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Bildung

Matinee für eine nagelneue Schule

24.02.2010 | 07:00 Uhr

Kamp-Lintfort. UNESCO-Schüler unterstützen einmal mehr Afrika. Denn „Bildung ist der Zugang zu Freiheit, Demokratie und Entwicklung” .

„Wir nehmen alles”, sagt Petra König. Seit mehr als zehn Jahren ist die Pädagogin an der UNESCO-Schule für die Unicef aktiv, hat einen Sponsoren-Lauf mitorganisiert und eine Fotoausstellung. Immer für den guten Zweck. Der steht auch bei dem neuesten Vorhaben im Vordergrund – einer Benefiz-Matinee für das Unicef-Projekt „Schulen für Afrika”, die am Sonntag, 25. April, ab 11 Uhr im Foyer der Kamp-Lintforter Stadthalle startet. 12 000 Euro will Petra König an diesem Tage sammeln, genug, um eine Schule in einem der Länder zu errichten, in denen heute der Mehrzahl der Kinder ein Schulbesuch verwehrt bleibt: Angola, Malawi, Mosambik, Ruanda, Mali, Simbabwe und Südafrika.

80 000 Lehrer wurden geschult

2004 hat der Hamburger Reeder Peter Krämer die Kampagne „Schulen für Afrika” initiiert. Binnen sechs Jahren wurden 680 Schulen erbaut oder instand gesetzt, 80 000 Lehrer wurden geschult und es wurde Unterrichtsmaterial für viele 100 000 Kinder angeschafft. 3,6 Millionen Kinder konnten so in die Schulen gebracht werden, doch 45,5 Millionen warten noch auf einen Platz in einer der einfach gehaltenen Klassen.

„Bildung ist der Zugang zu Freiheit, Demokratie und Entwicklung”, sagt der Schirmherr der Kampagne, Nelson Mandela. Und weil noch viel zu tun ist, wollen alle Akteure nun die Fußball-WM in Südafrika nutzen, um endlich Platz für alle Kinder an den Schulen zu haben.

In Kamp-Lintfort wartet auf die Unterstützer am 25. April ein buntes Kulturprogramm. Michael Mrosek, als Sozialpädagoge an der UNESCO-Schule tätig, unterstreicht, dass sich die Schüler mit ihren Talenten an der Gestaltung des Vormittagsprogramms beteiligen. Musiklehrerin Helga Düller übt mit der Oberstufe ein Lied der Anti-Apartheid-Bewegung ein, ein afrikanischer Trommler tritt auf und Ensemblemitglieder von Stage Focus, die Musical-Highlights aus „Der König der Löwen” auf die Bühne bringen werden. Bernd Schulz, Honorarkonsul der Republik Mali, wird afrikanische Skulpturen ausstellen, und gegen Mittag wird die Firma Linnartz ein Buffet mit afrikanischen Köstlichkeiten aus Angola, Ruanda oder dem Kongo anbieten.

Spendentopf steht im Foyer

Der Eintritt kostet pro Gast einen Euro. 300 Karten gibt es ab dem 1. März im Sekretariat der UNESCO-Schule ( 02842/33660) und in der Buchhandlumg am Neuen Rathaus. Natürlich wird am 25. April ein großer Spendentopf im Foyer stehen. Und: Alle Hungrigen müssen am Buffet ihren Obulus entrichten.

Jürgen Rasfeld, stellvertretender Leiter der UNESCO-Schule: „Wir unterstützen die Unicef-Aktionen von Petra König und Michael Mrosek sehr gerne.” Das tun auch alle Schüler. Ihnen wird bei der Aktion auch klar, welches Bildungsprivileg sie hier in Deutschland haben.

Volker Strommenger


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