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Sehnsucht nach Frieden und Harmonie

29.12.2008 | 19:00 Uhr
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Sehnsucht nach Frieden und Harmonie

Die „Missa Pastoril” mit dem Chor Cantemus Büderich wurde vor 500 Zuhörerinnen und Zuhörern zum Erfolg.

Am Ende zahlten sich Hans-Heinrich Strubergs jahrelangen Bemühungen, an die Noten der „Missa Pastoril” des brasilianischen Komponisten José Mauricio Nunes Garcia zu kommen, aus. Es war ein Abend der Extraklasse, den der gemischte Chor Cantemus Büderich den rund 500 Besuchern in der katholischen Pfarrkirche St. Peter bot. Außergewöhnliche Klänge, harmonischer Gesang und tolle instrumentale Darbietungen des Collegium Musicum Krefeld bescherten dem Publikum anlässlich des 40-jährigen Chorleiter-Jubiläums von Hans-Heinrich Struberg ein gefühlvolles Weihnachtskonzert.

„Ihre Anwesenheit zeigt, dass unsere Sehnsucht nach Frieden und Harmonie gerade in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise lebendig ist”, sagte Pastor Georg Zglinnicki. Die Interpretationen der Musiker und des Chores luden zur Besinnung am Jahresende ein. Zum emotionalen, teils mehrstimmigen Chorgesang fügte sich wohllautend die gelungene instrumentale Untermalung des Collegium Musicum Krefeld. Beides sorgte für eine andächtige Atmosphäre in der vollbesetzten Kirche.

Besonders bemerkenswert: der Gesang der Solisten Ulrike Mertens (Sopran), Christel Baum (Alt), Thomas Weiß (Tenor) und Karl-Josef Heppekausen (Bass). Opernhaft anmutende Elemente beim „Qui tollis”, mächtige Lobgesänge und kraftvoll dominierende Parts sorgten für ein Bild des weihnachtlichen Friedens.

Info
1216 Euro für die Missionsstation in Coroata

Es war für Chorleiter Hans-Heinrich Struberg kein leichtes Unterfangen, die Noten der „Missa Pastoril” zu bekommen. Der Kontakt zu Maria Thielen aus Alpen machte es schließlich möglich. Die Entwicklungshelferin, die bis vor einiger Zeit in einer Missionsstation im brasilianischen Coroatá gearbeitet hat, konnte die Noten besorgen. Zum Dank wurden im Anschluss an das Weihnachtskonzert Spenden im Wert von 1216 Euro gesammelt, die der Missionsstation zugute kommen sollen.

Aber auch die sorgsam ausgewählten Stücke des Rahmenprogramms zeugten von der hochkarätigen musikalischen Qualität des Konzertes. Gewaltige Orgelklänge bei der „Sonata XXVII” von Carlos Seixas und anspruchsvolle Klangbilder bei der Ouvertüre aus „Il duca di foix” von Marcos Portugal rundeten einen gelungenen Konzertabend ab. Das Publikum bedankte sich am Ende mit einem lang anhaltenden Applaus bei den vielen Akteuren.

Julia Schulters

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