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Damit das Auto mobil bleibt

27.01.2010 | 13:07 Uhr
Damit das Auto mobil bleibt

Rheinberg/Kreis Wesel. Der Winter will einfach kein Ende nehmen. Zweistellige Minusgrade zwingen auch so manches Auto sprichwörtlich in die Knie. Was ist zu beachten, damit der Wagen reibungslos läuft? Zum Beispiel immer ein Startkabel dabei haben. Hier gibt es einen Überblick.

Was tun, damit das Auto auch im Winter anspringt? Der ADAC gibt Tipps.

Autobatterie:

In erster Linie müsse die ADAC-Pannenhilfe aufgrund von Batterieschäden ausrücken, erklärte Maximilian Maurer, Pressesprecher des Automobilclubs. „Mit jedem Minusgrad reagiert die Batterie empfindlicher, da die chemische Reaktion, die den Strom erzeugt, träger abläuft”.

Bei Batterien, die älter als fünf Jahre sind, sollten Autofahrer sich daher vorsorglich eine neue zulegen. Um alterssschwache Batterien zu schonen, könne der Stromverbauch reduziert werden: „Man jagt ja eine alte Oma auch nicht mit Volldampf die Treppen rauf”, so Maurer. Auf Sitzheizung, Heckscheibenheizung und Stereoanlage solllte wenn möglich verzichtet werden: „Aber auf keinen Fall auf die Beleuchtung.”

Starthilfe:

Ein Startkabel sollte stets mitgeführt werden. Maurer erklärt den reibungslosen Ablauf: „Zunächst werden beide Pluspole verbunden. Dann wird der Minuspol des Spenderkabels mit einem geerdeten Punkt am Fahrzeug verbunden.” Das kann beispielsweise eine Stelle am Motorblock sein. Erst dann werden die Minuspole angeschlossen, da „sich sonst Funken bilden und Knallgas entstehen kann.”

Springt der Wagen an, sollte er zunächst einige Minuten laufen. Nach Entfernen des Starterkabels: „noch mindestens 20 Minuten fahren”, so der ADAC-Sprecher.

Lackpflege:

In den Waschstraßen herrscht derzeit Hochbetrieb. „Ich empfehle eine Unterbodenwäsche und Heißwachs für den Lack”, sagt Brigitte Lanzen-Steinberg. Laut der Inhaberin einer Waschanlage an der Rheinberger Sauerfeldstraße sei Wachs für den Unterboden noch nicht erforderlich. „Das Salz wäscht den Schutzfilm innerhalb kürzester Zeit wieder herunter.” Wichtig sei auch die Pflege der Türdichtungen, damit diese bei der Kälte nicht spröde werden. Dafür hat die Reinigungsexpertin spezielles Pflegemittel bereitgestellt.

Möglicherwiese bleibt die Waschanlage heute geschlossen. „Ist es kälter als Minus sechs grad, friert das Wasser an den Bürsten fest. Die Autos würden beschädigt werden.” Ist die Waschstraße geöffnet, ist das Durchfahren unbedenklich. Gefrorenes Wasser auf Lack und Scheiben sind eine Mär, die Anlagen funktionieren bis zur genannten Temperaturgrenze reibungslos.

Reiseausrüstung:

Der ADAC empfiehlt neben Eiskratzer, Schneebesen und Enteisungsspray für längere Fahrten auch Wolldecken, eine Taschenlampe, Schneeketten, Medikamente, eine Thermoskanne und Schokolade zum Ausgleich des Zuckerhaushalts mitzuführen.

Bußgelder:

Wer seine Windschutzscheibe nicht frei kratzt, riskiert neben schlechter Sicht auch Geldstrafen. Zehn bis 80 Euro und drei Punkten in Flensburg sind die Folge. Teuer wird's, wenn ein Unfall passiert, da die Versicherung den Schaden meist nicht übernimmt. Maurers Tipp: „Eine Wärmflasche aufs Amaturenbrett legen”, um das Gefrieren zu vermeiden. Wer seinen Wagen laufen lässt, um die Scheiben abzutauen, kann dafür ebenfalls belangt werden. Maurer: „Wer nur einen Außenspiegel hat, muss auch die Heckscheibe frei machen”. Zudem müsse das Dach schneefrei sein: „Sonst rutscht der Schnee beim Bremsen auf die Scheibe und verdeckt die Sicht”.

Bedeckte Verkehrsschilder führen selten dazu, dass Bußgelder für überhöhte Geschwindigkeiten ihre Gültigkeit verlieren, weiß der Pressesprecher: Es sei denn der Fahrer ist ortsunkundig. Bei allen anderen Fällen gilt: Augen auf.

Raphaela Spranz, Daniel Cnotka

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Kommentare
14.08.2010
14:55
Damit das Auto mobil bleibt
von Batteriepool | #1

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