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Arbeitsteilung stärkt die Heime

24.09.2010 | 18:25 Uhr
Arbeitsteilung stärkt die Heime
Gabriele Große Homann und Nikolaus Ridder (r) teilen sich die Aufgabe, die Seniorenheime in Dingden und Bocholt zu betreuen. Links Pfarrer Ludger Schneider. Foto : Johann Ridder / WAZ FotoPool

Hamminkeln. Zu einer Aufgabenteilung haben sich die Senioreneinrichtungen in Dingden und Bocholt entschlossen. Gabriele Große Homann übernimmt die Heimleitung, Nikolaus Ridder die Kaufmännische Geschäftsführung.

Die Herausforderungen der Zukunft meistern - diesem Anspruch will das St. Josef-Haus in Dingden nicht erst seit der Gründung einer Holding mit der Kardinal-Diepenbrock-Stiftung in Bocholt gerecht werden. Doch die Bildung dieser Dachgesellschaft vor knapp zwei Jahren ermöglicht dem Seniorenheim an der Marienvreder Straße noch schneller auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können und trotzdem den hochgesteckten Qualitätsansprüchen zu genügen.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Arbeitsteilung zu sehen, zu der sich die Holding entschlossen hat. Bislang war Nikolaus Ridder Geschäftsführer der Gesellschaften in Dingden und Bocholt und Heimleiter in Dingden in Personalunion. Seit Mai hat der 40-Jährige Unterstützung bekommen. Gabriele Große Homann übernimmt die Heimleitung für die beiden Häuser. Die 52-Jährige hat zunächst 30 Jahre lang als Krankenschwester im Marien-Hospital in Wesel gearbeitet, bevor sie ihre Weiterbildung betrieb, um anschließend in der ambulanten Pflege tätig zu sein. In Münster arbeitete sie für die Caritas und wurde dort in die Heimleitung einer Senioreneinrichtung berufen. Zwei Heime der Diakonie in Osnabrück waren für weitere sieben Jahren Arbeitsplatz für Gabriele Große Homann. Nun ist sie „zurück zu den Wurzeln“, wie sie es gestern bei ihrer Vorstellung in Dingden selbst nannte. Denn die Mutter einer erwachsenen Tochter stammt aus Schermbeck, dort leben ihre Eltern und Bekannte.

Die Holding
8,5 Millionen im Budget

Zur Holding gehören das Dingdener St. Josef-Haus, das über 74 Pflegeplätze und 30 betreute Wohnungen verfügt. Insgesamt arbeiten hier 100 Menschen. Die Kardinal-Diepenbrock-Stiftung Bocholt verfügt über 86 Pflegeplätze, 116 Angebote für betreutes Wohnen und 114 Altenwohnungen. Die Zahl der Mitarbeiter liegt bei 150. Jährlich wird ein Budget von 8,5 Millionen Euro bewegt.

Die Erfahrungen der ersten Monate bewertete Gabriele Große Homann überaus positiv. Das St. Josef-Haus sei auf sehr aktuellem Stand und zeichne sich durch eine bewohnerorientierte Versorgung aus. Beeindruckend sei für sie die intensive Einbindung ins Dingdener Gemeindeleben. Die neue Heimleiterin hat ihre festen Zeiten, zu denen sie in den beiden Einrichtungen zu finden ist. Ansonsten ist auch für sie Flexibilität wichtig.

Ei
genes Gesicht bewahren

So geht es natürlich auch Nikolaus Ridder, der seine Aufgabe als Kaufmännischer Geschäftsführer vorwiegend von Dingden aus wahrnimmt. Der 40-jährige Dingdener ist froh über die neue Konstellation, die Reaktionen auf die sich ständig wandelnde Herausforderungen im pflegerischen Bereich erleichtern. Nicht zuletzt der demografische Wandel zwingt Senioreneinrichtungen zu handeln. Einer steigenden Zahl von pflegebedürftigen alten Menschen steht ein deutlicher Rückgang bei jungen Menschen gegenüber, die qualifiziert in diesem Bereich arbeiten könnten.

Doch trotz der gemeinsamen Aufgabe in Dingden und Bocholt soll jede Senioreneinrichtung ihr eigenes Gesicht und ihren Charme behalten, versichern Nikolaus Ridder und Gabriele Große Homann übereinstimmend.

Margret Brüring


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