Gut gelaufen beim Laufspektakel
21.09.2009 | 10:06 Uhr 2009-09-21T10:06:00+0200Rheinberg. In der Innenstadt waren Tausende auf den Beinen. Beim großen Laufspektakel machten rund 1000 Sportler zu Fuß, mit Nordic-Waling-Stöcken oder auf Inlinern mit. Es gab einen neuen Sieger und einen Streckenrekord.
Der Satz des Tages kam aus berufenem Munde. „Auch langsam sind die noch sehr schnell”. Franz-Josef Weyers, Moderator an der Ecke Innennwall/Orsoyer Straße, meinte damit eigentlich die Inliner, die hier gerade um die Kurve pfefferten. Diese Feststellung könnte aber auch für die übrigen rund 1000 Teilnehmer des 9. Laufspeaktakels – der jüngste war gerade drei, der älteste 74 – gelten.
Jeder war am Sonntag in der Rheinberger Innenstadt auf seine Weise schnell unterwegs. Für alle galt bei traumhaftem Wetter einmal mehr die Devise: Dabei sein war alles. Wie beispielsweise für die vierjährige Sarah. „Das ist meiner erster Lauf. Ich möchte nur ankommen.” Hat sie kleine Bortherin dann auch geschafft, im 400-Meter-Lauf. Sein Debüt beim Laufspektakel feierte auch der siebenjährige Finian. Trainiert? „Nö, dafür habe ich aber ein paar Größere überholt.” Vater Stefan Emunds schmunzelt. Er wird die 10000 Meter in Angriff nehmen, „aber ohne Training geht das nicht.”
Um die Wette gestrahlt
Derweil strahlt Hans Rennings, der 1. Vorsitzende des Vereins Spektakel, mit der Sonne um die Wette. „Ist doch gutes Laufwetter, oder?” Na ja, ein bisschen warm ist's schon, das bestätigen später auch einige Top-Läufer, aber die angekündigten Schauer bleiben glücklicherweise aus. Wieder beteiligten sich viele Kinder, Jugendliche, ganze Grundschul-Teams und Kindergarten-Staffeln, an dem von der NRZ präsentierten Laufspektakel. „Das ist auch das, was uns am Herzen liegt”, sagt Hans Rennings. „Die vielen Bambini und Schüler. Es soll eben ein Lauf von Rheinbergern für Rheinberger sein.”
Einer der mit dem Event so eng wie kaum ein anderer verbunden ist, fehlte allerdings in der großen Laufspektakel-Familie: Moderator Jörg Bollin musste krankheitsbedingt absagen. Für ihn sprang Klaus Lang in die Bresche. „Gute Besserung von dieser Stelle. Ich werde nicht versuchen, ihn zu toppen. Das kann man auch gar nicht.” Lang machte es auf seine Weise – und die kam auch beim Publikum gut an.
Erst Berlin, dann Rheinberg
Großes Lob bekamen die Organisatoren einmal mehr von den Aktiven selbst. Der Krefelder Alex Lippmann und sein Trainingskollege Rainer Schubert von Skatetrain Budberg waren noch in der Nacht vom Berlin-Marathon zurück an den Niederrhein gereist, um in Rheinberg starten zu können. „Hier ist das Gemeinschaftsgefühl ganz groß”, erklärte Alex Lippmann. „Man sollte helfen, solch kleine Veranstaltungen am Leben zu erhalten.” Auch wenn's statt durchs Brandenburger Tor nur rund ums Alte Rathaus geht.
Der Kampf um Zeiten erlebten die Zuschauer auch in Rheinberg: Jörn Hansen vom SV Menzelen lieferte sich mit Thorsten Kwekkeboom ein packendes Duell um den Sieg – mit dem bessren Ende für Jörn Hansen. „Zum vierten Mal hintereinander konnte ich ihn wirklich nicht gewinnen lassen”, schmunzelte der neue Streckenrekordler. Während Theo Laakmann, mit 74 Jahren ältester Teilnehmer, knapp 18 Minuten später ins Ziel läuft. „Ich bin zufrieden... und ja auch wieder ein Jahr älter.” In Läuferkreisen gilt ohnehin. Hauptsache et lüpt....
23:36
mal herrlich von meiner alten heimat wass zu sehen komme von Eick-Ost -Moers .ausgewandert nach Schweden.1960