Vogel blieb lange standhaft
22.06.2008 | 18:18 Uhr 2008-06-22T18:18:06+0200SCHÜTZEN FELDMARK. Nach einerm spannenden Schieß-Wettbewerb stand um 18.36 Uhr endlich der neue König fest. Hartmut Kapell ist nun der Regent im Verein "Vorm Clever Tor".
WESEL. Selbst der kaufmännische Angestellte, "Vogelbauer" und Kommandeur Friedhelm Graßhoff (47), und einer der drei Königsaspiranten vom Schützenverein "Vorm Clever Tor" in der Feldmark, stießen beim Schießen an ihre Grenzen: Der Rumpf wackelte auf der Schraube hin und her und wollte partout nicht fallen. Erst als die Gewehrhalterung gelockert war, fiel der Rumpf am Samstag um 18.36 Uhr zu Boden. Beim Hauptmann der zweiten Kompanie, dem 51-jährigen Maurer Hartmut Kapell. Vorher hatte auch der Schlosser und Spieß der gleichen Kompanie, Georg Janssen (57), sein Glück versucht.
Doris Janssen ist die neue Königin
Zu seiner Königin wählte der Nachfolger des Königspaars Peter Booms und Karin Groos die im Nebenberuf als Küchenhilfe in der Schillkaserne tätige Doris Janssen. Den Thron besetzen Georg Janssen und Anne Kapell, Peter und Petra Booms, Manfred und Sigrid Kotes, Bernd und Helga Bückmann sowie Manfred und Elisabeth Hendrix.
Das Schützenvolk und viele, viele Schaulustige verfolgten das spannende Königsschießen, denn wenig später folgte die feierliche Inthronisation. Hierzu hatten sich auch Vertreter der hiesigen Schützenvereine und die lokale Prominenz angesagt. Vorausgegangen war am Freitag bereits das Vogelpreisschießen, bei dem Heinz Kleinübbing (Tambourkorps) den Kopf, Michael Knipping (1. Kompanie) den Reichsapfel, Herbert Schmellekamp (1. Kompanie) das Zepter und Jens Tenbergen (Tambourkorps) den rechten Flügel holten. Anderntags vor dem Königsschießen musste erst noch der linke Flügel runter. Den schoss Jürgen Hansen von der zweiten Kompanie ab. Beim Bataillonsschießen Wochen vorher erwiesen sich Hermann Altschwager, Jürgen Hansen und Rolf Fechner als die besten Schützen.
Wie die NRZbereits berichtete, fand das Schützenfest 60 Jahre nach der Wiedergründung 1945 statt. Die Tradition der Feldmarker geht allerdings auf das Jahr 1840 zurück. 30 Jahre hatte Heinz Funke das 310 Mitglieder starke Bataillon geführt. Mit dem Ehrenring zeichnete ihn daher sein Nachfolger als Präsident, Jürgen Essen, aus. Damit gehört Funke zum Kreis der Ehrenringträger - dies ist die höchste Auszeichnung im Verein. Die Würde erhielten vor ihm Johannes Kettner, Johannes Borgmann, Johann Voss, Bernhard Borgmann, Matthias Schlug und Karl-Heinz Knipping.
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