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Knöllchen für Falschfahrer

22.10.2007 | 23:41 Uhr
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SICHERHEIT. Kreispolizei setzt ihre Kontrollen von meist jugendlichen Zweiradfahrern in Xanten, Alpen und Sonsbeck fort: Zwei Ordnungswidrigkeiten, 36 Verwarnungen und 13 Elternbriefe.

DIE BILANZInsgesamt zehn Polizeibeamte waren gestern in Xanten, Sonsbeck und Alpen im Einsatz. Sie überprüften nach Angaben von Kriminalhauptkommissar Lothar Pöppler 60 Personen und 130 Räder. Es wurden bei dem von 7 bis 15 Uhr dauernden Einsatz zwei Ordnungswidrigkeiten geahndet, 36 Verwarnungen ausgesprochen und 13 Elternbriefe auf den Weg gebracht. Die Sicherheits-Aktion wird fortgesetzt. KREIS WESEL. Wer gestern Morgen auf seinem Rad ohne Licht unterwegs war, musste mit Ärger rechnen: Ab sieben Uhr in der Früh hatten sich Polizeibeamte in Xanten und Alpen und später auch in Sonsbeck an den klassischen Schulwegrouten postiert. Ihr Ziel: Die überproportional hohe Zahl der Unfälle mit meist jugendlichen Zweiradfahrern durch gezielte Kontrollen zu verringern.

Zahl der Mängel ging zurück

Offenbar mit Erfolg. Die seit knapp einem Jahr laufende Aktion hat - zumindest was die technische Funktionstüchtigkeit der Fahrräder betrifft - das Problembewusstsein geschärft. Die Zahl der Mängel sei deutlich zurückgegangen, erklärte Polizei-Oberkommissar Jürgen Hildebrand. Er schob am Kreisverkehr Bahnhofstraße, unweit vom Xantener Schulzentrum Wache, hielt Radler an, die den Radweg in falscher Richtung befuhren - in diesem Falle ältere Herren, die noch einmal mit einer Ermahnung wegkamen, dann kehrt machten, den Kreisel umrundeten und schließlich erneut in die Bahnhofstraße einbogen - diesmal auf der richtigen Seite.

Waren Hildebrand und ein Kollege mit ihren Mountainbikes in Xanten vor Ort, übernahmen in Alpen am Schulzentrum an der Fürst-Bentheim-Straße diese Aufgabe vier Motorrad-Streifen; sie wechselten später an die Hochstraße in Sonsbeck, wiesen Jung und Alt auch dort auf Fehlverhalten hin, ermahnten und schrieben "Knöllchen": Fünf Euro für das Fahren auf dem Gehweg, zehn Euro für Fahren ohne Licht, 15 Euro für die Benutzung des Radweges in falscher Richtung und 25 wenn das Rotlicht der Ampel missachtet wurde, zählte Polizeihauptkommissar Dirk Karneil auf.

Wurden Kinder unter 14 Jahren mit defekten Rädern angetroffen, gab's neben der Aufklärung auch einen Brief an die Eltern. In diesem wird darauf hingewiesen, welche Risiken es birgt, wenn ihr Nachwuchs sich mit technisch defekten Rädern auf den Schulweg macht. Eine Woche haben sie Zeit, den Mangel zu beheben - und dies der Polizei durch Reparaturbestätigung oder durch Vorführung des Rades nachzuweisen.

Jugendliche ab 14 mussten gestern mit einem "Knöllchen" rechnen - wie Justus, der in Xanten an der Poststraße den Radweg in falscher Richtung befuhr. Seine Einsicht hatte preismindernde Wirkung: zehn Euro. Doch Justus ist schon "seit ewigen Zeiten" so vom Stifts-Gymnasium heimgeradelt und findet es wesentlich schlimmer, bei Rot über die Ampel oder in der Dunkelheit ohne Licht zu fahren . . .

VOLKER STROMMENGER

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2007-10-22 23:41
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