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Niemals geht man so ganz

08.01.2009 | 19:28 Uhr

EHRUNG. Franz Sevens wurde die Ketteler-Medaille verliehen. Er übergab den Vorsitz bei der ARG an Karl-Heinz Theberath.

ALPEN. Unzählige Ehrungen und Auszeichnungen hat Franz Sevens schon erhalten. Schließlich hat der ehemalige Gemeindedirektor von Alpen viel auf den Weg gebracht. Die Medaille allerdings, die er gestern auf der Jahreshauptversammlung der Alten- und Rentnergemeinschaft erhielt, werde in seinem Wohnzimmer einen Ehrenplatz bekommen, versprach der 81-Jährige.

Das Gesicht der Gemeinde geprägt

Ist doch die Ketteler-Plakette, die an den früheren Bischof von Mainz und Gründer der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler, erinnert, die höchste Auszeichnung, die die KAB bundesweit zu vergeben hat. "Gerade mal um die 100 sind im Laufe der Jahre verliehen worden", sagte der Alpener KAB-Ehrenvorsitzende Karl-Heinz Theberath, der die Auszeichnung vornahm. "Das ist keine Alltagsfliege, die man wie Kamelle nachgeworfen bekommt." Und damit nicht genug. Die Plakette ist die letzte ihrer Art, die die KAB in ihrem Fundus hat. Eine Neuauflage ist nicht vorgesehen.

Mit der Medaille würdigte die KAB nicht nur die 22-jährige Vorstandsarbeit von Franz Sevens bei der Alten- und Rentnergemeinschaft. "Er hat das Gesicht der Gemeinde geprägt, jedes Engagement ständig gefördert", meinte Theberath. Nicht umsonst habe Alpen mehrfach den Ehrenamtspreis des Kreises erhalten. So sah es auch Präses Pastor Helmut Grauten, der seinem in Jugendzeiten ehemaligen Klever Nachbarn und Firmpaten, eine lebendige Vorstandsarbeit bescheinigte.

"Trotz aller Freude an meiner Arbeit muss ich sagen, dass mir dieses schöne Amt immer mehr Schwierigkeiten bereitet", erklärte Sevens, warum er zwar bei der ARG weiter aktiv bleibe aber jetzt den Staffelstab an Karl-Heinz Theberath weiterreiche. Der hatte sich schon im Vorfeld eingearbeitet und mit Franz Sevens das Jahresprogramm 2009 für die Rentnergemeinschaft zusammengestellt. Und da ist die Handschrift des 69-Jährigen schon zu erkennen. Es sei wichtig, dass sich die Senioren informieren, meinte Theberath. Wie zum Beispiel über das neue Heimgesetz oder welche Möglichkeiten es bei der ambulanten Hilfe gibt. Er habe in diesem Zusammenhang auch schon Kontakt mit dem Marienstift aufgenommen. "Wäre schön, wenn man das Cafe zu einem Internetcafe ausbauen könnte." Und noch etwas liegt dem neuen Vorsitzenden der Alten- und Rentnergemeinschaft am Herzen: "Wir sind im Schnitt Mitte 70. Auf Dauer möchte ich bei uns junge Senioren um die 60 Jahre einbinden."

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