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Die wilden 60er

09.11.2007 | 20:50 Uhr

VORFÜHRUNG. Der Vynener Heimatverein zeigte einen Film, der jahrzehntelang unter Verschluss gehalten wurde. Die Zuschauer waren begeistert.

XANTEN-VYNEN. Der Xantener Ortsteil Vynen hat eine lange Geschichte. Bereits im Jahre 967, vor 1040 Jahren, wird er kirchenurkundlich erwähnt. "Das ist zwar eigentlich kein Jubiläum", sagte Norbert Schmitz, stellvertretender Vorsitzender des Vynener Heimatvereins. "Für uns ist es aber ein guter Moment, noch einmal den Jubiläumsfilm zu zeigen." Dieser wurde 1967 anlässlich des 1000. Geburtstags der Ortschaft von Josef Kröll, Franz Jacobs und Josef van Lück gedreht und von Wolfgang Freund eingesprochen. Nach dem Jubiläum vor 40 Jahren wurde die rund dreistündige Filmrolle im Tresor der Schützenbruderschaft eingeschlossen und seitdem nur einmal gezeigt. "Viel zu schade!", dachte sich Willi Neumann, Mitglied im damaligen Jubiläums-Auschuss. Die bewegten Bilder der Stadtgeschichte sollten für jedermann zugänglich sein. Der Heimatverein übernahm die Kosten für die Digitalisierung des Super-Acht-Films. Auch DVDs wurden gepresst. Jetzt wurde der Film erstmals wieder gezeigt - im Landhaus Spickermann vor mehr als 100 Gästen. "Einige wohnen gar nicht mehr hier und sind extra für die Filmvorführung zurück in ihren Heimatort gekommen." Das Kommen hat sich gelohnt: Die knapp 200 Minuten waren eine einzigartige Reise ins Vynen der 60er Jahre. Damals, als die Bebauung noch lückenhaft war und es nur wenig geteerte Straßen gab. Dokumentiert ist die schwere Feldarbeit der Bauern, aber auch die ersten, langsamen Mähdrescher sind zu sehen. Für Gelächter sorgten die früheren Badegewohnheiten: Zu den Badegästen an der Woij gesellten sich gerne Kühe der benachbarten Wiese, um den Durst zu löschen. Für Erheiterung sorgten auch die ersten Auftritte des Musikvereins - schließlich saß Posaunist Herbert Schleer in der ersten Reihe. "Der Film kommt auch heute super an", freute sich Norbert Schmitz. (BG)



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