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Ein Tag wie kein anderer

18.05.2012 | 22:00 Uhr
Ein Tag wie kein anderer
/ WAZ FotoPool

Xanten. Inklusion ist eine Vision? Mag sein. Aber einmal im Jahr ist diese Vision von der einen Gesellschaft für alle Wirklichkeit. Dann treffen sich Menschen mit und ohne Handicap zu einem großen bunten Fest.

Übrigens einfach als Menschen, egal, ob mit oder ohne Handicap. Dieser besondere Tag ist in diesem Jahr der 2. Juni. Dann lädt der Landschaftsverband Rheinland zum 15. „Tag der Begegnung“ in den Archäologischen Park nach Xanten ein. Mit einem riesengroßen bunten Programm.

Stargast ist in diesem Jahr der Sänger und Entertainer Guildo Horn. Der studierte Pädagoge und Musiktherapeut, der mit bürgerlichem Namen Horst Köhler heißt, startete im vergangenen Jahr das deutschlandweit erste Casting für Musikerinnen und Musiker mit Behinderung. „Ich kenne so viele Menschen mit Handicap, die bemerkenswerte Talente und Begabungen haben und nicht jammern, sondern viel lachen und ihr Leben genießen - egal, wie schwer sie es haben“, sagt Horn. „Vor diesen Menschen habe ich großen Respekt. Da will ich dabei sein, beim Tag der Begegnung. Denn eins ist klar. Wir brauchen kein Mitleid, wir brauchen Rock’n Roll.“ Dafür sorgen Horn und zwei der drei Gewinnerbands von „Guildo sucht die Superband“: „Seeside“ und „Spirit Steps“ werden die Bühne im Amphitheater rocken. Der gehörlose Tobias Kramer alias „Tobiz“, 2010 einer der Gewinner TV-Show „Supertalent“, ist Profitänzer und Discjockey, er fühlt die Musik über den Bass. Unter anderem bietet er einen Tanz-Workshop im Discozelt an.

Mach das Beste aus deinem Typ, sagen die HPH-Netze Niederrhein. Sie haben Schmink- und Stylingtipps im Programm. Gleich daneben steht der Verein „Schatzkiste“, der eine bundesweit bekannte Online-Partneragentur für Menschen mit Handicap betreibt. Und wer nicht online, sondern live und in Farbe jemanden direkt kennenlernen möchte, dem hilft die „Schwatzkiste“. Hier erhalten Frauen und Männer mit Handicap Tipps für einen unverfänglichen Gesprächseinstieg und eine lockere Plauderei.

Was gibt’s sonst noch? Natürlich jede Menge Bewegung, der Behindertensportverband ist wieder mit einem großen Sportpark in Xanten. VW bringt den Zirkus Roncalli mit, hier können Kinder kreativ werden. In der Arena zeigt der APX, wie römisches Leben aussieht und, und, und.

Eine Gesellschaft für alle macht reich

Und mittendrin im Park ist auch die NRZ. Sie unterstützt das große Familienfest für Menschen mit und ohne Behinderung seit vielen Jahren mit konkreten Benefizprojekten und Kunstaktionen vor Ort. Im Zelt der NRZ malt Aloys Cremers wieder seine bekannten Bilder auf Zuruf, die Rheinberger Künstlerin Birgit Kraemer bastelt mit den kleinen Besuchern Masken. Das Team der NRZ-Kinderseite ist genauso dabei wie die Lokalredaktion. Der Erlös aller Aktionen im NRZ-Zelt ist für Klaus Löffler und Sylvia Schmidt bestimmt. Sie haben bis vor kurzem im Caritas-Haus am Außenwall gelebt und jetzt eine Wohngemeinschaft in Ossenberg gegründet. In ihrem Haushalt fehlt es noch an vielen notwendigen Dingen.

Um 10 Uhr morgens geht’s los, eine offizielle Eröffnung im LVR-Zelt gibt es in diesem Jahr nicht, kurze Ansprachen sind um 12.30 Uhr auf der Hauptbühne geplant.

Der Landschaftsverband erwartet rund 25 000 Besucherinnen und Besucher. LVR-Direktorin Ulrike Lubek: „Beim Tag der Begegnung wird für die Gäste und für uns als Veranstalter erlebbar, wie bereichernd eine Gesellschaft für alle ist. Dafür macht sich der LVR jeden Tag stark und ganz besonders beim Tag der Begegnung.“

Carmen Friemond



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