Margret Trippe macht Platz für das Oberstufen-Büro
12.06.2012 | 17:45 Uhr 2012-06-12T17:45:00+0200
Altena. Fast immer, wenn Margret Trippe das Licht in ihrem Ladenlokal anknipst, klopfen frühere Kunden an die Scheibe: „Verkaufen Sie wieder?“ ist die häufigste Frage, die der Altenaer Geschäftsfrau gestellt wird. Margret Trippe verkauft tatsächlich: Ihr Haus, in das in einigen Wochen das Oberstufen-Büro des Burggymnasiums einziehen will. Der Kaufvertrag steht kurz vor der Unterzeichnung.
„Ich werde mich jetzt sputen“, erklärt Margret Trippe. Mitte Juli will sie ihre Wohnung und ihr früheres Ladenlokal komplett geräumt haben. Ihre Söhne helfen ihr bei den schweren Gegenständen. „Alles andere mache ich selbst“, berichtet die Altenaerin. „Ich darf im Ruhestand alles, aber nur nicht den Überblick verlieren.“
In den Regalen sind noch ein paar Restposten zu finden. Das Lösungsheft für den LÜK-Kasten, mit dem so viele Altenaer Kinder lesen und schreiben gelernt haben. Ein Sortiment an Gruß- und Trauerkarten ist übrig geblieben und vereinzelte Deko-Artikel sind beim Ausverkauf nicht mehr rausgegangen. Für das Papier haben sich die Kindergärten erwärmen können. „Aber so einen Kasten für Computerdisketten wird man heute einfach nicht mehr los“, sagt Margret Trippe. Ihr Restsortiment zeugt jedoch von der enormen Produktvielfalt, die Trippe einst im Laden führte. „Bei uns hat man ja auch noch ein Einzelteil nachkaufen können.
Eigentlich noch gut zu gebrauchen
Margret Trippe räumt die Reste nun in Kisten. Das Sperrgut wird abgeholt. Mit dem Wandmobiliar will die frühere Ladenbetreiberin noch warten: „Der Schrank mit den Auftragsschubladen war eine Maßanfertigung. Den könnte jedes Unternehmen gut gebrauchen, das hier mal einzieht.“
Auch das vorhandene Regal-Aufkommen bietet jede Menge Stauraum. „Aber die werden wohl nicht mehr gebraucht.“
Immerhin: Für die alte Nähmaschine mit Pedal und für die Bügelmaschine haben sich Interessenten gemeldet.
07:23
Liebe Frau Trippe,
da werden Erinnerungen wach: An die ersten Schulbücher -hefte, vor allem auch an die Schutzumschläge für Schulbücher, die mir meine Eltern damals bei Ihnen gekauft haben. Pelikan oder Lamy, welche Patronen für welchen Stift, Tintenkiller und Co. Der Weg führte damals einfach nur über Trippe.
Ich bin mir sicher, so wie mir geht es unzähligen Menschen, die in Altena zur Schule gingen: Man konnte sich stets auf den Rat von Frau Trippe verlassen.
Danke für all die jahrelange Arbeit und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler und alles Gute für Ihr Zukunft, liebe Frau Trippe!