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Seelenlandschaften und mehr

12.11.2009 | 18:50 Uhr
Seelenlandschaften und mehr

Schermbeck. Phantastisch-symbolische Malerei trifft lyrischen Expressionismus: Die Ausstellung von Ellen Kierst und Jürgen Radojewski in der Verbands-Sparkasse bietet eine „unglaublich große Vielfalt”.

Diese Vielfalt hob Kunstpädagogin Frederike Wandersleb in ihrer Einführung während der Eröffnung exemplarisch an einzelnen Werken hervor. „Die Qualität in der Kunst wird es immer schwerer haben”, wagte sie einen Blick in die Zukunft, um dem ausstellenden Ehepaar eben jene Güte ihrer Arbeiten zu bescheinigen.

Autodidaktin Kierst ist seit ihrer Jugend kreativ tätig. Pflanzen, Porträts und Landschaften sind ihre Themen, bei den Pastellkreiden nutzt sie selbst kleinste Krümelchen für ihre Werke. Wandersleb findet, dass der Betrachter gefragt ist, ihre Arbeiten zu deuten und für sich zu komplettieren. Seelenlandschaften seien ihre Bilder. Auch mit Speckstein arbeitet die Künstlerin, bemerkenswerte Skulpturen entstehen daraus.

Radojewski, der in Essen Kunst studierte und seit 1993 an der Freien Waldorfschule Gladbeck lehrt, nutzt auch die Musik für seine Bilder. Ipsens „Peer Gynt” oder Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung”, diese Motive finden sich in seinen Arbeiten wieder. „Es ist eine Werkschau der vorigen fünf Jahre”, erläuterte er. „Assoziationen sind erwünscht”, erklärte er weiter. „Aus der Farbe heraus” entstehen seine Exponate in freier Gestaltung. Auf einen Titel oder eine gemeinsame Überschrift ihrer Ausstellung wollten die beiden Kreativen verzichten: Bei den unterschiedlichen Themen „möchten wir uns keinen Zwang auferlegen”, so Radojewski.

Seit 2002 haben die beiden in Wesel und Schermbeck Studioateliers und ein Jahr später die Künstlergruppe Avalon gegründet. Zur Malerei kommt hier die Musik: In vier Jahren sind zwei CDs entstanden.

Filialleiterin Martina Martens hatte die beiden Künstler nach einer neuen Ausstellung gefragt, da Radojewski hier vor fast zehn Jahren schon einmal mit seinen Werken zu sehen war. Die beiden finden es spannend, gemeinsam auszustellen. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Werke alle zu kaufen.

Die Schau läuft bis Montag, 7. Dezember, in der Sparkasse an der Mittelstraße.

Andreas Rentel

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