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EinParadies für Papageien

08.04.2008 | 21:28 Uhr
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TIERE. Christoph und Susanne Warnke betreiben in Sonsbeck eine Vogelzucht. Das Federvieh wird bis nach Spanien verkauft.

Schau' mir in die Augen, Kleines, scheint dieser Gelbbrustara sagen zu wollen. (Fotos: Gisela Weißkopf)

SONSBECK. "Komm her", ruft der Kongo-Graupapagei aus seiner Voliere. Susanne Warnke streichelt liebevoll den Schnabel des Tieres. "Begonnen hat das Ganze vor gut 14 Jahren", schmunzelt sie, als sie an die Anfänge ihres Papageien-Paradieses an der Pauenstraße denkt: "Ich hatte damals zwei Pärchen Wellen- und Nymphensittiche", erzählt die 41-Jährige. "Ausgeartet ist es, weil man meinen Mann Christoph mit nichts glücklicher machen kann als mit Tieren." Er baute die Behausung für die ganzen Wellen- und Nymphensittiche - kein leichtes Unterfangen für den damals arbeitsloser Schlosser und die Kellnerin:"Um sich eine Vogelzucht aufzubauen, muss man eben hart arbeiten."

Die beiden sind Mieter in dem Haus - sie bauten dort eine erste Außenvoliere an und bekamen 1996 eine Zuchtgenehmigung. Von da an belieferten sie bis Duisburg die umliegenden Zoohandlungen mit Tieren: "Das waren bestimmt ein paar hundert Wellensittiche - aber immer Qualität", meint Ehemann Christoph.

Der nächste Schritt folgte: "In Kaiserslautern haben dann wir die ersten Graupapageien gekauft - Coco und Cocoletta - und dann ging das ruckzuck." Innerhalb von zwei Jahren sattelten die Beiden von Sittichen auf Papageien um.

"Das ist unser Leben"

Seit sechs Jahren gehört den Beiden das gesamte Haus samt Grundstück - insgesamt 3000 Quadratmeter: "Davon sind lediglich 200 Quadratmeter vom Garten vermietet und zwei kleine Wohnungen. Der Rest ist alles für die Tiere", meint Christoph Warnke.

Momentan sind es rund 90 Papageien. Die Pflege der Tiere ist natürlich aufwändig: "Wir brauchen einige tausend Euro im Jahr allein für das Futter", ergänzt seine Frau. Da achten aber beide auf Qualität: "Wir nehmen Körnerfutter , für Aminosäure und Spurenelemente im Körper Meeresalgen und Kalziumzusatz für die Federn und die Knochenbildung. Dazu gibt es Kräuter und Beeren aus dem eigenen Garten." Dreimal die Woche müssen die Volieren gesäubert werden: "Wir sind nie im Urlaub, aber irgendwie doch schon, obwohl wir sieben Tage die Woche 365 Tage lang beschäftigt sind." Bereut haben sie es nie:"Das ist unser Leben", sagt Susanne Warnke. Beide haben Freude daran, Kinder mit den Tieren in Berührung zu bringen: "Weil die Natur das Wichtigste ist, was wir haben, und die Menschen viel zu wenig Bezug dazu haben." Besonders beeindruckt beide, wie sozial die Tiere miteinander umgehen: "Die sind schmusig, putzen sich gegenseitig, spielen zusammen".

Mittlerweile züchten die beiden auch Papageien aus Südamerika und Afrika. Und sie verkaufen ihre Zuchttiere sogar bis nach Südtirol oder Spanien - 980 Euro kostet ein Kongo-Graupapagei: "Wir sind aber auch nach dem Kauf für die Leute da."

Weitere Bilder: www.derwesten.de/rheinberg

ALEXANDER FLORIE

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