasses und des Unfriedens zwischen den Menschen ist?