Weite Wege für Gehbehinderte
09.02.2010 | 19:36 Uhr 2010-02-09T19:36:00+0100Wesel. Behindertenparkplätze sind gut und wichtig. Aber an der Magermannstraße haben Anwohner Wilhelm Kleinpass und andere Betroffene ein Problem damit.
Die drei Parkplätze sind mit Nummern versehen und damit bestimmten Personen zugeordnet. Andere dürften sie nicht benutzen, so der 81-Jährige. Er, der in einer Altenwohnung lebt, und andere Gehbehinderte müssten unter diesen Umständen so entfernt parken, dass sie ihre Einkäufe weit tragen müssten. „Keiner weiß, wem diese Parkplätze mit den Kennziffern 215, 1133 und 1610 gehören”, sagt Kleinpass. Es sei gut möglich, dass deren Benutzer bereits verstorben seien. „Hier ist Aufklärungsarbeit gefordert. Es muss festgestellt werden, ob die Plätze noch vergeben sind, und wenn das nicht so ist, sollten die Nummern abgeschafft und die Plätze für uns alle nutzbar gemacht werden”, fordert er.
Dass er und andere Betroffene die Taxi-Stellplätze direkt vor der Tür missbrauchten, sei ja auch keine sinnvolle Lösung. Auch wenn die wenig genutzt würden. Aus diesem Grunde, meint er, könnte wenigstens einer der Taxi-Plätze zu einem Behindertenparkplatz gemacht werden, um zumindest eine kleine Verbesserung für die Senioren zu erzielen. Der Seniorenbeirat, meint Wilhelm Kleinpass, der sich in anderen Fragen so einsetze, solle sich dieses Themas annehmen.
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