Es wird keine Autofähre geben
03.09.2010 | 18:24 Uhr 2010-09-03T18:24:00+0200Wesel.Der Fährenbetreiber aus Meerbusch, der während der Vollsperrung der Rheinbrücke seine Dienste in Wesel anbieten wollte, hat sein Angebot zurückgezogen. Spix stellt einen Fahrradverleih auf die Beine.
„Das Risiko ist mir einfach zu groß“, sagt Hans Schäfer. Gern wäre der Betreiber der Autofähre Michaela II, die zwischen Meerbusch-Langst-Kierst und Düsseldorf-Kaiserswerth pendelt, in der Zeit vom 8. bis 18. Oktober mit seinem Schiff nach Wesel gekommen, um - wenn die Rheinbrücke komplett gesperrt ist - Menschen über den Rhein zu bringen. Dort, wo normalerweise die Keer Tröch II verkehrt, wollte Schäfer mit der Michaela II pendeln. Nun hat der Meerbuscher sein Angebot zurückgezogen.
„Ich kenne die Strukturen hier nicht und habe keine Ahnung, wie viele Menschen die Fähre nutzen würden“, sagt Schäfer. Der 70-Jährige hat Gespräche mit der Stadt und mit dem Landesbetrieb Straßen NRW geführt. „Ich müsste 20 000 Euro einnehmen, damit sich die Aktion für mich lohnt, und ich hätte eine Garantie über diese Summe gebraucht“, so Schäfer. „Es war letztendlich keiner bereit, mir diese Garantie zu geben, deshalb kann ich nicht kommen.“
Hans Löckmann von Straßen NRW freut sich indes über das Engagement von Spix. Die Sozialpsychiatrische Initiative Xanten stellt während der Sperrzeit einen Fahrradverleih auf die Beine. Linksrheinisch soll das Stück alte B58, das zum Baubüro vor der Brücke führt, als Parkplatz genutzt werden. Vor der Brücke stellt Spix einen Bauwagen auf, in dem es Fahrräder zu leihen gibt. Auch eine Fahrradwache wird eingerichtet, für diejenigen, die ihr eigenes Rad mitbringen möchten. Ab heute gibt es an der B 58 linksrheinisch ein Hinweisplakat von Spix mit der Bitte, dass Interessenten, die den Radverleih nutzen möchten, sich anmelden sollen.
Rund 26 000 bis 28 000 Fahrzeuge passieren die Brücke täglich.
0mitdiskutieren