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Local-Heroes-Woche

Kulturhauptstadt-Programm in Neukirchen-Vluyn

13.01.2010 | 06:59 Uhr

Neukirchen-Vluyn. Dass Neukirchen-Vluyn eine schöne Scharnierfunktion zwischen dem Ruhrgebiet und dem Niederrhein habe, das betont Harald Lenßen. Mit dem Kulturhauptstadtjahr bekomme die Stadt, so der Bürgermeister, die einmalige Chance, sich nach außen hin darzustellen.

„Deshalb haben wir viel Herzblut in unsere Beiträge gesteckt.” Als kulturelle Visitenkarte der Stadt bezeichnet er auch das Programm, das für die Local-Heroes-Woche vom 31. Januar bis 6. Februar zusammengestellt wurde und jetzt in einer achtseitigen Broschüre aufgelistet ist.

Lokale Geschichte in Mundart

Ganz besonders dankte der Verwaltungschef Ulrike Reichelt, die den Kontakt zu den örtlichen Schulen knüpfte, die in ganz starkem Maße beteiligt sind. Nach Übergabe des Staffelstabs von Xanten an Neukirchen-Vluyn wird Lenßen die Woche am Sonntag, 31. Januar, um 11 Uhr in der Musikschule an der Hartfeldstraße eröffnen. Lehrer und Schüler dieser Einrichtung erfreuen dazu mit jazzigen Tönen.

Für einen vergnüglichen mundartlichen Nachmittag mit lokalen Geschichten sorgen ab 15 Uhr die Heimat- und Verkehrsvereine von Neukirchen und Vluyn in der Kulturhalle. Das Zusammenspiel von Farbe, Linie und Fläche fasziniert Gabi Lohbeck, die bereits ab dem 28. Januar im Rathaus ausstellt. Erlebnisse mit allen Sinnen will der CVJM Neukirchen vom 31. Januar bis 5. Februar vermitteln. Da wird gekocht, ein Fuß-Erlebnispfad gestaltet und ausprobiert und geht es nach Duisburg in eine Kletterhalle.

Erlebnisführungen für Kinder und Jugendliche bietet das Museum am Von-der-Leyen-Platz während der gesamten Woche. Mit Markus Segschneider und Alexandre Zindel gastieren am 4. Februar im Museum ab 19.30 Uhr zwei Gitarristen der Spitzenklasse. Versprochen wird ein Erlebnis zum Träumen, Mitgehen und Staunen. Am gleichen Tag gibt's von der Tersteegenschule ab 16 Uhr im Tenniscenter Klingerhuf Trommelzauber für die Ohren.

Drei Stunden später serviert die Niederrheinschule ein kriminologisches Abendessen. Auch Kabarettistisches fehlt nicht im Spektrum. In der Kulturhalle ist am 3. Februar Luise Kinseher mit ihrem Programm „Glück & Co.” zu Gast. Zwei Tage später behaupten mit Heiner Kämmer und Reiner Rübhausen zwei Gründungsväter der Kölner Stunksitzung: „Es brennt.” Was dabei herauskommt, wenn sich Kinder mit den Werken großer Maler beschäftigen, ist am 5. Februar ab 14 Uhr in der Antoniusschule zu bewundern.

Hänsel und Gretel

Schüler der Pestalozzi-Schule führen am 5. und 6. Februar jeweils ab 18 Uhr in der Kulturhalle die Märchenoper „Hänsel und Gretel” auf. Mit dem Krefelder Kresch-Theater tat sich die Hundertwasser-Schule zusammen, die am 5. Februar um 15.30 Uhr das Stück „Fünfter sein” von Ernst Jandl auf die Bühne bringt. Vielfältiges künstlerisches und kulturelles Arbeiten demonstrieren die Schulen im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung, die am 5. Februar um 17 Uhr in der Vluyner Kulturhalle eröffnet wird. Mit dabei auch Beiträge, mit denen sich Kinder und Jugendliche am Wettbewerb „Begegnung mit Osteuropa” beteiligen.

Vielfalt ist auch am Tag darauf beim großen Finale ab 15 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Julius-Stursberg-Gymnasiums angesagt. Musik, Theater und anderes mehr erwartet die Besucher. Franjo Terhart: „Es gibt ein Feuerwerk von Aufführungen. Ich war ganz sprachlos, was sich Lehrer und Schüler so alles haben einfallen lassen.”

Ulrich Ernenputsch

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