Anders als die anderen
18.01.2010 | 08:00 Uhr 2010-01-18T08:00:00+0100
Kamp-Lintfort. Die Hochschule Rhein-Waal mit Standorten in Kleve und Kamp-Lintfort informierte am Tag der offenen Tür ihre Besucher über aktuelle und künftige Studienangebote.
Ein reger Menschenandrang herrschte am Samstag auf den Gängen der Hochschule Rhein-Waal am Standort Kamp-Lintfort. Und das, obwohl derzeit nur 35 Studenten dort eingeschrieben sind. Die Hochschule hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen, und zahlreiche Interessierte waren gekommen, um sich über das Studienangebot zu informieren.
„Bis Mittag waren es schon 300 Besucher, und wir erwarten noch mehr", wusste Präsidentin Professor Dr. Marie-Louise Klotz, die den Gästen in Vorträgen Informationen zum Studienangebot der Hochschule präsentierte.
Jennifer Laubach (21) aus Moers war mit ihrer Freundin Celina Greppler (19) gekommen. „Ich habe mich noch nicht entschieden, aber ich interessiere mich für den Studiengang Informations- und Kommunikationsdesign", sagte Jennifer Laubach. Besonders gut findet sie, dass in Kamp-Lintfort die Lerngruppen kleiner sind als an anderen Hochschulen. Und Celina Greppler, die sich für Internationale Wirtschaftswissenschaften interessiert, fand: „Schade, dass das Studentenleben hier noch nicht so ausgeprägt ist, wie an anderen Hochschulstandorten."
Wichtig ist die Nähe
Allein im Wintersemester 2010/2011 werden in Kamp-Lintfort sieben neue Studienfächer angeboten. Weitere sollen folgen. „Unsere Studiengänge sind alle anders, als an anderen Hochschulen", informierte Marie-Louise Klotz und erklärte: „Wir entwickeln unser Studienangebot gemeinsam mit der Wirtschaft, um den jungen Leuten das Passende anzubieten und unsere Absolventen auf die späteren Anforderungen zielgerichtet vorzubereiten."
Besonders viele Interessenten kamen wegen des Studiengangs „Organisations- und Arbeitspsychologie". So auch Reinhard Weichelt (49) aus Moers. „Ich gehe nicht davon aus, dass ich in 15 Jahren schon in Rente gehen kann", glaubt der gelernte Mess- und Regelmechaniker, „deshalb möchte ich mich noch weiterentwickeln und eine gute Ausbildung kann da nicht schaden”. Im Schlepptau hatte Weichelt seine Söhne Sebastian und Matthias, die beide noch zur Schule gehen. „Die können sich hier auch gleich schon mal ein bisschen informieren", lachte Weichelt und erklärte: Besonders wichtig ist mir auf Grund der familiären Situation die örtliche Nähe der Hochschule. Wenn ich zwei Stunden täglich fahren müsste, hätte ich nicht die Idee zum Studium gehabt.”
In den Hörsälen hielten Dozenten und Experten aus der Wirtschaft Vorträge zu den einzelnen Studiengängen. „Die jungen Leute sollen schon vor Studienbeginn prüfen, ob unser Angebot zu ihnen passt. Studienabbrecher würden uns nur Kummer machen", sagte Klotz. Für das Frühjahr sind noch weitere Tage der offenen Tür geplant.
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