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Gesunde Wirtschaft als Basis

06.08.2009 | 18:16 Uhr
Gesunde Wirtschaft als Basis

Die FDP setzt auf den Lippemündungsraum und die Stadtentwicklung. Citybus und Jugendgästehaus in der Aue gewünscht

Mitten auf der neuen Rheinbrücke präsentiert sich die Weseler FDP-Mannschaft für die Kommunalwahl am 30. August. Sie wählte damit ein Sinnbild für ihr Motto „Wir handeln für die Mitte!” und macht die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Stadtentwicklung zu ihren Hauptthemen im fünfseitigen Wahlprogramm. Dass dabei auch die Finanzen und der Haushalt eine besondere Rolle spielen, versteht sich laut Fraktionschef Friedrich Eifert von selbst. Zusammen mit Volker Burger, Stefan Honnef und Bürgermeisterkandidat Marcus Schafaff stellte er gestern die Ziele des Weseler Ortsverbands vor.

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Blick nach vorn

Zwölf Prozent für die FDP – mit diesem Wahlergebnis liebäugelt Fraktionschef Friedrich Eifert, der zurzeit mit zwei Kollegen im Weseler Rat sitzt schon. „Das wären fünf bis sechs Sitze”, sagt er und hofft auf eine Zusammensetzung des neuen Rates, die ihm gefällt. Denn letztlich stehe und falle alles mit den handelnden Personen, meint er. Namen wolle er da allerdings nicht nennen, man beschäftige sich lieber mit sich selbst. Personelle Veränderungen bei der FDP wird es im Übrigen kaum geben.

Ganz oben angesiedelt ist das Thema Lippemündungsraum. Hier habe sich bisher kaum etwas bewegt. Die Infrastruktur müsse dringend weiterentwickelt werden. Anfang 2010, wenn das Hafenkonzept vorliege, müssten sofort entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, fordert Eifert. Dazu gehörten auch Investitionen. Für die FDP sei klar, dass aus dem Stadthafen kein Containerhafen werden darf. Kleingewerbe, Dienstleistung und Gastronomie Richtung Aue würden von den Liberalen aber gern gesehen.

Ausgaben unter der Lupe

Bei den Finanzen wollen die Liberalen die Ausgabenseite intensiv unter die Lupe nehmen, sprich: alle freiwilligen Leistungen der Stadt. Schließlich gehen sie davon aus, dass der nächste Etat nicht ausgeglichen ist. Die formulierten strategischen Ziele müssten nun konkret an Zahlen festgemacht, und die Bürgerschaft soll ständig in die Überlegungen eingebunden werden.

In Sachen Stadtentwicklung möchte die FDP die Sicht der Planer kennenlernen. Und beim Stadtmarketing würde sie es gern sehen, wenn die einzelnen Beteiligten sich zusammenschließen statt nebeneinander zu wirken. City-Manager Thomas Brocker sei Einzelkämpfer und habe nicht die Freiräume, die sich die Partei vorstelle.

Die Aue soll laut Eifert naturverträgliches Freizeitgebiet mit Jugendgästehaus werden, und auf der Draht-Esel-Route könnten Geschichte und Sehenswürdigkeiten besser vermarktet werden. Kulturell sei Wesel nicht schlecht aufgestellt, allerdings wünscht man sich mehr Leben – etwa in Form von sonntäglichen Konzerten – im Heubergpark. Man setze auf den Studienstandort Wesel und will die Wohnumfelder attraktiver gestalten. Außerdem sei das Angebot der Kinderbetreuung für Berufstätige noch nicht optimal, zumal viele Alleinerziehende im Einzelhandel arbeiteten und manche Geschäfte erst um 22 Uhr ihre Türen schließen.

Wohnen am Wasser

Gerne würde es die FDP sehen, wenn sich ein Busrundverkehr für die Innenstadt mit Anbindung an die Aue etablieren könnte. Sollte dies nicht möglich sein, könnte die Niag alle zwei, drei Stunden einen Schlenker Richtung Aue machen. Weiter forciert werden müsse die Seenplatte zwischen Wesel und Rees sowie das Projekt Wohnen am Wasser. Und: Die Stadtverwaltung soll von Grund auf neu organsiert werden.

Petra Herzog

Kommentare
12.08.2009
00:25
Gesunde Wirtschaft als Basis
von Angelique.Oomen | #13

12 Lol, Herr Sch., klar, Herr Hovest und Herr Spelmanns haben sich geeinigt und nur sie wissen, dass es eine Große Koalition zwischen SPD und CDU gab?...
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2009-08-06 18:16
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