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Weibermarkt Wertherbruch

Eine gelungene Premiere

03.10.2010 | 17:30 Uhr
Eine gelungene Premiere

Hamminkeln. „Das ist so schnuckelig hier“, schwärmte Hildegard Fischer begeistert und traf damit den Nagel auf den Kopf: Der Weibermarkt am Wertherbrucher Café Waldsee, der an diesem Wochenende Premiere hatte, war äußerst „schnuckelig“.

26 Ausstellerinnen und Aussteller hatten mit ihren Zelten, Pavillons und Ständen Stellung rund um das originelle Café bezogen und boten den vielen Besuchern ein vielfältiges, handgemachtes Shoppingerlebnis – vom Filztäschchen bis zur Weihnachtsmarmelade.

Die Idee zum Weibermarkt hatte Elfriede Wind, Mitinhaberin des Cafés. „Meine Mutter hat so einen Weibermarkt irgendwo schon mal gesehen und von der Atmosphäre geschwärmt. Seitdem wollte sie so einen Markt auch unbedingt mal hier veranstalten“, erklärte Stefanie Wind vom Café Waldsee. Gesagt, getan: Zwei Monate lang hatten die beiden Frauen dann Freunde, Bekannte und Verwandte aktiviert, die für das handgemachte Angebot des Weibermarktes sorgen sollten und ihn rasch auf die Beine gestellt. „Natürlich kommen auch Männer auf den Weibermarkt, aber es ist für die „Weiber“ halt interessanter zu schauen“, lachte Stefanie Wind. Und wirklich: die meisten Frauen stöberten begeistert und verzückt in rosageblümten Stoffen, glitzernden Schmuckstücken und duftenden Marmeladen, während ihre Begleiter wohl eher sehnsüchtig auf den Grünkohl mit Mettwurst warteten, der im Café als Stärkung nach dem anstrengenden Einkaufsbummel durch das bewaldete Gelände angeboten wurde.

Bei Sonne verkauft
sich alles besser

Bei Elvira Olk und Annette de Vos konnte „frau“ sich sehr gut auf die bevorstehende kalte Jahreszeit vorbereiten: wärmende Socken und bunte Schals lockten neben süßen, selbst gestrickten Plüschmonstern unter dem mit Kerzen beleuchteten Pavillon – und hätten gerade bei dem eher ungemütlichen Wetter am Samstag reißenden Absatz finden sollen. Aber: „Bei Sonne verkauft sich alles besser. Die Leute schauen dann mehr“, meinte Elvira Olk. Brigitte Gottschalk, die am Stand ihrer Tochter Inge El Khawaga über deren selbst gemachten Schmuck und bunte Traubenkernkissen wachte, setzte bei ihrer Verkaufsstrategie auf eigene Erfahrungen. „Man kommt ja ins Gespräch; und dann erkläre ich den Leuten, dass so ein Traubenkernkissen am Abend im Nacken wahre Wunder bewirkt.“

Und während manche Frau noch unentschlossen zwischen Perlenschmuck und Flauschkissen schwankte, hatte eine Dame schon ihren Favoriten gefunden: „Ich habe eine Filzbrosche gekauft!“, rief sie entzückt, als sie aus dem Zelt von Helga Majert kam, das aussah wie eine überdimensionierte Kuschelhöhle.

Stefanie Hain



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