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Kein Zuschuss für Bahnhofs-Projekt?

20.04.2012 | 23:59 Uhr
Kein Zuschuss für Bahnhofs-Projekt?
Ein Stoppschild steht vor dem alten Bahnhofsgebäude in Hützemert zwar noch nicht, das Vorzeige-Projekt könnte aber ins Stocken geraten.

Drolshagen/Hützemert. „Es wäre ein absoluter Jammer, wenn das ehrenamtliche Engagement versiegen würde. Ich hoffe, dass sich da niemand entmutigen lässt“, kommentierte gestern Drolshagens Beigeordneter Peter Spitzer die aktuelle Situation rund um das Projekt ,Alter Bahnhof Hützemert’. Hintergrund: Durch das drohende Haushaltssicherungskonzept (HSK) ist die Auszahlung des städtischen Zuschusses in Höhe von 150 000 Euro in weite Ferne gerückt.

Daran ließ gestern auch Bürgermeister Theo Hilchenbach keinen Zweifel: „Letztlich wird das eine politische Entscheidung sein. Ich glaube aber nicht, dass das durchkommt.“ Der Grund dafür liegt auf der Hand: Alle freiwilligen Leistungen der Stadt, und dazu zählt auch ein Zuschuss für ein touristisches Projekt, werden innerhalb eines HSK auf den Prüfstand gestellt. Bekommt die Stadt die finanziellen Enden 2013 nicht zusammen, dürfte aus dem Olper Kreishaus ein energisches Kopfschütteln zu erwarten sein.

„Habe meine Bedenken.“

Hilchenbach: „Ich habe meine Bedenken, ob zu so etwas dann ,Ja’ gesagt würde. Wir müssen versuchen, so schnell wie möglich aus der Haushaltssicherung wieder herauszukommen. Derzeit bereiten wir ein Konzept vor, um bis 2015 wieder im ,grünen Bereich’ zu sein.“ Im Rathaus würden deshalb schon sämtliche Positionen mit dem ,Rotstift’ abgeklopft.

Hilchenbach versicherte aber auch, nach wie vor ein entschiedener Befürworter des Projekts zu sein: „Wir wünschen uns natürlich, dass das klappt. Nicht zuletzt wegen des großen Engagement aus dem Dorf heraus.“

Immerhin erwarte der Trägerverein ja Geld aus mehreren Fördertöpfen - u. a. vom Denkmalamt. Die Denkmalwürdigkeit sei ja auch anerkannt, die gesamte Hülle des Bahnhofes sei als Denkmal eingestuft, der Lokschuppen und der Wartesaal im Innern des Gebäudes. Gespräche, wie man am besten an welche Fördertöpfe komme, liefen schon „seit Jahren“.

„Wäre eine Katastrophe“

Ingo Grütz, einer der drei Geschäftsführer des Dorfvereins Hützemerts, sagte gestern auf Anfrage: „Wir haben schon befürchtet, dass da sowas kommen könnte, als wir von der Haushaltssperre und den finanziellen Problemen gelesen haben.“

Grütz machte aber kein Geheimnis aus seiner Gefühlslage: „Das wäre eine Katastrophe für das Projekt. Das nähme viel Schwung heraus.“ Die Fragezeichen würden immer zahlreicher. Der einkalkulierte Zuschuss der Stadt sei immerhin der größte Batzen an Fördermitteln: „Die Regionale läuft nur bis 2013. Man muss sich dann sicherlich fragen, was mit den Mitteln aus dieser Richtung passiert.“ Bleibt nur die Hoffnung auf die Hilfe Dritter. Grütz’ Fazit: „Wenn wir dann keinen Sponsor als Alternative finden, hätten wir ein Problem.“

Josef Schmidt



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