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Begegnung mit der Kunst als Erlebnis für Kinder

18.06.2012 | 07:00 Uhr
Begegnung mit der Kunst als Erlebnis für Kinder
Aus Schuhkartons bastelten die Kinder ein eigenes Museum für ihre Arbeiten beim Projekt im Museum für Gegenwartskunst

Siegen. Ein großer Tag für die Kinder der katholischen Grundschule Gerlingen: Sie durften präsentieren, was sie bei der Begegnung mit den großen Künstlern gelernt und in eigenes Tun umgesetzt hatten. Ihre Arbeiten waren auf dem Boden einzelner Räume des Museums ausgelegt oder aufgestellt. So konnten sie rekapitulieren, wie sie zu ihren Produkten gekommen waren.

Mit Eifer erzählten sie sich gegenseitig und den Eltern, die zu dieser Leistungsschau mitgekommen waren, von ihren „Lernprozessen“. Andrea Freiberg, eine der künstlerischen Betreuerinnen dieses Projekts, hatte einleitend den Kindern schon in Erinnerung gerufen, wie sie vorgegangen waren.

„Euer Besuch im Museum wurde zur Forschungsreise in die Welten der Malerei, der Zeichnung, der Fotografie oder Skulptur. Nachdem wir die unscharfen Blumenbilder von Cy Twombly gesehen haben, habt ihr mit der Druckerpresse Stillleben aus echten Blumen gedruckt. Antoni Tapies hat sich mit dem menschlichen Körper beschäftigt. Ihr habt eure Nase und Hände im Ton gedrückt und einen Gipsabdruck davon gemacht. Ihr habt Vulkane aus Ton modelliert, nachdem ihr das rot glühende Bild von Emil Schumacher gesehen habt.“

Nach dem Vorbild von Lucian Freud und Sigmar Polke haben die Kinder Gesichter gemalt und auf Folie übertragen. Sie haben versucht, ein Bild von Fritz Winter mit Geräuschen und Klängen zu untermalen. Und schließlich haben sie aus Schuhkartons ein eigenes Museum gebastelt und Kunstwerke hineingestellt. Eine produktive Art, sich mit großer Kunst zu beschäftigen, ohne zu versuchen, diese zu imitieren. „Fruchtbare Auseinandersetzung“ war einst eines der Leitmotive für das pädagogische Prinzip der „originalen Begegnung“.

Knut Lohmann



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